MHD drucken mit Brother Etikettendrucker

MHD drucken mit Brother Etikettendrucker

Wer regelmäßig neue Chargen von einem Lebensmittel produziert, der muss auch ständig das MHD auf dem Etikett anpassen. Das kann nervig sein und auch schnell übersehen werden. Um das MHD variabel anpassen zu können, gibt es die Möglichkeit das MHD als Variable im Etikettendruckers zu hinterlegen. Das hat den Vorteil, dass sich das Datum dann mit dem jeweiligen Produktionsdatum anpasst. Der Drucker rechnet also automatisch das neue Datum aus. Dafür gibt man lediglich die Haltbarkeit mit.

Vor kurzem habe ich in einem Artikel die verschiedenen Möglichkeiten erläutert, wie man das Mindesthaltbarkeitsdatum drucken kann

In diesem Artikel zeige ich einmal Schritt-Für-Schritt, wie man mit dem Brother Etikettendrucker TD-2350DSA vorgeht. Grundsätzlich kann man die Variablen in fast allen Druckern hinterlegen und speichern. Besonders praktisch ist die Speicherfunktion, weil man die Vorlagen dann direkt im Drucker speichert und nur noch die Anzahl der Etiketten wählen muss. Wenn der Drucker darüberhinaus noch WLAN-fähig ist, dann kann man diesen einfach direkt in in der Produktionsküche aufstellen und benötigt gar keinen PC oder Laptop mehr.

Lebensmittelkennzeichnung leicht gemacht

Mit der Rezeptrechner Software kannst du auf Basis deiner Rezepte Lebensmitteletiketten erstellen und drucken. Mit Hilfe der Software gibst du Rezepte (Zutaten und Mengen) ein. Die Software berechnet dann die Nährwerte pro 100g auf Basis der Rezepte. Die Zutaten werden in die richtige Reihenfolge gebracht und man erhält Vorschläge zur Allergenkennzeichnung. Auch die QUID-Angabe kann direkt berechnet werden. Du kannst dich kostenlos registrieren und ein paar Funktionen auch eigenständig ausprobieren.

MHD drucken auf Lebensmittel Etikett

Video Anleitung: MHD als Variable auf Etikett drucken

in dieser Video Anleitung erläutere ich noch einmal kurz und knackig, wie du das MHD als Variable auf dem Etikett drucken kannst.

Schritt-Für-Schritt Anleitung: MHD als Variable auf Etikett drucken

Im folgenden erläutere ich die einzelnen Schritte, die du im Video siehst, noch einmal in Text Form.

Schritt 1) Etiketten Vorlage als JPG herunterladen

Die Etiketten Vorlage mit den Daten habe ich im Vorwege mit der Rezeptrechner Software erstellt. Hier habe ich die Rezeptdaten eingegeben (Zutaten, Mengen). Mit dem Etiketten Generator wird dann ein Lebensmitteletikett auf Basis der Rezeptdaten generiert. Die Daten sollten natürlich immer noch einmal vom Hersteller geprüft werden – Anpassungen können händisch vorgenommen werden. Das Etikett kann man aus der Rezeptrechner Software als JPG Bild herunterladen. Sollte der Download als JPG nicht möglich sein, vergewissere dich, dass du weiß als Hintergrundfarbe eingestellt hast. Mit einem transparenten Hintergrund kann man das JPG nicht generieren.

Schritt 2) JPG im P-Touch Editor einfügen

Nun öffne den p-touch Editor von Brother und stelle sicher, dass die p-touch Editor Software mit deinem Drucker verknüpft ist (ggf. nur mit Windows PC möglich). Solltest du einen Macbook verwenden, dann kannst du die Etiketten mit der Rezeptrechner Software erstellen und direkt mit dem MHD herunterladen. Das Einfügen der Variablen im p-touch Editor ist in dem Falle leider bisher nicht möglich.

Lade das Bild von der Etiketten-Vorlage im P-Touch Editor hoch indem du auf „Bild“ klickst und die Datei auswählst. .

Im Vorwege sollte hier schon die richtige Papiergröße eingestellt sein. Wenn dem nicht so ist, dann wechsle einmal in die Druckereinstellungen und erstelle dort ein passendes Papierformat (wie genau du das Papierformat einstellst, erfährst du auch in dieser Anleitung zum Etikettendrucker einrichten).

Nun kannst du das Bild vom Etikett in der Papier-Vorlage in der -Touch Software richtig positionieren.

Schritt 3) MHD als Variable ergänzen

Füge nun ein neues Text-Feld ein. Du kannst hier nun auswählen, ob die Variable eine Uhrzeit oder ein Datum sein soll. Für das MHD nutzen wir das Datum und geben darunter ein, wie die Rechenlogik sein soll – in unserem Falle also „heutiges Produktionsdatum + x Tage“. Das x ersetzt du mit der Haltbarkeit für dein Lebensmittel (z.B. 400 Tage).

Achte darauf, dass du vor dem Datum noch „Mindestens haltbar bis“ stehen hast. Das kannst du ebenfalls per Text einfügen. Mehr zu den Mindesthaltbarkeitsdatum Vorschriften findest du in dem verlinkten Artikel.

Schritt 4) Vorlage an Drucker übertragen

Nun können wir die Vorlage auch bereits an den Drucker übertragen. Das hat den Vorteil, dass man die Vorlage dann direkt im Drucker gespeichert hat.

Wähle dazu Datei –> Vorlage übertragen und gib der Vorlage noch einen kurzen Namen, damit du diese im Drucker wiederfindest. Klicke im Anschluss auf Übertragen. 

Nachdem die Übertragung erfolgreich abgeschlossen ist, sollte die Vorlage nun im Drucker auftauchen und hier angezeigt werden.

Schritt 5) Vorlage drucken

Nun wählst du auf dem Display vom Etikettendrucker einfach die Vorlage aus und gibst an, wie oft das Etikett gedruckt werden soll. Probiere nun 1-2 Tage in Folge aus, ob sich das MHD automatisch verändert. Das MHD sollte sich automatisch berechnen basierend auf dem Produktionsdatum und der Haltbarkeit. 

Typische Probleme, die beim Drucken aufkommen können:

Mein Brother Etikettendrucker passt das Datum nicht an, was kann ich tun?

Wird das Datum nicht angepasst, dann liegt es vermutlich daran, dass ein temporäres festes Datum im Drucker hinterlegt ist. Du kannst dies über die Einstellungen vom Brother Drucker drucken. Öffne dazu das Menü und wähle „Vorlageneinst.“. Im nächsten Display navigiere mit der Tastatur nach unten und wähle temporäres Datum. Dies sollte aus AUS stehen. Falls nicht, passe dies an und probiere es erneut.

Die Schrift auf dem Etikett ist kaum zu lesen – wie kann ich die Auflösung verbessern?

Überprüfe hierzu die Druckdichte vom Drucker. Diese findest du im Menü unter „Einstellungen“ –> Druckdichte. Wähle die höchste Druckdichte aus und versuche es erneut.

Wie kann man Lebensmitteletiketten selber drucken?

Generelle Tipps und Tricks, wie man Lebensmitteletiketten selber drucken kann, findest du hier.

Wie kann man das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) drucken?

Wie kann man das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) drucken?

Wer Lebensmittel verkauft, musst sich auch mit den Vorschriften für das Mindesthaltbarkeitsdatum beziehungsweise Verbrauchsdatum vertraut machen. Dazu ist man gemäß Lebensmittelkennzeichnung verpflichtet. In einem anderen Artikel findest du die wichtigsten Fragen rund um die Handhabung vom Mindesthaltbarkeitsdatum (Abkürzung MHD). In diesem Artikel soll es um die praktische Umsetzung gehen und die Frage: Wie kommt das MHD eigentlich auf das Etikett? Wie kann man das Mindesthaltbarkeitsdatum drucken?

Warum sollte man das MHD unabhängig vom Etikett drucken?

Wenn deine Rezeptur sich nicht ständig verändert, dann sind die meisten Pflichtangaben auf dem Etikett relativ statisch. Die Nährwerte und die Zutatenliste verändern sich nicht allzu regelmäßig. Das Haltbarkeitsdatum wiederum ändert sich. Es handelt sich also um eine Variable auf dem Etikett. Du möchtest also nicht für jede Produktion ein komplett neues Etikett anfertigen müssen, sondern eigentlich nur die Daten austauschen, die sich auch wirklich verändern. In der Regel sind dies Daten wie das MHD und die Chargennummer. Diese Daten müssen also regelmäßig mit jeder Produktion erneuert werden. Die Häufigkeit der Produktion wiederum hängt mit der Haltbarkeit zusammen. Manche Betriebe produzieren nur einmal monatlich nach – und müssen dann auch nur einmal monatlich das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Etikett anpassen. Das wiederum lässt sich noch einfacher operativ verwalten. Aber wenn man jetzt alle paar Tage eine neue Charge produziert, dann braucht man ein System um sicherzustellen, dass auch immer das richtige MHD auf dem Etikett landet. Je nach Anwendungsfall und Einsatzbereich gibt’s in der Praxis somit verschiedene Lösungsansätze um das MHD auf dem Etikett zu drucken. In diesem Artikel möchte ich dir einmal einige typische Lösungen zeigen – und natürlich auch zeigen, wie dir die Rezeptrechner Software bei der Lebensmittelkennzeichnung helfen kann.

Wie kann ich das MHD auf dem Etikett zu drucken?

Grundsätzlich würde ich 4 verschiedene Möglichkeiten unterscheiden um das MHD auf dem Etikett zu drucken. Im folgenden gehen wir die einzelnen Methoden einmal durch und ich erläutere die Vor- und Nachteile.

1) Komplett-Etikett inkl. MHD als Datei generieren und „als Ganzes“ drucken

Hier wird das Etikett (Zutaten, Allergene, Nährwerte etc.) fertig erstellt und das MHD direkt mit eingetragen, bevor gedruckt wird (z. B. als PDF/Etikettdatei aus der Software). Das passt besonders gut für Betriebe mit überschaubarer Produktzahl und klaren Produktionszyklen, wo man das Datum sauber vor dem Druck setzt und eher Lebensmittel mit kürzerer Haltbarkeit hat, bei denen man in der Regel mit schwarz-weißen Etiketten zufrieden ist. Beispiele hierfür können sein: Eingemachtes im Glas, Pralinen-/Schokoladenhersteller, Feinkost im Glas oder auch Konditoreien.

MHD drucken auf Lebensmittel Etikett

Welche MHD Software eignet sich zum Drucken auf dem Etikett?

Mit der Rezeptrechner Software kannst du für deine Rezepte automatisch die Nährwerte pro 100g berechnen und Zutatenliste mit Allergenkennzeichnung generieren. Mit dem Etiketten Generator kann man außerdem auch direkt ein vollständiges Etikett mit allen Pflichtangaben als Datei generieren. Bevor man die Datei als Bilddatei (PNG, JPG, PDF) generiert, kann man das MHD anpassen, indem man das Datum aktualisiert. Das MHD wird dann automatisch aktualisiert auf Basis des Produktionsdatums und der Haltbarkeit in Tagen vom Lebensmittel.

2) Hochwertiges Hauptetikett vorproduzieren + MHD später auf Etikett ergänzen

Das Hauptetikett ist ein vollwertiges, hochwertiges Label (oft farbig, hochauflösend, ggf. aus der Druckerei) und wird in großer Menge vorproduziert. Das MHD kommt später dazu – entweder als kleines Zusatzetikett oder als Druck in ein freigelassenes Feld. Das ist ideal, wenn du hochauflösende, farbige Etiketten in großer Menge druckst (oder drucken lässt) und das Datum flexibel bleiben soll. In der Praxis wird entweder ein Feld für das MHD freigelassen oder ein kleines separates Datums-/Chargenetikett ergänzt. Typische Fälle sind Pralinen-/Confiserie mit Premium-Design, Konditorei-Desserts im Glas/Becher, Feinkost (Dips, Dressings, Salate), Metzger-Feinkost im SB-Becher oder Gläser mit Eingemachtem, wenn das Layout immer gleich bleibt, aber Produktionsdaten variieren.

Mindesthaltbarkeitsdatum auf MHD drucken

Welcher Etikettendrucker kann das MHD als Variable drucken?

Einige Brother Etikettendrucker für Lebensmittel bieten die Möglichkeit, auf den Etiketten Variable zu platzieren. Das funktioniert dann wie folgt:

  1. Etikett als PNG-Datei aus Rezeptrechner herunterladen: Man generiert das Etikett als Bilddatei in der Rezeptrechner Software (empfohlen als PNG mit transparentem Hintergrund). Für das MHD sollte dabei etwas Platz frei bleiben auf dem Etikett
  2. Etikett in der Brother Software p-touch einfügen und eine Variable einfügen. Hier definiert man die Rechenlogik: Produktionsdatum (heute) + x Tage Haltbarkeit
  3. Brother-Datei exportieren zum Etikettendrucker – Voraussetzung ist, dass der Etikettendrucker Speichermöglichkeiten hat – ansonsten kann man dies auch direkt vom PC drucken – setzt dann aber immer Voraus, dass man am PC ist – während das Speichern im Drucker noch schneller ist weil man nur eine Nummer wählen muss
  4. Am Etikettendrucker die gewünschte Vorlage wählen und drucken

Eine Übersicht passender Etikettendrucker für Lebensmittel von Brother findest du hier.

Eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie du das MHD drucken kannst mit einem Etikettendrucker von Brother findest du in diesem Artikel. 

MHD Etiketten drucken

Tipp: Daten für Etikett per Schnittstelle exportieren

Möchte man gerne hochauflösende Etiketten nutzen, so kann man die Etiketten in einen professionellen Druckservice haben. Mit der Rezeptrechner Software verwaltet man die Rezepte online und ermittelt die Daten für die Lebensmmittelkennzeichnung. Diese Daten (Nährwerte, Zutatenliste, Allergene pro Rezept) kann man dann über eine Schnittstelle direkt zu dem Drucksystem schicken. Einige Schnittstellen existieren bereits. So kann man mit der Schnittstelle vom Rezeptrechner zu DataNatuRe heute die Nährwerte, Zutatenliste und Allergene schon auf Knopfdruck exportieren. In DataNatuRe können die Daten dann direkt online angezeigt werden – oder für den Druckservice weiterverarbeitet werden. Weitere Schnittstellen zu anderen System-Anbietern können bei Bedarf entwickelt werden. Sprecht uns an oder schreibt eine E-Mail an [email protected].

3) Datum auf Verpackung/Deckel/Boden oder als reinen Datumsdruck – unabhängig vom Etikett

Hier steht Effizienz im Vordergrund: MHD/Charge wird separat aufgebracht, oft per Direktdruck (Inkjet/Laser) oder Datumsdrucker – entweder auf eine freie Stelle am Etikett oder direkt auf die Verpackung. Wenn das Datum nicht direkt neben „mindestens haltbar bis“ steht, brauchst du den „siehe Boden/Deckel“-Hinweis auf dem Etikett.
Typisch bei höheren Stückzahlen, bestimmten Verpackungen (Beutel/Folie/Karton) oder wenn du sehr schnell „durchtakten“ musst: Metzger SB, Abfüllung, Produktionsküche/Catering, Bäckerei-Snacks to go.

MHD auf Lebensmittel drucken

4) Stempel oder Handauszeichner (manuell) – Datum/Charge ergänzen

Das ist die Low-Tech-Variante: MHD/Charge wird gestempelt oder mit Handauszeichner etikettiert – entweder auf eine freie Stelle am Etikett oder irgendwo auf der Verpackung (auch hier ggf. mit „siehe …“-Hinweis). Das passt für kleine Mengen, wechselndes Sortiment oder Startphasen, z. B. kleine Hofläden, Mini-Manufakturen, Café mit gelegentlichen To-go-Gläsern, Bäckerei mit wenigen verpackten Artikeln. Bei Metzger/Catering kann es als Notlösung funktionieren, wird aber bei Volumen schnell fehleranfällig und uneinheitlich.

Wie berechne ich die Haltbarkeit meiner Lebensmittel?

Sowohl in der Rezeptrechner Software als auch im Brother Etikettendrucker kann man das MHD also automatisch berechnen auf Basis der Haltbarkeit. Dann stellt sich natürlich die Frage, wie man die Haltbarkeit für die Rezepte berechnen kann. Eine direkt Rechenmethode gibt es hierfür leider nicht. Aber es gibt Erfahrungswerte. In dem Artikel zur Mindesthaltbarkeits-Tabelle zeige ich typische Haltbarkeiten für Lebensmittel, an denen man sich orientieren kann.

Lebensmittelkennzeichnung: Belegte Brötchen verkaufen

Lebensmittelkennzeichnung: Belegte Brötchen verkaufen

Wenn du als Betrieb unter anderem belegte Brötchen verkaufst, solltest du deine Pflichten zur Lebensmittelkennzeichnung verstehen. Oft entscheiden Details darüber, ob du lose Ware anbietest (andere Anforderungen) oder ob das Produkt als vorverpackt gilt – und damit deutlich mehr Kennzeichnungspflichten nach sich zieht. Manchmal reicht schon: eingeschweißt, zugeklebt, im Voraus verpackt, für den Selbstbedienungsverkauf bereitgestellt.

Typische „unsichtbare“ Stolperfallen sind:

  • Allergene: Wechsel bei Brot, Käse oder Dressing → plötzlich ist ein Allergen neu drin oder anders zu kennzeichnen.

  • Zutatenliste: Bei zusammengesetzten Zutaten (Schinken, Brötchen, Saucen) brauchst du Unterzutaten aus Spezifikationen – ohne System wird das schnell komplex, und selbst Excel stößt an Grenzen.

  • Nährwerte: Je nachdem, wie du verkaufst und verpackst, besteht eine Pflicht oder eine Ausnahme greift – „einfach weglassen“ ist riskant.

  • Datierung/Haltbarkeit: Bei kurzer Haltbarkeit muss klar sein, wie du MHD bzw. Verbrauchsdatum handhabst und prozesssicher absicherst.

In diesem Artikel schauen wir uns an, wer verantwortlich ist für die Kennzeichnung, wann ein Produkt als vorverpackt gilt, welche Kennzeichnungspflichten typischerweise relevant werden (Nährwerte, Allergene, Datierung) – und wie man das Thema so löst, dass es im Alltag wirklich funktioniert.

Kennzeichnung leicht gemacht | Rezeptrechner

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir, Zeit und Kosten zu sparen bei der Lebensmittelkennzeichnung, Kalkulation und Rezeptverwaltung. Es handelt sich um eine webbasierte Software.

Unser Fokus liegt auf Manufakturen/ Deli/ Feinkost, aber auch Catering- und Gastronomie Betriebe (Restaurants, Bistros, Tankstellen etc) sowie Cafés und Konditoreien nutzen unsere Software. 

Einige Funktionen kann man kostenlos ausprobieren, indem man sich hier kostenlos registriert.

Lebensmittelkennzeichnung belegte Brötchen

Mit der Rezeptrechner Software kann man schnell & einfach für eigene Rezepturen die Lebensmitteletiketten erstellen inkl. Nährwertberechnung und Zutatenliste.

Wer ist für die Kennzeichnung verantwortlich?

Grundsätzlich gilt: Verantwortlich ist der Lebensmittelunternehmer, der das Produkt unter seiner Verantwortung in den Verkehr bringt – also der Betrieb, der entscheidet, wie das Produkt angeboten wird und mit welchen Informationen es verkauft wird.

In der Praxis sieht das meist so aus:

  • Du stellst das Produkt selbst her bzw. lässt es in deinem Auftrag herstellen (z. B. im Café, in der Bäckerei-Filiale, in der Kantine, im Kiosk – oder auch in der Tankstellen-Theke).
    → Dann liegt die Kennzeichnungs-Verantwortung bei dir.

  • Du kaufst das Produkt fertig vorverpackt ein und verkaufst es nur weiter.
    → Die Kennzeichnung kommt grundsätzlich vom Hersteller/Lieferanten. Trotzdem solltest du als Verkaufsstelle eine Plausibilitätsprüfung machen (z. B. fehlen Allergene oder Datumsangaben, wirkt etwas offensichtlich falsch).

  • Eigenmarke / deine Adresse steht auf dem Etikett (auch wenn ein anderer produziert).
    → Dann bist du in der Regel der Inverkehrbringer – und damit derjenige, der zunächst einmal verantwortlich ist. Dafür brauchst du saubere Spezifikationen und klare Prozesse.

Ist die Verantwortung geklärt, geht’s mit der nächsten Frage weiter: Welche Kennzeichnungspflicht greift eigentlich?
Die Kernfrage hier lautet: (vor)verpackt oder lose Ware? Das ist entscheidend, weil das Anforderungsprofil für vorverpackte Ware deutlich höher ist.

Kennzeichnungspflicht vorverpackte Lebensmittel

Viele Betriebe unterschätzen, wie stark die Verpackungsart die Pflichtangaben beeinflusst.

Grob gesagt: Ein Lebensmittel gilt als vorverpackt, wenn es vor dem Verkauf in eine Verpackung gebracht wird, die es umschließt, sodass der Inhalt nicht verändert werden kann, ohne die Verpackung zu öffnen oder zu verändern – und es so zum Verkauf bereitliegt.

Wichtig ist außerdem die Abgrenzung zu Produkten, die erst auf Wunsch verpackt werden (z. B. „Bitte einmal einpacken“). Das ist in der Regel anders zu bewerten als ein bereits eingeschweißtes Produkt in der SB-Vitrine.

„Zum unmittelbaren Verkauf vorverpackt“

Ein häufiger Praxisfall bei belegten Brötchen ist die Einordnung als „zum unmittelbaren Verkauf vorverpackt“:
Wenn du belegte Brötchen im Betrieb vorbereitest, verpackst und typischerweise am selben oder nächsten Tag verkaufst, wird das in der Praxis häufig so eingeordnet.

Merksatz fürs Tagesgeschäft: Je „fertiger“ und „verschlossener“ das Produkt in der Auslage liegt, desto eher bist du im vorverpackten Bereich – und desto eher brauchst du saubere Lebensmitteletiketten.

Das Etikett muss nahe am Lebensmittel angebracht sein und bestimmte Pflichtangaben enthalten (z. B. Zutatenliste, Allergenkennzeichnung, ggf. Nährwerttabelle, Adresse, MHD/Verbrauchsdatum, Nettogewicht).

Lebensmittel Kennzeichnung für belegte Brötchen
Handelt es sich um (vor)verpackte Lebensmittel, so braucht es ein Lebensmitteletikett mit allen Pflichtangaben. Die Adresse zeigt, wer für die Kennzeichnung verantwortlich ist. Die Nährwerttabelle kann unter gewissen Umständen noch weggelassen werden. Mehr zu den Ausnahmen im nächsten Abschnitt.

Nährwertkennzeichnung: Ausnahmen für belegte Brötchen

Für verpackte Lebensmittel ist eine Nährwertkennzeichnung grundsätzlich verpflichtend.

Bei belegten Brötchen gibt es aber zwei Praxis-Ausnahmen, die viele Betriebe betreffen:

  • Ausnahme 1: Nicht vorverpackte Lebensmittel, auf Wunsch am Verkaufsort verpackte Produkte sowie „zum unmittelbaren Verkauf“ vorverpackte Lebensmittel sind von der verpflichtenden Nährwertkennzeichnung ausgenommen. Das ist bei belegten Brötchen oft der Standardfall, wenn sie im Betrieb frisch hergestellt und kurzfristig verkauft werden.

  • Ausnahme 2 (LMIV „kleine Mengen / lokal“): Es gibt eine Ausnahme für Hersteller, die Lebensmittel direkt in kleinen Mengen an Endverbraucher oder an lokale Einzelhandelsgeschäfte abgeben. In der behördlichen Auslegung wird „lokal“ häufig als Umkreis von bis zu 50 km verstanden (im Einzelfall ggf. mehr), und „kleine Mengen“ werden u. a. über den Produktionsmaßstab eingeordnet. Wichtig: Diese Ausnahme greift nur, wenn der Betrieb tatsächlich Hersteller ist – reines Zukaufen/Weiterverkaufen fällt nicht darunter. Mehr dazu auch unter LMIV – Nährwerttabelle.

Und selbst wenn Nährwerte nicht verpflichtend wären: Viele Betriebe entscheiden sich trotzdem dafür, weil es professioneller wirkt, Rückfragen reduziert und bei wiederkehrenden Produkten Prozesse stabilisiert. 

Aber selbst wenn die Ware nicht als (vor)verpackt gilt und man von der Nährwertkennzeichnung ausgenommen ist, so gibt es dennoch die Pflicht zur Allergenkennzeichnung. 

Allergene & Zutatenliste bleibt dennoch Pflicht

Viele Betriebe hören „Nährwerttabelle ist ausnahmsweise nicht nötig“ und denken unbewusst: „Dann ist Kennzeichnung insgesamt entspannter.“
Leider nein. In der Praxis gilt:

Die Ausnahme betrifft meist nur die Nährwertkennzeichnung – nicht Allergene und nicht automatisch die Zutatenliste.

Die Allergenkennzeichnung bleibt fast immer relevant – auch wenn du keine Nährwerttabelle angeben musst. Entscheidend ist, dass Kund:innen die Info klar, leicht zugänglich und aktuell bekommen.

Für ein klassisches Käse-Schinken-Brötchen heißt das typischerweise:

  • Gluten (Brötchen)
  • Milch (Käse/Butter)
  • ggf. Sesam (Sesambrötchen)
  • ggf. Senf/Ei/Sellerie (bei Saucen/Dressings)

Lebensmittelkennzeichnung ohne Nährwerttabelle

MHD vs. Verbrauchsdatum

Sobald du belegte Brötchen vorverpackt anbietest (z. B. eingeschweißt/zugeklebt in der SB-Vitrine), brauchst du in der Regel eine Datumskennzeichnung direkt auf der Verpackung: meist ein MHD („mindestens haltbar bis: TT.MM.JJJJ“). Ein Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis: TT.MM.JJJJ“) ist dann notwendig, wenn das Produkt als sehr leicht verderblich eingestuft wird und nach kurzer Zeit eine Gesundheitsgefahr entstehen kann – das sollte idealerweise über deine HACCP-Beurteilung/betriebliche Festlegung sauber entschieden werden. Da die Haltbarkeit bei belegten Brötchen praktisch immer von Kühlung abhängt, gehört in der Praxis fast immer auch ein Lagerhinweis dazu (z. B. „gekühlt lagern bei 2–7 °C“). Das Datum muss gut sichtbar, lesbar und dauerhaft auf dem Etikett stehen und am Produkt angebracht sein (nicht nur am Regal).

Bei loser Ware in der Bedientheke (erst auf Wunsch eingepackt) ist ein MHD/Verbrauchsdatum auf dem einzelnen Brötchen in der Regel nicht erforderlich – trotzdem brauchst du intern klare Regeln zur Haltbarkeit (Produktionstag/-zeit, „tagesfrisch bis …“, Entsorgungszeitpunkt) und eine saubere Kühlkette, damit nichts „zu lange“ in der Auslage bleibt.

Praxisbeispiele (inkl. Allergene, Zutatenliste und MHD/Verbrauchsdatum)

Im folgenden haben wir noch einmal die typischen beiden Fälle für belegte Brötchen zusammengefasst im Hinblick auf Lebensmittelkennzeichnung. 

Beispiel 1: Eingeschweißtes Brötchen

in der Vitrine (Selbstbedienung)

  • Nährwerttabelle: kann je nach Einordnung entfallen

  • Allergene: ja

  • Zutatenliste: in der Regel ja (weil vorverpackt angeboten)

  • Datum: ja – i. d. R. MHD oder ggf. „zu verbrauchen bis“ (betriebsintern festlegen)

  • Lagerhinweis: sinnvoll/üblich: „gekühlt lagern …“

Typischer Alltag: Brötchen werden morgens belegt, verpackt, datiert und in die SB-Theke gelegt. Wenn sich Brot/Schinken/Sauce ändert, müssen Allergenhinweis, Zutatenliste und Datumssystem trotzdem stabil bleiben.

Lebensmittelkennzeichnung Beispiel belegte Brötchen verkaufen

Beispiel 2: „loses“ Brötchen

Brötchen wird auf Wunsch eingepackt

  • Nährwerttabelle: in der Regel nicht verpflichtend

  • Allergene: ja (z. B. über Aushang/Zutatenmappe)

  • Zutatenliste: häufig nicht als „vollständige Etiketten-Zutatenliste“ nötig

  • Datum: nicht auf dem Einzelprodukt, aber intern brauchst du trotzdem klare Regeln zur Haltbarkeit/Charge (z. B. „tagesfrisch“, Produktionszeitpunkt, Entsorgungszeit)

Typischer Alltag: Du verkaufst über Bedienung. Das reduziert Etikettenpflichten, aber du brauchst trotzdem eine saubere interne Haltbarkeitslogik – sonst werden „alte“ Brötchen schnell zur Grauzone.

Lebensmittelkennzeichnung Beispiel Belegte Brötchen lose

Unterschätzte Komplexität für belegte Brötchen: Unterzutaten, Lieferanten, Rezeptänderungen

Auch wenn die Rezepturen selbst für belegte Brötchen oftmals gar nicht so komplex sind, führt die Kennzeichnung in der Praxis doch immer wieder zu Komplexität. 

Bei belegten Brötchen hast du fast immer zusammengesetzte Zutaten:

  • Brötchen (Unterzutaten, oft wechselnd je nach Bäcker)
  • Schinken (Unterzutaten + ggf. Zusatzstoffe)
  • Käse (je nach Sorte unterschiedlich)
  • Sauce/Dressing (Unterzutaten + oft neue Allergene)

Für zusammengesetzte Zutaten muss die sub-Zutatenliste in Klammern mit angezeigt werden auf dem Etikett. Ändern sich Zutaten oder Lieferanten, so muss auch die sub-Zutatenliste ausgetauscht werden. 

Rezepturen ändern sich ständig – oft ohne dass es jemand als „Rezeptänderung“ wahrnimmt. Typische Änderungen:

  • anderes Brot (neuer Lieferant → neue Unterzutaten/Allergene)
  • Käse gewechselt
  • anderes Dressing („heute schnell eins aus dem Großhandel“)
  • Grammaturen angepasst („mehr Käse, weniger Schinken“)
  • Garnitur ersetzt („Tomate aus, Gurke rein“)

Ändert man selbst die Rezeptur (weil man beispielsweise eine Zutat von einem anderen Lieferanten nutzt), so kann sich ebenfalls die Zutatenliste und Allergenkennzeichnung ändern. 

Lösungswege: Laboranalyse, Eigenberechnung oder Rezeptrechner

Wenn es um Nährwerte, Zutatenliste und Allergene geht, landen Betriebe in der Praxis meist bei drei Wegen. Zwei sind „machbar“, aber teuer oder fehleranfällig.

A) Laboranalyse

Eine Laboranalyse liefert sehr genaue Werte. Das ist attraktiv, wenn du ein Produkt lange unverändert verkaufst (standardisiert, hohe Stückzahl).

Der Haken: Rezepturen ändern sich ständig (Brotlieferant, Grammaturen, Sauce). Labor ist teuer und langsam – und löst außerdem nicht automatisch die Zutatenliste/Allergenlogik aus Unterzutaten.

B) Eigenständige Berechnung (Excel & Co.)

Viele starten mit Excel – verständlich. Es kostet erstmal wenig.

Das Problem: Sobald Unterzutaten, Rundungen, Roh-/Endgewichte, Portionsumrechnungen, Lieferantenwechsel und Varianten dazu kommen, wird Excel zum Dauerprojekt. Fehler passieren leise: geändertes Brot → neue Allergene → irgendwo bleibt ein Feld unverändert → Etikett/Aushang ist falsch.

C) Rezeptrechner: Nährwerte + Kennzeichnung + Etikettenausgabe in einem Workflow

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir, die Alltagsprobleme der Lebensmittelkennzeichnung strukturiert anzugehen. Wir helfen Betrieben, Zeit und Kosten zu sparen bei der Kennzeichnung und Rezeptverwaltung. 

Software hat den Vorteil gegenüber Excel, dass man Zusammenhänge viel dynamischer darstellen kann. Da es sich um eine webbasierte Software handelt, können Nutzer von überall auf die Rezepturen zugreifen.

Wichtig: Wir verwalten nicht nur fertige Rezepturen, sonderen ermöglichen eigene Rezepte (Zutaten und Mengen) einzugeben. Für die Zutaten stehet eine zentrale Datenbank zur Verfügung mit Nährwerten und Allergenkennzeichnung. Eigene Produkte vom Lieferanten mit sub-Zutatenliste (Textform)  können im eigenen Konto hinterlegt werden. 

„Wir haben doch ein PIM-System“

Viele größere Betriebe nutzen bereits ein PIM-System (Product Information Management). Das ist stark für Produktstammdaten: Artikelnummern, Bezeichnungen, Bilder, Packmittel, Texte, Kanäle, Konsistenz über Sortimente hinweg.

Der Knackpunkt: Ein PIM denkt meist in Produkten, nicht in Rezepturen. Es kann Kennzeichnungsinfos speichern – aber berechnet in der Regel nicht automatisch aus der Rezeptlogik:

  • Nährwerte (aus Zutaten + Mengen)

  • Zutatenliste in Reihenfolge (aus Gewichtsanteilen)

  • Allergene (aus Zutaten/Unterzutaten)

  • Varianten („heute anderes Brot“, „ohne Sauce“, „extra Käse“)

Das führt schnell zu manueller Pflege: Nach jeder Rezeptänderung müssten die Daten im PIM nachgezogen werden. Genau dort entstehen dann die typischen Fehler.

Praxis-Fazit: PIM ist super für Produktdaten. Für Rezeptlogik und Kennzeichnungsableitung brauchst du meist ein rezepturnahes System – und kannst die finalen Angaben bei Bedarf ins PIM übernehmen.

So funktioniert’s mit dem Rezeptrechner in der Praxis

Zunächst benötigt man einen Zugang zur Rezeptrechner Software. Hierzu registriert man sich. Nach der Registrierung können Nutzer einige Funktionen auch kostenfrei ausprobieren. Für die vollständige Nutzung benötigt man eine Jahreslizenz. Diese kann man direkt online buchen. Hier geht’s zur Preisübersicht.

Schritt 1: Zutaten anlegen 
Du hast zwei Wege (und kannst sie kombinieren):

  • Nährwertdatenbank nutzen: Standardzutaten sind bereits verfügbar in der Software und direkt nutzbar.

  • Eigene Lieferantenzutaten pflegen: Zutaten von bestimmten Lieferanten (z. B. genau dieser Schinken / dieses Baguette / dieser Käse) legst du mit den Nährwerten aus dem Datenblatt an – optional inkl. Zutatenlisten/Unterzutaten.

Schritt 2: Rezept eingeben – Mengen, Komponenten, Varianten
Du erfasst dein Rezept mit Grammangaben (z. B. „Baguette, Butter, Schinken, Käse, Salat, Tomate“). Varianten lassen sich strukturiert abbilden (z. B. „ohne Butter“, „mit Gurke statt Tomate“).

Komponenten (z.b. Saucen, Dressings etc.) können zunächst als Rezeptur eingegeben werden und im Anschluss in eine Zutat umgewandelt werden. Das hat den Vorteil, dass man die gleiche Rezeptur dann mehrfach in verschiedenen Rezepturen einsetzen kann.

Schritt 3: Etiketten Generator öffnen
Sobald das Rezept steht, berechnet Rezeptrechner automatisch:

  • Nährwerttabelle pro 100 g (Standard); optional auch pro Portion/Stück (je nach Bedarf)

  • Zutatenliste in der richtigen Reihenfolge (nach Gewichtsanteil)

  • Allergenkennzeichnung (auf Basis der gepflegten Zutaten)

  • und – wenn Unterzutaten vorhanden sind – eine deutlich belastbarere Zutatenliste als „Brot, Schinken, Käse“.

Schritt 4: Etikett im gewünschten Layout erstellen
Etikettenfelder (Produktname, Gewicht, Datum/MHD bzw. „zu verbrauchen bis“, Lagerhinweis, Herstellerdaten usw.) gibst du im gewünschten Layout aus – kompakt für Tagesware oder ausführlicher, wenn nötig.

Schritt 5: Drucken: Etikettendrucker für den Alltag oder professioneller Druck
Für belegte Brötchen mit kurzer Haltbarkeit ist oft ein einfaches weißes Etikett ideal: schnell, sauber, günstig. Deshalb lohnt sich häufig ein eigener Etikettendrucker.
Wir arbeiten hier mit Brother zusammen und können passende Drucker empfehlen. Professioneller Druck lohnt sich eher für Produkte mit längerer Laufzeit und stabilen Rezepturen.

Mehr dazu auch im Artikel: Welcher Etikettendrucker für Lebensmittel 

Etikettendrucker Brother für Lebensmittel 4 Zoll

Kalkulation für belegte Brötchen

Mit der Rezeptrechner Software kannst du auch die Kalkulation für belegte Brötchen durchführen. Das heißt, du kannst sowohl den Wareneinsatz als auch die Verkaufspreise kalkulieren. Dazu kann man zentral Rohstoffpreise für die einzelnen Zutaten in der Software erfassen. Es wird automatisch der Wareneinsatz berechnet. Außerdem kann man FixkostenAufschläge hinterlegen oder per Deckungsbeitragsquote den gewünschten Verkaufspreis auf Profitabilität prüfen. Eine Schritt für Schritt Anleitung für die Kalkulation von belegten Brötchen findest du in diesem Artikel. 

Anleitung Kalkulation belegtes Brötchen Gastronomie
Wurst im Glas – Etiketten erstellen

Wurst im Glas – Etiketten erstellen

Du produzierst Lebensmittel und verkaufst sie im eigenen Hofladen, an Verkaufsautomaten oder im Einzelhandel? Dann bist du gesetzlich verpflichtet, deine Produkte richtig zu kennzeichnen. Das bedeutet, auf jedem Lebensmittel müssen bestimmte Pflichtangaben enthalten sein. Das Erstellen solcher Lebensmitteletiketten mit den notwendigen Informationen bedeutet für viele Betriebe einen erheblichen Zeit- und Kostenaufwand. Insbesondere die Ermittlung von Inhaltsstoffen und Nährwerten verursacht oft hohe Kosten, da Betriebe diese Analysen meist in teuren Laboren durchführen lassen. Hat man erst einmal die notwendigen Daten zur Hand, müssen diese noch im korrekten Layout auf das Etikett gebracht werden. Viele Betriebe übernehmen diese aufwendige Arbeit selbst oder beauftragen teure Marketing-Agenturen.

Zeit und Kosten sparen mit der Rezeptrechner Software

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir kleinen und mittelständischen Betrieben, ihre Lebensmittelkennzeichnung und die Erstellung von Etiketten einfacher, schneller und kostengünstiger zu gestalten. Unsere webbasierte Rezeptverwaltungssoftware ermöglicht dir nicht nur die strukturierte Verwaltung deiner Rezepte, sondern berechnet auch automatisch Nährwerte und Inhaltsstoffe. Dafür benötigst du lediglich deine Zutaten und Mengen gemäß deiner Rezeptur. Da unsere Software mit einer umfassenden Nährstoff-Datenbank verbunden ist, erhältst du automatisch generierte Nährwerttabellen in deinem gewünschten Format. Etiketten kannst du entweder vollständig oder in Teilen (z. B. nur die Nährwerttabelle) herunterladen und direkt drucken.

Lebensmittel Etiketten erstellen

Mit dem Etiketten Generator vom Rezeptrechner kann man auf Basis der Rezepte (Zutaten und Mengen) die vollständige Kennzeichnung erstellen und automatisch in Form eines Etiketts generieren. 

 

In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du unsere Software nutzt – am praktischen Beispiel „Wurst im Glas“. Gerade in der Direktvermarktung ist dies ein sehr typischer Anwendungsfall. Mittlerweile bieten wir zusätzlich Lösungen für Kalkulationen (Kosten, Preise), weshalb auch Betriebe aus der Gastronomie, Konditoreien und Gemeinschaftsverpflegung zu unseren zufriedenen Nutzern zählen. Als kleine Manufaktur oder Hofladen bist du also in bester Gesellschaft!

Nutzung der Rezeptrechner Software am Beispiel „Wurst im Glas“

Hast du bereits einen Rezeptrechner PRO Business Zugang, dann kannst du direkt mit dem nächsten Abschnitt weitermachen. Hast du noch keinen Rezeptrechner PRO Business Zugang, so kannst du die Software zunächst kostenlos ausprobieren.

Kostenlose Variante zum Ausprobieren

Einige Funktionen, wie die Rezepteingabe, kannst du übrigens auch kostenlos testen.

Schritt 0: Registrieren

Dazu musst du dich lediglich über folgenden Link registrieren und anschließend den Anweisungen in der Bestätigungs-E-Mail folgen.

Per E-Mail bekommst du den Link zur kostenlosen Version vom Rezeptrechner zum Ausprobieren.

Schritt 1: Anmelden

Dort meldest du du dich oben rechts über den Login Button an. Im Anschluss kannst du mit der Rezepteingabe starten.

 

Rezeptrechner Software ausprobieren

Beim Start und dem Umgang mit der Rezeptrechner Software kann dir die Video Anleitung zum kostenlosen Ausprobieren helfen. 

Schritt 2: Zutaten auswählen

Bei der Rezepteingabe starte mit einem einfachen Begriff wie „Schwein“ wenn du beispielsweise nach einem bestimmten Schweinefleisch suchst. Es werden dir Optionen aus unserer Datenbank angezeigt. Wähle eine passende Option aus.

In der kostenlosen Variante kannst du die Zutaten mit dem orangenen S ausprobieren. Mit dem Rezeptrechner PRO Business bekommst du Zugang zu bis zu 10.000 weiteren Zutaten aus dem Bundeslebensmittelschlüssel.

Fehlen Zutaten?

Sollten spezielle Zutaten deines Lieferanten in unserer Datenbank fehlen, kannst du später in der PRO Business Version eigene Zutaten inklusive Nährwerte ergänzen. Diese erscheinen anschließend mit einem schwarzen „E“ bei der Zutatensuche.

Schritt 3: Menge und weitere Zutaten eingeben

Nachdem man die erste Zutat ausgewählt hat, kann man die Menge eingeben. Gib die Menge für ein Basisrezept ein. Im Anschluss verfahre so mit weiteren Zutaten. Im unteren Bereich kannst du bereits eine Nährwerttabelle sehen und die Nährwerte pro 100g ablesen.

Nährwertkennzeichnung Wurst im Glas

Tipp: Importfunktion zur schnelleren Rezepteingabe

Noch schneller klappt die Rezepteingabe mit unserer Importfunktion. Hiermit kannst du direkt vollständige Zutatenlisten mit Mengen einfügen. Wir machen dann automatisch Vorschläge aus unserer Datenbank. So sparst du noch mehr Zeit bei der Rezepteingabe. An einigen Stellen muss man in der kostenlosen Variante noch nachbessern, weil hier nur mit der kleinen Datenbank gearbeitet wird. Aber dies dient ja primär zu Demo-Zwecken.

Klicke im Anschluss auf Fertigstellen, damit das Rezept übernommen wird. 

Schritt 4: Rezept speichern

Nachdem du dein Rezept erstellt hast, kannst du dieses speichern. Im Anschluss landet dein Rezept in deiner persönlichen Rezeptdatenbank. Von hier aus würde man nun in der PRO Business Version auch Etiketten, Rezeptblätter oder eine Produktspezifikation erstellen können. Wie genau das im Rezeptrechner PRO Business aussieht, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Rezeptdatenbank Rezeptrechner

Rezeptrechner PRO Business Zugang

Um die Rezeptrechner Software zu nutzen, benötigst du eine Jahreslizenz, den sogenannten Rezeptrechner PRO Business Zugang. Diese Lizenz ist mit einem klassischen Abonnement vergleichbar – allerdings ohne die typischen Nachteile eines Knebelvertrags. Bei uns erhältst du Zugriff für volle 365 Tage ab Buchung. Sieben Tage vor Ablauf bekommst du eine Erinnerung, und du kannst bis einen Tag vor der Verlängerung jederzeit problemlos kündigen.

Den Rezeptrechner PRO Business Zugang kannst du später jederzeit auf unserer Preise Seite direkt online buchen.

Im Folgenden erkläre ich den Prozess anhand des Rezeptrechner PRO Business Zugangs. In der kostenfreien Variante sieht die Oberfläche minimal anders aus, das Prinzip bleibt jedoch identisch.

Schritt 1 (PRO): Rezepteingabe

Starte mit der Eingabe deines Rezepts. Erstelle ein neues Rezept und suche im oberen Bereich nach deinen Zutaten. Die Software schlägt dir automatisch passende Zutaten aus unserer Datenbank vor. Wenn du beispielsweise Schweineschulter verwendest, suche zunächst nach „Schwein“ und wähle dann das passende Teilstück aus. Gib anschließend die jeweilige Menge an. Diesen Prozess wiederholst du für alle Zutaten deines Rezepts.

Übrigens spielt es keine Rolle, wie groß dein Rezept angelegt ist: Die Nährwerte werden automatisch pro 100 g berechnet, unabhängig von der Gesamtmenge.

Noch schneller klappt die Rezepteingabe mit unserer Importfunktion. Damit kannst du Zutatenlisten inklusive Mengen automatisch eingeben lassen. Hier und da kann es erforderlich sein, einzelne Zutaten anzupassen – dennoch sparst du dir viel Zeit gegenüber der manuellen Eingabe.

Nach Eingabe aller Zutaten speicherst du dein Rezept. Falls dein Produkt bei der Verarbeitung (z. B. beim Kochen oder Backen) Gewicht verliert, kannst du direkt den Reduktionsfaktor eintragen. Beispiel: Bleiben von ursprünglich 2 kg Wurst nach der Zubereitung nur noch 1,8 kg übrig, beträgt der Reduktionsfaktor 0,9 (1,8 kg / 2,0 kg).

Schritt 2 (PRO): Etiketten-Generator öffnen & Layout erstellen

Im nächsten Schritt öffnest du den Etiketten-Generator. Hier siehst du bereits die fertig ermittelte Nährwerttabelle und Zutatenliste.

Lebensmitteletiketten erstellen

Schritt 3 (PRO): Inhalt anpassen (z.B. Zutatenliste, QUID)

Im Reiter Inhalt kann man noch ein paar Schönheitsfehler beheben.

Extra Tipp: Synonyme 

In der Zutatenliste werden standardmäßig zunächst die Zutaten-Namen aus unserer Datenbank angezeigt (Beispiel: Schwein Schulter (Bug) roh). Um das anzupassen, kann man für die verschiedenen Zutaten selbstgewählte Synonyme verwenden (Beispiel: Schweinefleisch). Die Synonyme hinterlegt man in der eigenen Zutatenliste. Wählt man das Häkchen „Synonyme verwenden“ im Profil, dann wird automatisch das Synonym in der Zutatenliste vom Etikett genutzt. Wie genau man Synonyme hinterlegt, wird in diesem Video erläutert. 

Schritt 4 (PRO): Layout anpassen (z.B. Größe, Breite)

Im Reiter Layout kann man ein eigenes Layout erstellen. Die Größe und Breite vom Etikett kann angepasst werden. Auch die Schriftgröße kann noch individuell verändert werden. Das Layout kann einmal als Vorlage gespeichert werden und später auch für andere Rezepte ausgewählt werden.

Schritt 5 (PRO): Etikett als Bild-Datei (PNG, JPG) oder PDF herunterladen

Sobald du mit dem Etikett zufrieden bist, speichere deine Eingaben. Nun kannst du dein Etikett als Bilddatei (PNG, JPG) oder PDF herunterladen und ausdrucken.

Etiketten für Wurst im Glas drucken – verschiedene Möglichkeiten

Wenn du mit deinem Etikettenlayout zufrieden bist, kannst du das fertige Etikett nun drucken. Dazu hast du mehrere Optionen:

Variante A: Professioneller Druckservice

Lade das vollständige Etikett als PNG mit transparentem Hintergrund herunter und lasse es professionell drucken.

Viele Direktvermarkter nutzen dazu den Druckservice vom Bioserviceteam.

Hier erhältst du hochwertige Etiketten in wenigen Tagen – mit oder ohne BIO-Logo.

Variante B: Nährwerttabelle als Bild ergänzen

Einige Betriebe nutzen eine Kombination aus professioneller Vorlage und selbst eingefügten Daten. Du kannst beispielsweise eine Vorlage vom Bioserviceteam verwenden, in die du dann manuell variable Daten wie die Zutatenliste einfügst. Die von der Rezeptrechner Software erstellte Nährwerttabelle kannst du dabei unkompliziert integrieren und anschließend die fertigen Etiketten drucken.

Variante C: Eigenständiger Druck als Bilddatei

Lade das vollständige Etikett als PDF herunter und drucke es direkt auf blanko Etiketten mit Hilfe eines eigenen Etikettendruckers. Diese Variante eignet sich insbesondere für Produkte mit kurzer Haltbarkeit.

Mehr zum Drucken mit einem eigenen Etikettendrucker erfährst du in den folgenden Artikeln:

Wenn noch viel experimentiert wird, dann kann ein eigenes Etikettendrucker Flexibilität bringen. Für professionellere Etiketten mit hochauflösenden Bildern empfiehlt es sich, einen Druckservice zu nutzen.

Speiseeis Kennzeichnung

Speiseeis Kennzeichnung

Speiseeis Kennzeichnung & Etiketten erstellen – so geht’s!

Die Herstellung von hochwertigem Speiseeis ist für viele Manufakturen eine echte Herzensangelegenheit. Doch während Rezepturen sorgfältig perfektioniert werden, sorgt das Thema „Lebensmittelkennzeichnung“ oft für Kopfschmerzen. Gerade beim Verkauf von verpacktem Speiseeis gelten in Deutschland und der EU strenge Vorschriften. In diesem Artikel erläutere ich, welche Pflichtangaben bei der Speiseeis Kennzeichnung auf dem Etikett abgebildet sein müssen, wie man diese Daten generieren kann und welche Lösung sich gut eignet um Etiketten für das Speiseeis zu erstellen und zu drucken.

Speiseeis Kennzeichnung & Etiketten erstellen

Mehr Sicherheit bei der Kennzeichnung

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir Manufakturen, Zeit & Kosten zu sparen bei der Lebensmittelkennzeichnung, Nährwertberechnung und Rezeptverwaltung. Es handelt sich um eine webbasierte Software zur Rezeptverwaltung. Man kann Rezepte (Zutaten und Mengen) in die Software einpflegen. Durch die Anbindung eine eine entsprechende Nährwertdatenbank können automatisch Nährwerte berechnet werden. Außerdem wird direkt eine Nährwerttabelle generiert und die Zutatenliste mit Inhaltsstoffen erstellt. So kann in wenigen Minuten das erste Etikett zur Kennzeichnung vom Speiseeis erstellt werden. Einige Funktionen können auch kostenlos ausprobiert werden, wenn man sich entsprechend registriert.

Speiseeis Pflichtangaben auf dem Etikett

Gemäß der Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) müssen zahlreiche Angaben auf dem Etikett enthalten sein:

  • Zutatenliste: Alle Zutaten müssen in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils aufgeführt werden.
  • Allergene: Allergene Zutaten (z.B. Milch, Eier, Nüsse) müssen hervorgehoben, meist durch Fettdruck oder Unterstreichung, deutlich erkennbar sein.
  • Nährwertangaben: Verpflichtend sind Angaben zu Energie, Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz je 100 g oder 100 ml. Die Nährwerte pro 100g sind Pflicht. (siehe auch Nährwertangaben Tabelle)
  • Nettofüllmenge: Die genaue Menge des Produkts (in Gramm oder Milliliter) muss angegeben werden.
  • Herstellerangaben: Name und Anschrift des Herstellers oder des verantwortlichen Unternehmens sind verpflichtend.
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: Angabe bis zu welchem Datum das Produkt mindestens haltbar ist.

Wie kann man die Pflichtangaben ermitteln?

Die Pflichtangaben für das Etikett lassen sich grundsätzlich auf zwei Wegen ermitteln: durch Laboranalysen oder durch rechnerische Ermittlung. Bei Laboranalysen muss man locker mit 60 – 100€ pro Analyse rechnen. Wer viele verschiedene Eis-Sorten anbietet, muss hier also mit erheblichen Kosten rechnen. Die LMIV erlaubt aber auch ausdrücklich die eigenständige rechnerische Ermittlung der Nährwerte auf Basis der verwendeten Zutaten. Die eigenständige Nährwertberechnung, Allergenkennzeichnung und Zutatenlisten-Sortierung ist natürlich ebenfalls mit Aufwand verbunden. Genau hier setzt unsere Rezeptrechner Software an. Wir helfen, Zeit & Kosten zu sparen bei der Ermittlung der Kennzeichnung. Statt mühsam Excel-Tabellen zu jonglieren, gibt man einfach seine Rezepte inklusive Zutaten und Mengen in die webbasierte Software ein. Die Software erledigt dann automatisch die Nährwertberechnung, erstellt eine übersichtliche Zutatenliste mit Allergenen in korrekter Reihenfolge und ermöglicht die unkomplizierte Erstellung LMIV-konformer Etiketten. Wie genau das funktioniert, erfährst du im nächsten Abschnitt.

So funktioniert’s in der Praxis mit dem Rezeptrechner

Bei der Rezeptrechner Software handelt es sich um eine webbasierte Software zur Kennzeichnung, Rezeptverwaltung und Kalkulation. Du kannst damit also neben der Kennzeichnung auch direkt Kosten und Preise für deine Produkte kalkulieren. Der Vorteil ist außerdem, dass du deine Rezepte strukturiert alle an einem Ort hast. Da es sich um eine webbasierte Software handelt, kannst du jederzeit überall darauf zugreifen. Mit deinen Online Zugangsdaten meldet man sich an und kann die Rezepte am PC, IPad oder auch mobile aufrufen.

Einige Funktionen für den Desktop kann man auch kostenlos ausprobieren, indem man sich hier registriert. Für die Nutzung der Vollversion benötigt man eine Jahreslizenz, die sich nach 365 Tagen immer verlängert. Man kann natürlich dennoch jederzeit kündigen. Die Jahreslizenz zur Vollversion kann ebenfalls direkt online gebucht werden. Die Preise sind sehr fair gestaltet und richten sich insbesondere an kleine und mittlere Betriebe, die keine komplexe Warenwirtschaftssysteme nutzen wollen.

Im nächsten Schritt gibt’s eine Anleitung, die Schritt für Schritt erläutert, wie man mit der Rezeptrechner Software die Kennzeichnung für Speiseeis erstellen kann. Dies setzt also vorraus, dass man bereits einen Rezeptrechner PRO Business Zugang hat.

Schritt 1: Rezepteingabe

Zunächst gibt man die Rezepte in die Software ein. Man bekommt automatisch Zugang zu einer Zutaten- und Nährwertdatenbank, die die Rohstoffe und die Nährwertangaben enthält (Bundeslebensmittelschlüssel). Man wählt passende Zutaten aus der Datenbank aus und gibt die Menge für ein Basisrezept dazu ein (z.B. 400g Erdbeeren frisch). So verfährt man, bis das Basisrezept vollständig ist. Findet man bestimmte Zutaten nicht in der Datenbank, so kann man auch eigene Artikel mit Nährwerten vom Lieferanten im Konto mit eingeben und verwenden.

Rezeptverwaltung Speiseeis & Kennzeichnung

Schritt 2: Rezept speichern

Nun speichert man das Rezept. Wer möchte kann noch die Anzahl der Portionen mit angeben.

Beim Speiseeis gilt es zudem, den sogenannten Reduktionsfaktor zu beachten: Anders als beim Kochen, wo ein Flüssigkeitsverlust eintritt und der Reduktionsfaktor kleiner als 1,0 ist, erhöht sich beim Gefrieren von Eis das Volumen, während das Gewicht gleich bleibt. Somit bleibt bei der Kennzeichnung der Nährwerte pro 100 g der Reduktionsfaktor bei 1,0. Wenn allerdings eine Angabe pro 100 ml gewünscht ist, liegt der Reduktionsfaktor etwas über 1,0. Gesetzlich erlaubt sind bei Speiseeis beide Kennzeichnungen, also Nährwertangaben pro 100 g oder pro 100 ml.

Schritt 3: Etiketten Generator öffnen

Nachdem man sein Rezept gespeichert hat, kann bereits der Etiketten Generator geöffnet werden. Es wird automatisch ein Standard-Etikett mit den typischen Pflichtangaben erstellt. Man kann aber auch Angaben ausblenden, weitere Angaben (z.B. die BIO Kennzeichnung) ergänzen und das Layout vom Etikett ändern. Ebenso kann man die Nährwerttabelle vom Speiseeis ausblenden. Das ist besonders dann praktisch, wenn man das Speiseeis als lose Ware in der Eisdiele verkauft und nur einen kleinen Zettel mit den Inhaltsstoffen und/ oder Allergenkennzeichnung angeben möchte.

Die Angaben auf dem Etikett können auch noch angepasst werden. So kann man beispielsweise die Zutatenliste noch etwas überarbeiten. Wichtig ist, dass man außerdem ggf. noch die QUID Kennzeichnung auswählt. Für bestimmte Zutaten wie z.B. die Erdbeeren im Erdbeereis muss angegeben werden, wie viel Prozent Erdbeeren im Eis enthalten sind. Die Prozentangabe (QUID) wird automatisch berechnet, aber man muss manuell einmal die Zutaten auswählen, für die die QUID-Angabe erscheinen soll.

Speiseeis Kennzeichnung & Etiketten erstellen

Schritt 4: Etiketten drucken

Sobald man mit dem Layout vom Etikett zufrieden ist, kann man dieses als Bilddatei (PNG, JPG) oder PDF herunterladen und ausdrucken. Eine PNG Datei ist vor allem praktisch, wenn man einen transparenten Hintergrund benötigt, weil man das Bild auf ein vorgedrucktes Etikettenpapier drucken möchte. Das PDF ist das kompatibelste für die meisten Etikettendrucker. JPG ist sehr gut geeignet, wenn man vorher einen farbigen Hintergrund für sein Etikett gewählt hat.

Im nächsten Abschnitt gehe ich auch nochmal etwas genauer darauf ein, wie man das Etikett am besten drucken kann. Vorher jedoch nochmal ein kurzer Schweif zur Kennzeichnung und eine Frage, die viele Betriebe und Eisdielen beschäftigt.

Was passiert, im Falle einer Prüfung der Kennzeichnung?

Die eigenständige rechnerische Ermittlung der Nährwerte ist laut LMIV explizit erlaubt und stellt neben einer Laboranalyse eine absolut zulässige Methode dar. Entscheidend ist letztlich nicht, wie die Daten ermittelt wurden, sondern ob diese den tatsächlichen Werten entsprechen. Im Falle einer amtlichen Prüfung werden Deklarationen durch Laborproben überprüft. Dabei sind kleinere Abweichungen völlig normal, denn natürliche Zutaten schwanken in ihren Nährwerten immer etwas. Die LMIV berücksichtigt dies und definiert bestimmte Toleranzen, innerhalb derer sich solche Abweichungen bewegen dürfen. Weitere Informationen dazu finden sich im Leitfaden zum Prüfverfahren nach LMIV.

Etiketten selber drucken oder professionell drucken lassen?

Sind die Etiketten mit der Software erstellt, lassen sich diese unkompliziert als Bilddateien (PNG oder JPG) oder auch als PDF-Dateien herunterladen. Je nach Bedarf können Manufakturen diese Vorlagen anschließend entweder selbst drucken (siehe Etiketten selber drucken) oder an eine professionelle Druckerei weitergeben.

Entscheiden sich Eisproduzenten für den Etikettendruck vor Ort, ist die Wahl des richtigen Druckverfahrens entscheidend. Thermotransfer- oder Thermodirekt-Drucker sind hier die beste Wahl, denn sie verhindern das Verwischen der Etiketten durch Feuchtigkeit oder Kondensation, wie es bei Eisverpackungen häufig vorkommt. Ein herkömmlicher Tintendrucker ist aufgrund der Verwischgefahr nicht optimal geeignet. Ebenfalls wichtig: die Wahl zwischen Endlos-Etikettenpapier oder vorgestanzten Etikettenrollen sowie die richtige Auflösung in den Druckeinstellungen für ein perfektes Druckergebnis. Bei diesem Thema findest du vertiefende Informationen in diesem Artikel: Welcher Etikettendrucker für Lebensmittel?

Alternativ besteht natürlich die Möglichkeit, die Etikettendateien direkt an eine professionelle Druckerei weiterzugeben. Hier lassen sich die Bilddateien einfach hochladen und dann Papierqualität, Formate und weitere Details individuell bestimmen. Diese Option eignet sich besonders, wenn größere Mengen benötigt werden oder ein besonders hochwertiges Finish gewünscht ist. Mehr dazu findest du auch im Artikel Lebensmitteletiketten drucken.

Fazit: Die Lebensmittelkennzeichnung für Speiseeis-Manufakturen muss keine Herausforderung sein. Mit dem Rezeptrechner erhalten Eisproduzenten eine einfache, effiziente und vor allem sichere Möglichkeit, ihre Produkte LMIV-konform zu etikettieren – und können sich so wieder ganz auf das Wesentliche konzentrieren: Das Kreieren einzigartiger Eiskreationen.

Zutatenliste Reihenfolge

Zutatenliste Reihenfolge

Zutatenliste Reihenfolge

Die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) regelt die Kennzeichnung von Lebensmitteln in der EU. Sie stellt sicher, dass Verbraucher alle relevanten Informationen zu einem Lebensmittel erhalten. Ein zentrales Element der Kennzeichnungspflicht ist die Zutatenliste. Unternehmen in der Lebensmittelbranche müssen die Zutatenliste Reihenfolge korrekt angeben, um Transparenz zu schaffen und den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. Wie man viel Zeit sparen kann beim Zusammenfassen von komplexen Zutatenlisten erfährst du hier am Beispiel Pralinen Mischung: Zutatenliste für Pralinen zusammenfassen.

Zeit sparen beim Zutatenliste erstellen

Mit der Rezeptrechner Software können Lebensmittelproduzenten viel Zeit und Kosten zu sparen beim Erstellen der Zutatenliste. Die Zutatenliste wird automatisch in die richtige Reihenfolge gemäß LMIV gebracht. Außerdem wird auch auf die weitere Formatierung geachtet. So bekommt man Vorschläge zur Kennzeichnung der Allergene. Diese werden fett hervogehoben. Ebenso kann man die QUID-Prozentangabe direkt berechnen lassen. Im Anschluss kann man die Zutatenliste oder ein vollständiges Lebensmittel Etikett mit allen Pflichtangaben herunterladen und ausdrucken.

Zutatenliste für Lebensmittel Etikett erstellen

Das sollten Lebensmittelhersteller bei der Zutatenliste beachten

Lebensmittelhersteller müssen bei der Kennzeichnung ihrer Lebensmittel viele Details beachten, um die LMIV-Vorgaben zu erfüllen. Die wichtigsten Punkte im Überblick (siehe auch LMIV Zutatenliste):

  • Zutatenliste Reihenfolge: Die Zutaten müssen nach ihrem Gewichtsanteil im Produkt absteigend aufgelistet werden. Die Hauptzutat steht an erster Stelle, die am wenigsten enthaltene Zutat an letzter.
  • Allergene hervorheben: Allergene wie Gluten, Milch oder Nüsse müssen in der Zutatenliste fettgedruckt oder anderweitig deutlich hervorgehoben sein.
  • Zutaten: Die Kennzeichnung der Zutatenliste beginnt immer mit den Worten „Zutaten:“
  • Kennzeichnung als Zusatzstoffe: Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel, Farbstoffe oder Geschmacksverstärker müssen entweder mit ihrem Funktionsnamen und der E-Nummer (z. B. „Antioxidationsmittel E300“) oder dem genauen Namen (z. B. „Ascorbinsäure“) angegeben werden.
  • QUID-Kennzeichnung: Angabe des prozentualen Anteils bestimmter Zutaten, wenn diese in der Bezeichnung des Produkts, auf der Verpackung hervorgehoben oder charakteristisch für das Lebensmittel sind
     

Durch Einhaltung dieser Punkte erfüllen Hersteller die gesetzlichen Anforderungen an die Zutatenliste.

Zutatenliste generieren mit der Rezeptrechner Software

Automatische Zutatenliste erstellen

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir Lebensmittel Herstellern und Direktvermarktern Zeit & Kosten zu sparen bei der Lebensmittelkennzeichnung. Dazu muss man lediglich die Rezepte (Zutaten und Mengen) in die Software eingeben.

Die Reihenfolge der Zutatenliste und die Menge vom Basisrezept spielen dabei keine Rolle. Die Software generiert die richtige Reihenfolge der Zutatenliste im nächsten Schritt automatisch (siehe auch Zutatenliste erstellen).

Außerdem bekommt man auch sofort Vorschläge zur Allergenkennzeichnung in fett markiert. Auf Knopfdruck kann für bestimmte Zutaten die QUID-Prozentangabe ermittelt werden. Mehr dazu auch unter Zutatenliste für Lebensmittel erstellen.

Zutatenliste aus Rezept erstellen

Endlose Zutatenliste zusammenfassen

Tauchen Zutaten mehrfach auf oder hat man komplexe Zusammensetzungen (z.B. Sushi Kennzeichnung oder Pralinenschachtel), so entstehen oftmals endlose Zutatenlisten. Diese enlosen Zutatenlisten kann man zusammenfassen mit der Rezeptrechner Software. Die Reihenfolge der Mengenangabe wird dabei weiterhin berücksichtigt und auch die Allergenkennzeichnung bleibt erhalten. Mehr dazu auch unter Pralinen herstellen und verkaufen.

Etiketten erstellen & Drucken

Mit der Rezeptrechner Software werden auch automatisch die Nährwertangaben berechnet. Man kann dann ein Etikett für das Lebensmittel erstellen. Dabei entscheidet man selbst, ob nur die Zutatenliste oder auch die Nährwerttabelle auf dem Lebensmitteletikett zu sehen sein soll (siehe auch Nährwerttabelle Rechner). Das Etikett kann man dann als Bilddatei (PNG, JPG) oder PDF herunterladen. Mit einem passenden Etikettendrucker kann die Zutatenliste dann auch direkt ausgedruckt werden.

Zutatenliste für Lebensmittel Etikett erstellen

Umgang mit Sub-Zutatenlisten

Wenn ein Lebensmittelbestandteil selbst aus mehreren Zutaten besteht, spricht man von einer Sub-Zutatenliste. In solchen Fällen müssen die Unterzutaten des Bestandteils ebenfalls in der Zutatenliste aufgeführt werden, um vollständige Transparenz zu gewährleisten. Hier einige Grundregeln:

  • Detaillierte Auflistung: Die Sub-Zutaten werden direkt nach der Hauptzutat in Klammern angegeben. Beispiel: „Schokolade (Zucker, Kakaobutter, Kakaomasse, Milchpulver)“.
  • Reihenfolge beachten: Auch in der Sub-Zutatenliste gilt die Mengenreihenfolge. Die Zutaten innerhalb des Bestandteils müssen also ebenfalls absteigend nach Gewicht geordnet sein.
  • Kennzeichnung von Allergenen: Allergene in Sub-Zutaten müssen ebenfalls hervorgehoben werden (z. B. fettgedruckt), um sie für Verbraucher leicht erkennbar zu machen.
  • Ausnahmen für kleine Anteile: Bei einigen Zutaten, die in sehr kleinen Mengen im Endprodukt vorkommen (meist unter 2 %), kann die Sub-Zutatenliste entfallen. Dies gilt insbesondere, wenn die Zutaten keinen nennenswerten Einfluss auf das Endprodukt haben. Die genauen Ausnahmen variieren jedoch je nach Produkt und nationalen Vorschriften

Sub-Zutatenliste taucht in Klammern auf

Die Rezeptrechner Software erleichtert die Erstellung komplexer Zutatenlisten mit Sub-Zutatenlisten. Man kann eigene Zutaten (Lebensmittel) mit eigener sub-Zutatenliste in seinem Konto hinterlegen. Nutzt man diese für Rezepturen, so taucht im Etikett vom Lebensmittel die jeweilige sub-Zutatenliste automatisch hinter der Zutaten in Klammern auf. 

Sie sortiert automatisch nach Gewicht und hebt Allergene hervor, sodass die Sub-Zutaten korrekt und übersichtlich dargestellt werden.

Reihenfolge von zusammengesetzten Zutaten

Was gilt es neben der Reihenfolge der Zutatenliste noch zu beachten?

Neben der Zutatenliste gibt es noch mehrere wichtige Angaben, die auf dem Etikett eines verpackten Lebensmittels verpflichtend sind, um den Vorgaben der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) zu entsprechen:

  • Bezeichnung des Lebensmittels: Eine klare, allgemeine Bezeichnung, die das Produkt beschreibt (z. B. „Erdbeerjoghurt“ oder „Vollkornbrot“), damit der Verbraucher sofort weiß, um welches Lebensmittel es sich handelt.
  • Nettogewicht bzw. Füllmenge: Die Menge des Produkts muss in Gramm (g), Kilogramm (kg), Millilitern (ml) oder Litern (L) angegeben werden, damit Verbraucher den Inhalt abschätzen können.
  • Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum: Gibt an, bis wann das Produkt mindestens haltbar ist oder verzehrt werden sollte. Ein Verbrauchsdatum ist verpflichtend bei leicht verderblichen Lebensmitteln.
  • Name und Anschrift des Herstellers oder Importeurs: Diese Angabe ermöglicht es, den Hersteller oder Importeur zu identifizieren und zu kontaktieren.
  • Nährwertdeklaration: Pflicht bei den meisten verpackten Lebensmitteln. Sie gibt Aufschluss über den Energiegehalt und Nährstoffe wie Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz.
  • Allergenkennzeichnung: Allergene müssen hervorgehoben und gut sichtbar in der Zutatenliste dargestellt werden.
  • Los- oder Chargennummer: Diese ist wichtig für die Rückverfolgbarkeit und erlaubt es, das Produkt im Falle eines Rückrufs eindeutig zu identifizieren.
  • Gebrauchsanweisung: Wenn für den Verzehr eine spezielle Zubereitung erforderlich ist, muss eine Anleitung vorhanden sein.

Diese Angaben sollen den Verbraucher umfassend informieren und bei der Kaufentscheidung unterstützen. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist für Lebensmittelhersteller Pflicht, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden und Transparenz für die Verbraucher zu gewährleisten.

Wer muss eine Zutatenliste erstellen?

Alle Unternehmen, die verpackte Lebensmittel in der EU herstellen oder verkaufen, sind verpflichtet, eine vollständige und korrekte Zutatenliste zu erstellen. Diese Pflicht gilt für Hersteller von Fertigprodukten ebenso wie für kleinere Betriebe wie Bäckereien, Konditoreien oder Cafés, wenn sie Produkte verpackt anbieten (siehe auch Kuchenverkauf Zutatenliste). Auch Importeure, die Lebensmittel aus Nicht-EU-Ländern einführen, müssen sicherstellen, dass die Zutatenliste den europäischen Standards entspricht. Die Zutatenliste dient der Transparenz und ermöglicht Verbrauchern, Inhaltsstoffe und potenzielle Allergene schnell zu erkennen. Wer Lebensmittel verkauft, trägt somit eine Verantwortung für eine klare und gesetzeskonforme Deklaration der Zutaten.

Jetzt Rezepte Digitalisieren

Mit der Rezeptrechner Software erhalten Lebensmittelproduzenten ein Programm zum Rezepte digitalisieren. Man spart sich damit viel Zeit und Kosten bei der Kennzeichnung, Nährwertberechnung und Verwaltung der Rezepte. Da es sich um eine webbasierte Software handelt, kann man von überall auf die Rezepte zugreifen. Außerdem gibt’s auch eine App, über die man unterwegs auf dem Smartphone Zutatenlisten ansehen kann, Rezeptmengen umrechnen kann und ebenfalls die Nährwertangaben sehen kann.

Zutatenlisten verwalten für Rezepte und Lebensmittel