Lebensmitteletiketten drucken – Kosten

Lebensmitteletiketten drucken – Kosten

Du stellst selbstgemachte Lebensmittel her und möchtest diese nun vorverpackt verkaufen? Dann wirst du dich über kurz oder lang mit diversen Themen rund um Lebensmittelverpackung und Lebensmitteletiketten beschäftigen müssen. In meinem Hauptartikel zu Lebensmitteletiketten gehe ich noch genauer auf die Aspekte der Kennzeichnung ein. Dort erläutere ich auch einige Kriterien, anhand derer du entscheiden kannst, ob du deine Etiketten drucken lassen möchtest (bei einem professionellen Anbieter) oder ob du die Etiketten selbst mit einem Etikettendrucker drucken möchtest. In diesem Artikel möchte ich nun etwas genauer auf die Kosten für das Drucken der Lebensmitteletiketten eingehen. Ich habe dafür einmal einen Vergleich angestellt zwischen der Investition in einen Etikettendrucker oder dem Auftrag für das Drucken der Etiketten bei einem Anbieter. Am Ende des Artikel weißt du, bei welcher Druckauflage es sich lohnt, in einen eigenen Etikettendrucker zu investieren und wann professionelle Etiketten doch mehr Sinn machen.

Lebensmitteletiketten erstellen | Software

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir Lebensmittelproduzenten und Direktvermarktern Zeit und Kosten zu sparen bei der Lebensmittelkennzeichnung und Nährwertberechnung. Nutzer geben dazu ihre Rezepte (Zutaten + Mengen) in das online Programm ein. Im Hintergrund nutzt der Rezeptrechner eine große Nährwertdatenbank, den Bundeslebensmittelschlüssel. Fehlen Zutaten, können eigene Zutaten mit eigenen Nährwertangaben im Account hinterlegt werden. Im Ergebnis kann man mit der Software also zunächst einmal eine Nährwerttabelle berechnen. Im Anschluss kann man mit Hilfe vom Etiketten Generator aber auch direkt vollständige Lebensmitteletiketten erstellen. Dazu wird die Zutatenliste in der richtigen Reihenfolge sortiert. Allergene werden fett gekennzeichnet und man kann auch die QUID Angabe berechnen. Die Etiketten können dann als Datei (JPG, PNG) oder PDF heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Lebensmitteletiketten Software

Mit der Rezeptrechner Software kannst du die Lebensmittelkennzeichnung und Nährwertberechnung für deine Rezepte erstellen und daraus automatisch ein Etikett generieren und als Datei (JPG, PNG) oder PDF herunterladen.

Lebensmitteletiketten erstellen | So geht’s

In diesem Video erläutere ich Schritt-Für-Schritt wie man mit dem Etiketten Generator vom Rezeptrechner Lebensmittel Etiketten erstellen kann.
Mit der Rezeptrechner Software wird automatisch die Nährwerttabelle berechnet und die Zutatenliste in die richtige Reihenfolge gemäß LMIV Kennzeichnung gebracht. Die Allergene werden automatisch fett gekennzeichnet. 
 
Das Layout der Lebensmitteletiketten kann man individuell gestalten. Am Ende lädt man eine Bilddatei (PNG, JPG) oder ein PDF herunter. Das PDF kann man mit einem eigenen Etikettendrucker ausdrucken. Die Bilddateien eignen sich für den professionellen Druck.

Kosten beim Lebensmitteletiketten drucken

Um Lebensmitteletiketten zu drucken stehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Du kannst die Etiketten selber drucken mit einem eigenen Etikettendrucker für Lebensmittel. Oder du lässt die Etiketten bei einem Dienstleister professionell drucken.  In dem Artikel Lebensmitteletiketten drucken bin ich bereits auf die Vor- und Nachteile der beiden Möglichkeiten eingegangen.

Noch einmal kurz die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Drucken lassen hat den Vorteil…

  • Farbdruck ist möglich
  • Qualität: Hochauflösende Etiketten mit Folie
  • verschiedene Materialien: Man kann zwischen verschiedenen Folien (matt, glänzend) wählen
  • professioneller Auftritt
  • vorgestanzte (runde) Etiketten: Die Etiketten können in beliebigen Design erstellt werden und z.B. runde Etiketten sind möglich

Selber Drucken hat den Vorteil…

  • Zeitersparnis & Flexibilität: Man kann für jede Charge bedarfsgerecht Etiketten drucken
  • für Lebensmittel mit kurzer Haltbarkeit (z.B. Sushi): MHD kann mit abgebildet werden
  • Ausprobieren: Man spart sich die Lieferzeit und kann selbst ausprobieren.

Aber für das selber drucken benötigt man eben einen Etikettendrucker. Je nach Modell, kann ein Etikettendrucker für Lebensmittel schnell 400 – 600 € kosten. Dies muss beim Kosten Vergleich natürlich berücksichtigt werden.

Deswegen fragen sich viele, ob sich ein Etikettendrucker auch bereits bei einer kleinen Druckauflage lohnt?

Kostenvergleich: Lebensmitteletiketten drucken

Um die Frage zu beantworten, habe ich bei Avery Zweckform einmal verschiedene Etiketten drucken lassen. Gleichzeitig habe ich schon seit einiger Zeit einen eigenen Etikettendrucker und weiß, wie man hiermit Lebensmitteletiketten drucken kann. Um den Kostenvergleich sinnvoll anstellen zu können, müssen wir uns zunächst einmal die Kosten anschauen, die bei beiden Varianten anfallen:

Kosten – Lebensmitteletiketten drucken lassen

Lässt man Lebensmitteletiketten drucken, so sind die Kosten stark von der Druckauflage abhängig. Je mehr Etiketten man drucken lässt, desto geringer sind die Stückkosten. Wer erst einmal nur ein paar Muster für die eigenen Etiketten testen möchte, der wird vermutlich Etiketten einzeln bestellen.

Bei Avery Zweckform kann man schon kleine Auflagen ab 8 Etiketten erhalten.

Bei weniger als 50 € Bestellvolumen, muss man aber auch noch Versandkosten zahlen. So landet man bei einer kleinen Druckauflage locker bei bis zu 2,48 € pro Lebensmitteletikett (inklusive Versandkosten). 

Je höher die Druckauflage, desto eher kann man auch auf Bogenpapier oder eine Rolle ausweichen. Die Mindestbestellmenge wird hier schnell deutlich größer.

Bei 100 Etiketten Aufklebern oder mehr, zahlt man schon nur noch 0,50 € pro Aufkleber.

Und bei 1000 Etiketten sinken die Stückkosten bereits auf nur noch 0,14 € pro Etiketten Aufkleber. Wer mehr als 10.000 Etiketten in Auftrag gibt, kann die Kosten pro Lebensmitteletiketten Aufkleber sogar noch auf 0,04 € pro Aufkleber drücken. Hier ist dann aber auch Schluss.

Kosten: Drucken lassen – kleine Druckauflage (einzeln)

Lebensmittel Etiketten Aufkleber drucken lassen

Kosten – Drucken lassen: große Druckauflage (Rolle)

Lebensmitteletiketten drucken lassen - Kosten

Kosten – Lebensmitteletiketten selber drucken

Möchte man die Lebensmitteletiketten hingegen selber drucken, so braucht man einen Etikettendrucker. Wichtig ist, dass man die richtige Drucktechnologie wählt. Für Lebensmittel sollte es der Thermotransfer- oder Thermodirektdruck sein. Was man ansonsten bei der Wahl eines Etikettendruckers noch beachten sollte, habe ich in meinem Artikel „Welcher Etikettendrucker für Lebensmittel“ einmal ausführlich zusammengeschrieben. Für den Kostenvergleich setze ich jetzt einmal 500 € für den Etikettendrucker an. Darüber hinaus benötigt man noch Etikettenrollen. Diese gibts bei einigen Anbietern. Ich wähle für diesen Vergleich vorgestanzte Etiketten (60 x 100cm). Dafür zahlt man für eine Rolle mit 450 Etiketten 6,41 € netto zzgl. Versandkosten.

Je mehr Etiketten man druckt, desto günstiger wird natürlich auch hier der Preis pro Etiketten Aufkleber. Die Kosten für den Etikettendrucker verteilen sich auf eine immer höhere Auflage. Im langen Rennen gewinnt somit eindeutig der Etikettendrucker zum selber drucken, wenn man ausschließlich auf die Kosten schaut. Aber wo genau ist der Punkt erreicht, ab dem sich die Kosten für den Etikettendrucker rentieren? Das habe ich im nächsten Abschnitt einmal zusammengefasst.

Etikettendrucker Brother TD 2130 N einrichten

Kostenvergleich – Lebensmitteletiketten selber drucken vs. drucken lassen

Das folgende Chart stellt einen direkten Vergleich dar zwischen den Kosten pro Aufkleber beim drucken lassen und dem selber drucken. Wie man sehen kann, ist bei einer kleinen Druckauflage das drucken lassen noch günstiger, wenn man die Investitionskosten für den Etikettendrucker (in meinem Beispiel 500 €) berücksichtigt. Die Kosten für den Etikettendrucker können natürlich auch geringer ausfallen. Aber bei einem günstigeren Modell fehlt häufig eine Schneidefunktion oder es handelt sich nicht um einen Thermodirektdrucker. Das heißt, man macht Abstriche bei der Qualität und/ oder muss mehr Zeitaufwand (für das manuelle Schneiden der Etiketten) in Kauf nehmen.

Auswertung: Lebensmitteletiketten drucken Kostenvergleich (Chart)

Bei einer kleinen Auflage von einmalig bis zu 500 – 1000 Etiketten lohnt sich somit also noch kein Etikettendrucker. In solch einem Falle sollte man definitiv drucken lassen. Hier sollte man mit ca. 1,66 € pro Aufkleber rechnen.

Ab 500 – 1000 Etiketten gibt es einige Dienstleister wie Avery Zweckform, die auch das Drucken auf einer Rolle anbieten. Dann fallen die Stückkosten rapide und man zahlt auch für den professionellen Druck nur noch 0,26 € pro Aufkleber.

Ab ca. 20.000 Etiketten lohnt sich die Investition in einen eigenen Etikettendrucker. Bei mehr als 20.000 Etiketten kann man beim profesionellen Druck kaum noch etwas sparen und zahlt pauschal eigentlich immer 0,03 – 0,04 € pro Aufkleber. Ab hier lohnt sich der eigene Etikettendrucker, weil man die Investitionskosten relativ schnell eingespart hat und nur noch Extrakosten für das Verbrauchsmaterial (die Blanko Etiketten Rollen) hat. Bei mehr als 20.000 Etiketten zahlt man dann beim eigenen Druck locker nur noch 0,02 oder sogar nur noch 0,01 € pro Aufkleber.

Lebensmitteletiketten drucken - Kostenvergleich

Je günstiger der Etikettendrucker, desto schneller lohnt sich das selber drucken

Kostet der Etikettendrucker beispielsweise nur 300 €, so verschiebt sich die Linie nach Links und die Investition in den eigenen Etikettendrucker kann bereits ab 10.000 – 15.000 Etiketten Sinn ergeben.

Lebensmittelkennzeichnung leicht gemacht

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir Lebensmittelproduzenten und Direktvermarktern Zeit und Kosten zu sparen bei der Lebensmittelkennzeichnung und Nährwertberechnung. Nutzer geben dazu ihre Rezepte (Zutaten + Mengen) in das online Programm ein. Im Hintergrund nutzt der Rezeptrechner eine große Nährwertdatenbank, den Bundeslebensmittelschlüssel. Fehlen Zutaten, können eigene Zutaten mit eigenen Nährwertangaben im Account hinterlegt werden. Im Ergebnis kann man mit der Software also zunächst einmal eine Nährwerttabelle berechnen. Im Anschluss kann man mit Hilfe vom Etiketten Generator aber auch direkt vollständige Lebensmitteletiketten erstellen. Dazu wird die Zutatenliste in der richtigen Reihenfolge sortiert. Allergene werden fett gekennzeichnet und man kann auch die QUID Angabe berechnen. Die Etiketten können dann als Datei (JPG, PNG) oder PDF heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Lebensmittel Etiketten Kennzeichnung gemäß LMIV

Fazit: Selber Drucken oder Drucken lassen?

Demzufolge könnte man jetzt schlussfolgern, dass…

  • bei einer Druckauflage von weniger als 10.000 – 20.000 Etiketten der professionelle Druck wirtschaftlich sinnvoller ist (geringere Kosten)
  • bei einer Druckauflage von mehr als 20.000 Etiketten definitiv ein Investment in einen eigenen Etikettendrucker (für ca. 500 €) Sinn ergibt
  • bei einer Druckauflage von mehr als 10.000 – 15.000 Etiketten, auch ein Etikettendrucker für ca. 300 € schon Sinn ergeben kann

Aber diese Schlussfolgerung blendet natürlich andere wichtige Aspekte aus. So wäre neben den Kosten die Qualität und der Anspruch an die Etiketten sowie die Flexibilität zu berücksichtigen.

Kleine Auflage, kurze Haltbarkeit –> Etikettendrucker

So kann beispielsweise auch bei einer kleinen Auflage ein eigener Etikettendrucker schon Sinn ergeben. Und zwar macht das insbesondere dann Sinn, wenn die Etiketten eine kurze Haltbarkeit aufweisen (z.B. Sushi Etiketten mit Kennzeichnung). Bei einem eigenen Etikettendrucker kann man dann nämlich beispielsweise das Mindesthaltbarkeitsdatum (bzw. Verbrauchsdatum) direkt mit drucken. Das spart Zeit und man muss nicht separat noch MHd Tagesetiketten erstellen

Kleine Auflage, neue Produkte –> Etikettendrucker

Hast du ein großes Produktportfolio oder probiert du häufig verschiedene neue Geschmacksrichtungen aus? Dann kann durchaus auch ein eigener Etikettendrucker Sinn ergeben. Du kannst dann erst einmal verschiedene einfache Etiketten in schwarz-weiß drucken. Stellst du fest, dass sich gewisse Geschmacksrichtungen durchsetzen, dann kannst du die Lebensmitteletiketten dafür später immer noch in den professionellen Druck geben. Eine Schritt-für-Schritt Anleitung zum Lebensmitteletiketten drucken findest du übrigens in diesem Artikel:

Wie Lebensmitteletiketten selber drucken?

Große Auflage, hohe Qualität & Farbdruck –> Drucken lassen

Andersherum kann auch bei einer großen Auflage der professionelle Druck mehr Sinn ergeben, wenngleich dieser etwas teurer ist. Beispielsweise immer dann, wenn du Etiketten in Farbe drucken lassen möchtest. Das geht mit einem eigenen Etikettendrucker nicht. Ebenso kann man professionell besser auf Hochglanz Folie drucken lassen. Da bei einer großen Auflage auch beim professionellen Druck schon deutlich weniger Kosten anfallen, spart man also sowieso schon. Die zusätzliche Kostenersparnis durch einen eigenen Etikettendrucker fällt dann gar nicht mehr so sehr ins Gewicht weil jeder Aufkleber sowieso „nur noch“ ca. 0,04 € pro Stück kostet.

Nutri-Score Tabelle 2024

Nutri-Score Tabelle 2024

Vor ungefähr einem Jahr wurde kommuniziert, dass die Nutri-Score Berechnungslogik sich ändert. Diverse Kritik wurde in einem aktualisierten Nutri-Score Algorithmus berücksichtigt. Der neue Nutri-Score Algorithmus findet bereit seit Anfang 2024 Anwendung für neue produzierte Lebensmittel. Lebensmittel-Betriebe, die bereits vor 2024 den Nutri-Score verwendet haben, sollten nun eine Umstellung auf den neuen Algorithmus planen. Die aktualisierte Nutri-Score Berechnung bedeutet nicht unbedingt, dass sich der Nutri-Score verändert. Es sind primär Produkte betroffen, die im Vorwege an der Grenze zu einem besseren oder schlechteren Score standen. In diesem Artikel vergleiche ich die alten Nutri-Score Tabellen (siehe alte Nutri-Score Berechnung) mit der aktualisierten Nutri-Score Tabelle für 2024 pro Kategorie. Ich gehe dabei auf die primären Unterschiede ein.

Nutri-Score jetzt aktualisieren

Mit der Rezeptrechner PRO Business Software können Nutzer den Nutri-Score für eigene Rezepte und Lebensmittel auf Basis der aktualisierten 2024 Logik ermitteln. Dazu werden die Rezepte (Zutaten und Mengen) in die Software eingegeben. Im Ergebnis werden automatisch die Nährwerte pro 100g sowie der Nutri-Score ermittelt. Für die Nährwertdatenbank verwenden wir im Hintergrund den Bundeslebensmittelschlüssel.

Nutri Score Rechner 2024 Update

Mit der Rezeptrechner Software können Nutzer den Nutri-Score für Rezepte und Lebensmittel basierend auf der 2024 Berechnungslogik ermitteln.

Video Anleitung: Nutri-Score Berechnung

In dem folgenden Video zeige ich, wie man mit der Rezeptrechner Software die Nährwertangaben und den Nutri Score berechnen kann.

Nutri-Score Aktualisierung 2024 – was ändert sich?

In meinem letzten Blogartikel (siehe Nutri-Score Berechnung 2024) bin ich schon darauf eingegangen, wie die Nutri Score Berechnung sich verändert und welche Nährwerte in Zukunft strenger oder positiver bewertet werden. In diesem Artikel möchte ich noch etwas genauer auf die unterschiedlichen Nutri-Score Tabellen eingehen.

Los geht’s mit der Nutri-Score Kategorie für feste Lebensmittel.

Nutri-Score Tabelle für feste Lebensmittel

Salz statt Natrium: Eine wesentliche Veränderung ist, dass nun tatsächlich Salz und nicht mehr Natrium als Referenz verwendet wird.

Zucker wird strenger bewertet: Auch gut erkennbar ist, dass der Zuckergehalt nun strenger bewertet wird. Hat ein Lebensmittel beispielsweise 20,5 g Zucker pro 100g, dann fallen nun 6 Pluspunkte an während nach der alten Nutri-Score Tabelle nur 4 Pluspunkte angefallen sind. Je mehr Pluspunkte, desto schlechter fällt der Nutri-Score am Ende aus.

Ballaststoffe strenger bewertet: Bei den Ballaststoffen findet in Zukunft ebenfalls eine strengere Bewertung statt. Das bedeutet, dass mehr Ballaststoffe pro 100g erforderlich sind um den gleichen Nutri-Score zu erzielen.

Eiweißgehalt strenger bewertet: Das gleiche wie bei den Ballaststoffen gilt für den Eiweißgehalt in der Nutri-Score Tabelle. In Zukunft wird auch beim Eiweiß ein höherer Gehalt erforderlich sein um ähnlich viel „gute“ Minuspunkte wie zuvor zu erhalten. Minuspunkte sind wichtig für ein gutes Nutri-Score Ergebnis.

Rotes Fleisch: Zu guter letzt wird auch rotes Fleisch noch einmal separat bewertet. Grundsätzlich liefert rotes Fleisch ja sehr viel Eiweiß, was gut für die Nährstoff-Zusammensetzung und den Nutri-Score ist. Da rotes Fleisch jedoch in zu hohen Mengen nicht mehr gesundheitsförderlich ist, wird die maximale Anzahl von Minuspunkte für rotes Fleisch auf -2 eingeschränkt

Nüsse, Samen, Gemüse, Früchte: Nüsse, Samen und Hülsenfruchte werden nun ebenfalls mit in den prozentualen Früchte- und Gemüseanteil einberechnet. Nur sehr stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln zählen nicht dazu.

Nutri-Score Kategorie feste Lebensmittel - alte Logik
Nutri Score Tabelle 2024 aktualisiert

Nutri-Score Tabelle für Getränke

Auch bei den Getränken gibt es einige interessante Aktualisierungen.

Milchprodukte zählen nun zu den Getränken: Lebensmittel mit einem Milchgehalt von mehr als 80% wurden im Vorwege als feste Lebensmittel kategorisiert. Nun zählen diese Produkte zu den Getränken. Für Getränke gilt eine strengere Bewertung, das bedeutet, dass diese Produkte nun strenger in der Nutri-Score Tabelle bewertet werden

Salz als Referenzgröße: Auch bei der Getränke Nutri-Score Kategorie wird nun Salz als Referenz statt Natrium verwendet

Zuckergehalt wird strenger betrachtet: Ein Getränk, welches beispielsweise 8,5g Zucker pro 100g enthält, würde nun 7 Pluspunkte nach der aktualisierten Logik erhalten. Basierend auf der alten Nutri-Score Tabelle währen es hingegen nur 5 Pluspunkte gewesen.

Ballaststoffgehalt und Eiweißgehalt ebenfalls strenger: Bei den Ballaststoffen und Eiweißgehalt ist nun ein höherer Gehalt notwendig um viele „gute“ Minuspunkte einzusammeln

Süßstoffe und Zusatzstoffe werden strenger bewertet: Enthält ein Getränk Süßstoffe oder Zusatzstoffe, so erhalten diese automatisch 4 extra Pluspunkte, die sich negativ auf den Nutri-Score auswirken.

Nutri Score Tabelle für Getränke Kategorie
Nutri Score Getränke Kategorie 2024

Nutri-Score Tabelle für Öle, Fette, Butter

Nüsse und Samen zählen nun ebenfalls zur Kategorie der Fette, Öle bzw. Butter. Auch hier gibt es einige Änderungen:

Auch in dieser Nutri-Score Kategorie wird die Bewertung vom Eiweiß- und Ballaststoffgehalt strenger.

Ebenso wird auch hier der Zuckergehalt und Energiegehalt strenger bewertet. Das heißt, ein Lebensmittel mit einem hohen Energie- bzw. Zuckergehalt schneidet in Zukunft etwas schlechter im Nutri-Score ab.

Auch hier bei den Fetten und Ölen wird nun Salz statt Natrium als Referenzgröße verwendet.

Nutri Score Tabelle alte Logik für Fett und Öle
Nutri Score Tabelle 2024 für Fett und Öle

Lebensmittelkennzeichnung leicht gemacht

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir Lebensmittelbetrieben Zeit und Kosten zu sparen bei der Kennzeichnung und Kalkulation von Rezepten und Lebensmitteln. Im Kern gehört dazu die Nährwertberechnung und das Erstellen der Nährwerttabelle für Lebensmittel. Für die Berechnung der Nährwerte nutzen wir den sogenannten Bundeslebensmittelschlüssel, die größte deutsche Rohstoffdatenbank mit über 10.000 Zutaten. Darüber hinaus werden in der Software auch automatisch Etiketten gemäß LMIV generiert, die alle Pflichtangaben abdecken. So wird beispielsweise auch direkt eine Zutatenliste mit Kennzeichnung der Allergene und Zusatzstoffe in der richtigen Reihenfolge generiert (siehe auch Lebensmittelkennzeichnung Allergene). 

Die Nutri-Score Berechnung wiederum ist ja eine freiwillige Angelegenheit. Entscheiden sich Hersteller zur Kennzeichnung der Lebensmittel mit dem Nutri-Score, so muss innerhalb von 2 Jahren das gesamte Produktportfolio mit dem Nutri-Score deklariert werden. Man darf sich hier also nicht nur die besonders gut abschneidenden Lebensmittel rauspicken. 

Wer mehr erfahren möchte zur Lebensmittelkennzeichnung und den Pflichtangaben, dem empfehle ich das folgende Video:

Nutri Score Berechnung 2024

Nutri Score Berechnung 2024

Neue Berechnungslogik 2024 für den Nutri-Score – Was gilt es zu beachten?

2024 bringt einige bedeutende Änderungen für die Berechnungslogik des Nutri-Scores mit sich. In diesem Artikel erläutern wir die wichtigsten Punkte, die ihr beachten solltet, um eure Produkte und Speisen weiterhin optimal zu kennzeichnen und den Anforderungen gerecht zu werden.
Was ist der Nutri-Score?
Bevor wir uns den Änderungen widmen, lasst uns kurz rekapitulieren, was der Nutri-Score überhaupt ist. Der Nutri-Score ist ein einfaches, farbliches Kennzeichnungssystem für Lebensmittel. Ziel ist es, den Verbrauchern auf einen Blick zu zeigen, wie gesund ein Produkt ist. Die Skala reicht von „A“ (grün) für die gesündesten Produkte bis zu „E“ (rot) für weniger gesunde Optionen.
Die Berechnung des Nutri-Scores basiert auf einem Punktesystem, das positive und negative Nährwerteigenschaften eines Lebensmittels bewertet. Dazu gehören der Energiegehalt, der Anteil an Zucker, gesättigten Fettsäuren, Salz sowie positive Komponenten wie der Gehalt an Obst, Gemüse, Ballaststoffen und Eiweiß.
Die wichtigste Grundlage für die Nutri-Score Berechnung sind also die Nährwerte pro 100g sowie einige Zusatz-Angaben. Die Nutri-Score Bewertungs-Tabellen für 2024 für die verschiedenen Kategorien findest du übrigens hier: Nutri-Score Tabelle 2024

Nährwerte & Nutri-Score ermitteln

Mit der Rezeptrecher Software helfen wir Euch, Zeit und Kosten zu sparen, sowohl bei der Nährwertberechnung als auch bei der Nutri-Score Berechnung.
Ihr gebt dazu eure Rezepte (Zutaten und Mengen) in die Software ein. Im Ergebnis erhaltet ihr die Nährwerte pro 100g, pro Portion und pro Rezept berechnet. Wir nutzen dafür im Hintergrund den Bundeslebensmittelschlüssel. Im Anschluss kann auch der Nutri Score berechnet werden. Dafür ist noch wichtig, wie hoch der Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte Anteil ist. Auch hierfür machen wir mit der Software automatisch einen Vorschlag. Du musst nur noch die Nutri-Score Kategorie auswählen und kannst im Anschluss schon den Nutri-Score ablessen.
Für die Nutri-Score Berechnung ist eine Jahreslizenz für den Rezeptrechner PRO Business PLUS erforderlich.

Nutri Score Rechner 2024 Update

Mit der Rezeptrechner Software können Nutzer den Nutri-Score nach der 2024 aktualisierten der Berechnungslogik ermitteln. Dafür ist ein Rezeptrechner PRO Business PLUS Paket erforderlich. Mehr dazu erfährst du über diesen Link.

Video: Nutri-Score Berechnung 2024

In diesem Video zeige ich dir, wie du mit der Rezeptrechner Sofware nun den Nutri-Score nach der 2024 Aktualisierung ermitteln kannst. 

Die Nutri-Score Änderungen 2024 im Überblick

Die neuen Änderungen an der Berechnungslogik des Nutri-Scores, die ab 2024 gelten, zielen darauf ab, eine präzisere und transparentere Bewertung der Lebensmittel zu gewährleisten. Hier sind die wichtigsten Neuerungen:

• Zucker wird in Zukunft noch strenger bewertet. Das heißt, Produkte mit einem höheren Zuckergehalt werden schlechter bewertet.
• Salz wird strenger bewertet. Außerdem wird in Zukunft Salz und nicht mehr Natrium als Bezugsgröße verwendet.
• Der Ballaststoffgehalt wird relevanter. Lebensmittel mit einem geringen Ballaststoffgehalt schneiden schlechter ab.
• Höher Eiweißgehalt wird stärker belohnt.
• Milch gehört zu der Kategorie Getränke. In der alten Berechnungslogik wurden Produkte mit einem Milchanteil von mehr als 80% als Lebensmittel eingestuft. Dies ändert sich.
• Süßstoffe bzw. Zuckeraustauschstoffe: Der Einsatz von Zuckeraustauschstoffen wird berücksichtigt, um die Zuckerreduzierung stärker zu betonen.

Die Nährwerte pro 100g, die die Basis für die Nutri-Score Berechnung bilden, können ebenfalls mit der Rezeptrechner Software berechnet werden (siehe auch Nährwerttabelle für Lebensmittel). 

Was bedeutet das für euch?

Diese Änderungen bedeuten, dass ihr eure Produktrezepte und Zutatenlisten möglicherweise anpassen müsst, um weiterhin einen guten Nutri-Score zu erzielen. Hier sind einige konkrete Schritte, die ihr unternehmen könnt, um euch auf die neuen Anforderungen vorzubereiten:

1. Rezepturen überprüfen und anpassen
Überprüft eure Rezepturen auf die neuen Bewertungskriterien hin. Könnt ihr den Vollkornanteil erhöhen? Gibt es Möglichkeiten, den Zucker- und gesättigten Fettsäuregehalt zu reduzieren? Könnt ihr mehr ungesättigte Fettsäuren integrieren? Diese Anpassungen können helfen, euren Nutri-Score zu verbessern.
2. Transparente Kommunikation
Informiert eure Kunden über die Änderungen und was sie bedeuten. Transparenz schafft Vertrauen und zeigt, dass ihr euch aktiv um die Verbesserung der Qualität eurer Produkte bemüht.

Jetzt Nutri-Score für 2024 aktualisieren

Mit der Rezeptrecher Software helfen wir Euch, Zeit und Kosten zu sparen, sowohl bei der Nährwertberechnung als auch bei der Nutri-Score Berechnung.
Ihr gebt dazu eure Rezepte (Zutaten und Mengen) in die Software ein. Im Ergebnis erhaltet ihr die Nährwerte pro 100g, pro Portion und pro Rezept berechnet. Wir nutzen dafür im Hintergrund den Bundeslebensmittelschlüssel. Im Anschluss kann auch der Nutri Score berechnet werden. Dafür ist noch wichtig, wie hoch der Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte Anteil ist. Auch hierfür machen wir mit der Software automatisch einen Vorschlag. Du musst nur noch die Nutri-Score Kategorie auswählen und kannst im Anschluss schon den Nutri-Score ablessen.
Für die Nutri-Score Berechnung ist eine Jahreslizenz für den Rezeptrechner PRO Business PLUS erforderlich.

Nutri Score Rechner 2024 Update

Mit der Rezeptrechner Software können Nutzer den Nutri-Score nach der 2024 aktualisierten der Berechnungslogik ermitteln. Dafür ist ein Rezeptrechner PRO Business PLUS Paket erforderlich. Mehr dazu erfährst du über diesen Link.

Übergangsphase zur neuen Berechnungslogik 2024 des Nutri-Scores

Ein wichtiger Aspekt, den ihr unbedingt beachten solltet, ist die Übergangsphase zur neuen Berechnungslogik des Nutri-Scores. Diese Phase wurde eingeführt, um euch genügend Zeit zu geben, eure Produkte und deren Kennzeichnung anzupassen. Hier sind die wichtigsten Punkte zur Übergangsphase:

Geltungsbeginn der neuen Berechnungslogik ab 2024

Die neuen Regeln für die Berechnung des Nutri-Scores treten offiziell im Januar 2024 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt müssen alle neu produzierten Lebensmittel gemäß der neuen Berechnungslogik bewertet werden. Dies bedeutet, dass alle Produkte, die ab 2024 hergestellt werden, die neuen Kriterien erfüllen müssen, um korrekt gekennzeichnet zu sein.
Übergangsfrist bis Januar 2026
Um den Unternehmen ausreichend Zeit für die Umstellung zu geben, wurde eine Übergangsfrist bis Januar 2026 eingeführt. Während dieser Zeit könnt ihr bestehende Produkte, die vor Januar 2024 produziert wurden, weiterhin mit dem alten Nutri-Score verkaufen. Das gibt euch die Möglichkeit, Restbestände abzubauen und schrittweise auf die neuen Anforderungen umzustellen.

Was bedeutet das für euch?

1. Planung der Umstellung
Nutzt die Übergangsfrist, um eure Produktionsprozesse und Rezepturen schrittweise anzupassen. Beginnt frühzeitig damit, die neuen Kriterien in eure Produktentwicklung einfließen zu lassen. Dies ermöglicht euch eine reibungslose Umstellung und verhindert, dass ihr kurzfristig unter Druck geratet.

2. Lagerbestände verwalten
Verkauft bestehende Lagerbestände, die nach der alten Berechnungslogik gekennzeichnet sind, rechtzeitig ab. Ab Januar 2026 dürfen nur noch Produkte mit der neuen Kennzeichnung in den Handel gelangen. Plant entsprechend, um Überschüsse zu vermeiden und eure Lagerbestände effizient zu managen.

3. Schulung und Information
Informiert euer Team über die Änderungen und die Übergangsfrist. Schulungen und regelmäßige Updates stellen sicher, dass alle Beteiligten über die neuen Anforderungen und den Zeitplan Bescheid wissen. Dies hilft, Missverständnisse zu vermeiden und eine kohärente Umsetzung zu gewährleisten.

4. Kommunikation mit den Kunden
Auch eure Kunden sollten über die bevorstehenden Änderungen informiert werden. Transparente Kommunikation schafft Vertrauen und zeigt, dass ihr die neuen Standards ernst nehmt und aktiv daran arbeitet, gesündere und besser gekennzeichnete Produkte anzubieten.

5. Zusammenarbeit mit Lieferanten
Stellt sicher, dass auch eure Lieferanten über die neuen Anforderungen informiert sind und ihre Zutaten entsprechend anpassen. Eine enge Zusammenarbeit mit euren Lieferanten kann dabei helfen, die Qualität und Konformität eurer Produkte zu gewährleisten.

Die Übergangsphase zur neuen Berechnungslogik des Nutri-Scores bietet euch die notwendige Zeit, um eure Produkte und Prozesse anzupassen. Nutzt diese Zeit effektiv, um eine reibungslose Umstellung zu gewährleisten und eure Produkte weiterhin optimal zu kennzeichnen. Mit einer gut geplanten Umstellung und transparenter Kommunikation könnt ihr sicherstellen, dass ihr den neuen Anforderungen gerecht werdet und eure Kunden mit hochwertigen, korrekt gekennzeichneten Lebensmitteln versorgt.

Ausblick und Fazit

Die Änderungen an der Berechnungslogik des Nutri-Scores 2024 stellen eine Herausforderung, aber auch eine große Chance dar. Sie bieten die Möglichkeit, die Qualität und Nachhaltigkeit eurer Produkte zu verbessern und so nicht nur den Anforderungen gerecht zu werden, sondern auch das Vertrauen und die Zufriedenheit eurer Kunden zu stärken.
Es ist wichtig, die neuen Regeln frühzeitig zu verstehen und umzusetzen. Mit einer proaktiven Herangehensweise könnt ihr sicherstellen, dass eure Produkte weiterhin gut abschneiden und ihr euch als Vorreiter in der Branche positioniert.
Also, legt los, überprüft eure Rezepturen, informiert euer Team und eure Kunden und nutzt die Gelegenheit, eure Produkte auf das nächste Level zu heben. Der Nutri-Score ist nicht nur ein Kennzeichnungssystem, sondern ein Werkzeug, das euch dabei helfen kann, gesündere und nachhaltigere Produkte zu schaffen.

Nutri-Score Tabellen – aktualisiert 2024

Über den folgenden Link findest du die aktualisierten Tabellen zum Nutri-Score Punktesystem für 2024 für die verschiedenen Produkt Kategorien: Nutri Score Tabelle 2024

Nutri Score Tabelle 2024 aktualisiert
Nutri Score Getränke Kategorie 2024
Nutri Score Tabelle 2024 für Fett und Öle
Reduktionsfaktor berechnen

Reduktionsfaktor berechnen

Definition Reduktionsfaktor

Der Reduktionsfaktor ist eine Kennzahl, die angibt, wie sich das Gewicht eines Lebensmittels durch den Koch- oder Backprozess verändert. Da Lebensmittel beim Zubereiten hauptsächlich Wasser verlieren, verringert sich ihr Gesamtgewicht, während die Menge der Nährstoffe gleich bleibt. Der Reduktionsfaktor wird berechnet, indem man das Gewicht des zubereiteten Lebensmittels durch das Gewicht im Rohzustand teilt. Dieser Wert hilft dann dabei, die Nährwertangaben pro 100g für das fertige Produkt genau zu bestimmen. Kurz gesagt, der Reduktionsfaktor spielt eine entscheidende Rolle, um sicherzustellen, dass die Nährwertinformationen auf Lebensmittelverpackungen die tatsächliche Nährstoffdichte des zubereiteten Produkts widerspiegeln. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du ganz einfach den Reduktionsfaktor berechnen kannst, um die Nährwerte deines Brotes (oder eines beliebigen Gerichts) nach der Zubereitung korrekt anzugeben. Ich erläutere zwei Methoden, wie du den Reduktionsfaktor berechnen kannst. Außerdem zeige ich dir, wie du mit Hilfe vom Rezeptrechner viel Zeit und Kosten bei der Nährwertdeklaration deiner Lebensmittel sparen kannst.

Nährwertberechnung leicht gemacht (mit Reduktionsfaktor)

Mit der Rezeptrechner Software können Lebensmittel Betriebe und Direktvermarkter viel Zeit und Kosten sparen bei der Nährwertberechnung und Kennzeichnung der Lebensmittel.

Gemäß Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) ist die eigenständige Berechnung der Nährwertangaben erlaubt. Nutzer können die Berechnung selbstständig durchführen und sich dadurch hohe Kosten für die Laboranalyse sparen. Die eigenständige Berechnung ist oftmals allerdings sehr zeitaufwendig und komplex.

Mit der Rezeptrechner Software müssen Nutzer lediglich die Rezepte (Zutaten und Mengen) in die Software eingeben. Im Hintergrund wird auf den Bundeslebensmittelschlüssel mit den Nährwertangaben pro 100g für die Rohstoffe zugegriffen. Fehlen Zutaten, können eigene Zutaten mit eigenen Nährwertangaben im Account hinterlegt werden. Etwaige Flüssigkeitsverluste beim Kochen oder Backen werden über den sogenannten Reduktionsfaktor abgebildet. Wie genau der Reduktionsfaktor innerhalb der Software funktioniert, wird in dem folgenden Video genauer erläutert.

Video: Reduktionsfaktor bei der Nährwertberechnung

Reduktionsfaktor – Beispielrechnung: Brot Backen

Bei der Zubereitung von Lebensmitteln wie beispielsweise beim Kochen oder Backen verlieren Lebensmittel Flüssigkeit. Dies beeinflusst die Nährwertangaben pro 100g der Lebensmittel. Im Rohzustand sind die Nährwerte pro 100g meist geringer als im zubereiteten Zustand. Schauen wir uns dazu das Beispiel einmal im Detail an. Angenommen wir wollen ein Brot backen.

Nährwerte im Rohzustand

Der Rohteig ergibt ca. 850 g. Das Gewicht bezieht sich dabei ausschließlich auf den Teig ohne Schüssel.
Die Nährwerte für das gesamte Brot sind beispielsweise 2062 kcal. Im Rohzustand ergeben sich so beispielsweise 242 kcal/ pro 100g.

Wasserverlust beim Backen

Das fertig gebackene Brot ergibt ca. 765 g. Das Gewicht bezieht sich dabei ausschließlich auf das Brot ohne Backform.
Die Nährwerte für das gesamte Brot bleiben unverändert. Im zubereiteten Zustand ergibt sich so beispielsweise 270 kcal/ pro 100g.

Für die Nährwertdeklaration gemäß der Lebensmittelinformationsverordnung ist die Nährwertangabe im zubereiteten Zustand entscheidend. Bei der Zubereitung verlieren die Lebensmittel primär Wasser. Die Nährstoffe verbleiben unverändert. Aber aufgrund des Wasserverlusts verliert der Teig Gewicht (siehe auch Brot Gewicht vor und nach dem Backen). 

Somit ergibt sich eine höhere Nährstoffdichte im zubereiteten Zustand. Mehr zur Nährwertberechnung findest du auch im Artikel Nährwerte pro 100g berechnen.

Reduktionsfaktor berechnen

Mit der Rezeptrechner Software kannst du die Nährwerte sowohl im Rohzustand als auch im zubereiteten Zustand berechnen und eine Nährwerttabelle oder ein vollständiges Lebensmitteletikett herunterladen und ausdrucken. Die Auswirkung vom Backen oder Kochen auf die Nährstoffdichte bilden wir über einen sogenannten Reduktionsfaktor ab.

Den Reduktionsfaktor kannst du bei der Rezepterstellung direkt mit eingeben.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Reduktionsfaktor zu ermitteln:

Option 1) Wiegen (genauer)
Option 2) Richtwerte nutzen (zeitsparend)

Möchtest du den genauen Reduktionsfaktor ermitteln, so müsstest du deine Rezeptur nach der Zubereitung einmal wiegen und dies mit dem Rohgewicht vom Rezept vergleichen.

Den Reduktionsfaktor berechnest du dann, indem du das zubereitete Gewicht durch das Rohgewicht teilst. Natürlich kann der Reduktionsfaktor bei jeder Produktion etwas variieren. Um Messfehler zu vermeiden, kannst du beispielsweise den Reduktionsfaktor für 3 verschiedene Produktionen der gleichen Rezeptur messen und daraus den Durchschnitt bilden.

Wenn dir dies zu zeitaufwendig ist, kannst du zunächst einmal auch mit Richtwerten arbeiten. Im folgenden Abschnitt findest du eine Tabelle mit typischen Richtwerten vom Reduktionsfaktor für verschiedene Lebensmittel Kategorien bzw. Zubereitungsarten.

Reduktionsfaktor Tabelle

Reduktionsfaktor – Tabelle

Im oberen Bild findest du eine Tabelle mit einigen Richtwerten zum Reduktionsfaktor für verschiedene Lebensmittelkategorien und Zubereitungsarten.

Diese Werte geben an, in welchem Verhältnis das Gewicht der Lebensmittel durch die Zubereitung verringert (oder im Fall von Pasta erhöht) wird. Ein Reduktionsfaktor von weniger als 1 bedeutet, dass das Lebensmittel an Gewicht verliert, während ein Faktor von mehr als 1 darauf hinweist, dass das Lebensmittel durch Wasseraufnahme an Gewicht zunimmt.

Zusammenfassung Reduktionsfaktor

Das solltest du aus diesem Artikel mitnehmen:

Einfluss auf die Nährstoffdichte: Obwohl der Gesamtgehalt an Nährstoffen beim Kochen oder Backen weitgehend unverändert bleibt, führt der Wasserverlust dazu, dass die Nährstoffe in einem kleineren Gewicht konzentriert sind. Das bedeutet, dass die Nährwertangaben pro 100g für das zubereitete Lebensmittel höher sein können als im Rohzustand, was besonders für die Berechnung der Kalorien und Nährstoffe relevant ist.

Schwankungen sind normal: Der Reduktionsfaktor kann je nach genauer Zubereitungsart, Zutatenqualität und sogar dem spezifischen Gerät, das zum Kochen oder Backen verwendet wird, schwanken. Daher sind die angegebenen Werte oft Durchschnittswerte oder Spannen, die als allgemeine Richtlinien dienen.

Wichtig für die Lebensmittelkennzeichnung: Für Produzenten, die Lebensmittel vermarkten, ist die genaue Kenntnis und Anwendung des Reduktionsfaktors entscheidend, um den gesetzlichen Anforderungen an die Nährwertdeklaration zu entsprechen. Verbraucher verlassen sich auf diese Informationen, um fundierte Entscheidungen über ihre Ernährung zu treffen.

Methoden zur Ermittlung: Wie bereits erwähnt, kann der Reduktionsfaktor entweder durch direktes Wiegen der Lebensmittel vor und nach der Zubereitung oder durch die Verwendung von etablierten Richtwerten bestimmt werden. Die direkte Messung ist genauer, aber zeitaufwendiger und möglicherweise nicht immer praktikabel.

Bedeutung für Rezeptentwicklung und -anpassung: Der Reduktionsfaktor kann auch ein nützliches Werkzeug für Köche und Rezeptentwickler sein, um die Auswirkungen der Zubereitung auf die Mengen ihrer Kreationen zu verstehen und entsprechend Anpassungen vorzunehmen (siehe auch Mengenrechner).

Jetzt Nährwerte berechnen

Mit der Rezeptrechner Software können Lebensmittel Betriebe viel Zeit und Kosten sparen bei der Nährwertberechnung und Lebensmittelkennzeichnung. Dazu muss man lediglich die Zutaten und Mengen in die Software eingeben. Im Ergebnis wird automatisch eine Nährwerttabelle mit den Nährwertangaben je 100g im zubereiteten Zustand erstellt. Den Reduktionsfaktor kann man während der Rezepteingabe mit angeben.

Du hast noch keinen Rezeptrechner PRO Business Zugang? Diesen kannst du direkt online buchen unter www.rezeptrechner.de

Reduktionsfaktor berechnen

Verschiedene Formen vom Reduktionsfaktor

Neben dem allgemeinen Konzept des Reduktionsfaktors, der hauptsächlich den Wasserverlust bei der Zubereitung von Lebensmitteln durch Kochen oder Backen beschreibt, gibt es spezifischere Begriffe, die unterschiedliche Arten von Gewichtsverlusten während der Lebensmittelverarbeitung und -zubereitung kennzeichnen. Diese umfassen:

  • Kochverlust: Bezieht sich auf das Gewicht, das Lebensmittel durch den Prozess des Kochens verlieren. Kochverlust ist besonders relevant bei der Zubereitung von Fleisch, Fisch und Gemüse in Wasser oder Dampf.
  • Backverlust: Bezeichnet den Gewichtsverlust, der beim Backen von Lebensmitteln, vor allem bei Brot, Kuchen und anderen Backwaren, auftritt. Mehr dazu erfährst du auch im Artikel Backverlust berechnen.
  • Schälverlust: Dieser Verlust ergibt sich aus dem Entfernen der Schale oder Haut von Obst, Gemüse und manchen Fleischsorten vor der weiteren Verarbeitung oder dem Verzehr. Der Schälverlust variiert stark je nach Art des Lebensmittels, der Dicke der Schale oder Haut und der Methode des Schälens. (siehe auch Schälverlust berechnen)
  • Trimmen- oder Putzverlust: Entsteht beim Entfernen von unerwünschten Teilen wie Fett, Sehnen bei Fleisch oder beim Putzen von Fisch (z.B. Entfernen von Gräten und Flossen). Dieser Verlust ist besonders in der Gastronomie und bei der professionellen Lebensmittelverarbeitung von Bedeutung, um die Qualität und Präsentation des Endprodukts zu optimieren.
  • Trocknungsverlust: Auftritt, wenn Lebensmittel getrocknet oder dehydriert werden, um ihre Haltbarkeit zu verlängern oder spezielle Lebensmittelprodukte wie getrocknete Früchte, Jerky oder Trockengemüse herzustellen. Der Trocknungsverlust bezieht sich auf das gesamte entfernte Wasser und kann je nach Lebensmittel und Trocknungsmethode sehr hoch sein.
  • Räucherverlust: Beim Räuchern von Lebensmitteln, wie Fisch oder Fleisch, verlieren diese durch die kombinierte Wirkung von Trocknung und Rauch nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch Gewicht durch das Absorbieren von Raucharomen und den Verlust von bestimmten flüchtigen Bestandteilen.
  • Einweichverlust: Kann auftreten, wenn trockene Lebensmittel wie Hülsenfrüchte oder getrocknetes Obst vor der Zubereitung eingeweicht werden. Dabei nehmen diese Lebensmittel an Gewicht zu.

Diese spezifischen Verlustarten sind wichtig für die präzise Berechnung der Nährwerte, die Kostenkalkulation (siehe auch Wareneinsatz berechnen) in der Lebensmittelproduktion und Gastronomie sowie für die genaue Planung in der Ernährungswissenschaft.

Torten Preise beim Privat verkaufen

Torten Preise beim Privat verkaufen

Als Hobbykonditorin, die mit viel Leidenschaft und Kreativität Torten kreiert, wirst du über kurz oder lang von Freunden oder Bekannten gefragt, ob du auch gegen Bezahlung Torten erstellst. In dem Zusammenhang kommt automatisch die Frage auf, für welchen Preis man privat Torten verkaufen darf/ kann/ sollte. Es ist ganz natürlich, dass du dir Gedanken darüber machst, wie du den richtigen Preis für deine Werke festlegen kannst. Schließlich möchtest du einerseits deine Material- und Zeitaufwendungen angemessen entschädigt wissen und andererseits sicherstellen, dass deine Torten für potenzielle Käufer attraktiv gepreist sind. Im Folgenden findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und eine Beispielrechnung, die dir dabei helfen werden, einen angemessenen und fairen Preis für deine Torten zu bestimmen.

Torten Preise kalkulieren – so geht’s

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir Hobby Konditoren und kleinen Gewerbekunden Zeit und Kosten zu sparen bei der Kalkulation ihrer Rezepte. Das betrifft sowohl die Mengenkalkulation, die Kennzeichnung ohne Lebensmittelanalyse, die Nährwertberechnung aber auch die Kosten- und Preiskalkulation. Es handelt sich um eine webbasierte Software. Die Nutzer können somit von überall auf ihre Rezepte zugreifen. Außerdem kann man auch Rezeptblätter erstellen und als PDF ausdrucken. Das ist enorm praktisch als Arbeitsanweisung für die Küche. Über folgenden Link kannst du die Preiskalkulation kostenlos ausprobieren.

Torten Preise privat

Mit der Rezeptrechner Software kannst du die Materialkosten und vollständigen Preise für den privaten und gewerblichen Verkauf ermitteln.

Video Anleitung: Preiskalkulation für Rezepte

In diesem Video zeige ich dir einmal Schritt für Schritt, wie man für Rezepte den Wareneinsatz und vollständige Verkaufspreise ermitteln kann. Die Software bildet dabei auch komplexere Teig-in-Teig Rezepte ab. Wir ermitteln anteilig die Preise für den Teig und die Füllung deiner Torten. Du kannst die Rezepte dann in Zutaten umwandeln und in neuen Rezepten einsetzen. Im Anschluss musst du lediglich zentral einmal die Rohstoffpreise hinterlegen. Es wird dann automatisch der Wareneinsatz pro 100g, pro Portion und pro Rezept berechnet. Ebenso werden Fixkosten, Arbeitsaufwand und Verpackungsmaterial berücksichtigt. 

Schritt-für-Schritt Anleitung

Preise kalkulieren um Torten privat zu verkaufen

Im folgenden gebe ich dir eine kleine Schritt für Schritt Anleitung an die Hand, die du nutzen kannst um einen fairen Preis für den Verkauf deiner Torten zu ermitteln (siehe auch Preise kalkulieren).

Schritt 1: Kosten erfassen

Materialkosten: Zähle alle Zutaten und Dekorationen zusammen (siehe Kosten Rechner für Rezepte)
Indirekte Kosten: Schätze die Kosten für Strom, Wasser und Abnutzung deiner Utensilien.
Fahrtkosten: Falls zutreffend, addiere diese auch. Nutze hierfür die Rezeptrechner Software um die Kosten für deine Torten zu ermittteln.

Schritt 2: Zeitaufwand berechnen

Planung und Vorbereitung: Schätze, wie viele Stunden du dafür brauchst.
Backen und Dekorieren: Addiere die Stunden, die du hier investierst.
Stundensatz festlegen: Bestimme, wie viel deine Arbeitsstunde wert ist.

Schritt 3: Marktforschung

Sieh nach, was andere für ähnliche Torten verlangen, und notiere dir Durchschnittspreise.

Schritt 4: Zielgruppe bestimmen

Überlege, wer deine Kunden sind und was sie bereit sind zu zahlen.

Schritt 5: Preisstrategie entwickeln

Basierend auf den vorherigen Schritten, setze einen Preis, der deine Kosten deckt und dir einen fairen Gewinn ermöglicht.

Beispielrechnung: Preis für Torten privat verkaufen

Angenommen, du hast eine Motivtorte, für die du folgende Kosten ermittelt hast:

Materialkosten: 30€ (siehe auch Torten Kosten Rechner)
Indirekte Kosten: 5€
Zeitaufwand: 8 Stunden (Planung, Vorbereitung, Backen, Dekorieren)
Stundensatz: 10€ pro Stunde
Marktforschung: Ähnliche Torten werden für 80€ bis 150€ verkauft.

Kostenkalkulation:
Materialkosten: 30€
Indirekte Kosten: 5€
Zeitaufwand: 8 Stunden * 10€ = 80€
Gesamtkosten: 30€ + 5€ + 80€ = 115€

Preisfindung:

Mindestpreis: Deine Gesamtkosten betragen 115€. Das ist der Mindestpreis, um keine Verluste zu machen.

Marktpreis: Ähnliche Torten werden für 80€ bis 150€ verkauft. Da deine Torte qualitativ hochwertig und einzigartig ist, positionierst du dich eher am oberen Ende der Preisspanne.
Endpreis: Unter Berücksichtigung deiner Kosten, der Marktlage und deiner Zielgruppe, könntest du einen Preis von etwa 140€ ansetzen. Dies deckt nicht nur deine Kosten, sondern bietet dir auch einen Gewinn, wertschätzt deine Arbeit angemessen und ist im Rahmen dessen, was ähnliche Produkte kosten.
Fazit

Mit dieser Methode und Beispielrechnung hast du eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung, um den Preis für deine Torten zu bestimmen. Es gibt dir eine solide Basis, um fair für deine Arbeit entlohnt zu werden und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Torten privat verkaufen - Preise

Mit der Rezeptrechner Software kannst du in nur wenigen Schritten die Preise für deine Torten Rezepte kalkulieren, egal ob du diese privat oder als Gewerbe verkaufen möchtest.

Wie könnte eine Preisliste für Kuchen und Torten aussehen?

Für die Erstellung einer Preisliste für Torten und Kuchen berücksichtigen wir verschiedene Kategorien, die auf Größe, Komplexität der Dekoration und besondere Zutaten basieren. Diese Preisliste dient als Ausgangspunkt und kann je nach individuellem Aufwand, Kosten und Kundenkreis angepasst werden.

Geburtstags- und Hochzeitstorten

Einstöckige Torten

Kleine Torte (bis zu 10 Personen): 50€ – 70€
Einfache Designs und Verzierungen, wie Spritzdekor oder einfache Fondantfiguren.
Mittlere Torte (10-20 Personen): 70€ – 100€
Mittlere Komplexität mit individuellen Fondantfiguren, aufwendigeren Mustern oder Schriftzügen.
Große Torte (20-30 Personen): 100€ – 130€
Hohe Detailarbeit, komplexe Designs, besondere Wünsche bezüglich Geschmack und Füllungen.

Mehrstöckige Torten

Zweistöckige Torte (20-40 Personen): 150€ – 200€
Einfache bis mittlere Dekorationen, inklusive Stützkonstruktionen und möglicherweise einfache Fondantarbeiten.

Dreistöckige Torte (40-60 Personen): 200€ – 300€
Mittlere bis hohe Komplexität der Dekoration, anspruchsvolle Konstruktionen, individuelle Gestaltungselemente.

Besondere Features und Anpassungen

Themen- und Charaktertorten: Zusatzkosten von 20€ – 50€, abhängig vom Detailgrad und den benötigten Materialien.
Essbare Bilder und individuelles Design: Zusatzkosten von 10€ – 30€, je nach Größe und Komplexität.
Spezielle Geschmacksrichtungen und Füllungen (z.B. exotische Früchte, Premium-Schokoladen): Zusatzkosten von 10€ – 20€, abhängig von den Zutaten.
Extras
Zusätzliche Stockwerke: Ab 50€ pro zusätzlichem Stockwerk, abhängig von Größe und Design.
Spezielle Effekte (wie essbarer Glitter, LED-Beleuchtung): Ab 10€, je nach Aufwand und Material.
Personalisierte Tortenplatte: Ab 20€, je nach Material und Größe.

Diese erweiterte Preisliste für Geburtstagstorten bietet dir eine flexible Grundlage, um Preise je nach den spezifischen Wünschen deiner Kunden und dem damit verbundenen Aufwand festzulegen. Denke daran, dass diese Preise eine Basis darstellen und du sie an deine individuellen Kosten, die Marktlage und deine spezifische Zielgruppe anpassen solltest. Es ist wichtig, sowohl deine Arbeit wertzuschätzen als auch realistische Preise zu setzen, die für deine Kunden attraktiv sind.

Darf man Torten privat ohne Meister verkaufen?

In Deutschland ist das Verkaufen von Torten und anderen Backwaren als Gewerbe grundsätzlich an bestimmte Vorschriften gebunden, die sich aus der Handwerksordnung (HwO) ergeben. Historisch galt für das Bäckerhandwerk die Meisterpflicht, was bedeutet, dass man einen Meistertitel benötigte, um ein Bäckereigeschäft selbstständig führen und Lehrlinge ausbilden zu dürfen. Diese Regelung soll die Qualität und die fachliche Kompetenz im Handwerk sicherstellen.

Allerdings gibt es Ausnahmen und bestimmte Konstellationen, unter denen du auch ohne Meistertitel Torten verkaufen darfst:

  • Kleingewerbe und Nebenerwerb: Du kannst als Hobbykonditorin unter bestimmten Voraussetzungen ein Kleingewerbe anmelden. Dies ist oft mit weniger strengen Vorschriften verbunden, vor allem, wenn du unterhalb bestimmter Umsatz- und Gewinngrenzen bleibst. Hierbei musst du dich jedoch auch um Themen wie Lebensmittelhygiene und -sicherheit kümmern und entsprechende Vorschriften einhalten. Mehr dazu auch unter: Torten verkaufen privat oder als Gewerbe
  • Kuchen und Torten als „nicht zulassungspflichtiges Handwerk“: Seit einer Änderung der Handwerksordnung im Jahr 2004 ist die Herstellung und der Verkauf von bestimmten Backwaren, darunter Kuchen und Torten, in Deutschland als „nicht zulassungspflichtiges Handwerk“ klassifiziert. Das bedeutet, dass du für diese Tätigkeiten keinen Meistertitel benötigst. Dennoch musst du ein Gewerbe anmelden und bestimmte hygienische Standards sowie Vorschriften einhalten.
  • Lebensmittelhygiene: Unabhängig von der Handwerksordnung musst du die Vorschriften zur Lebensmittelhygiene beachten. Dazu gehört unter anderem, dass du dich und eventuelle Mitarbeiter in Lebensmittelhygiene schulen lässt und dein Gewerbe beim zuständigen Gesundheitsamt meldest. Dies ist besonders wichtig, da du mit Lebensmitteln arbeitest und die Gesundheit deiner Kunden gewährleisten musst.
  • Gewerbeanmeldung: Für den Verkauf von Torten musst du in der Regel ein Gewerbe anmelden. Dabei kann das Finanzamt entscheiden, ob es sich bei deiner Tätigkeit um ein Gewerbe oder eine freiberufliche Tätigkeit handelt. Die Unterscheidung hat vor allem steuerliche Konsequenzen.

Es ist wichtig, dass du dich vor dem Start deines Vorhabens genau informierst und alle notwendigen Schritte unternimmst. Die genauen Bestimmungen können regional variieren, daher ist es ratsam, sich bei der zuständigen Handwerkskammer und dem Gesundheitsamt über die spezifischen Anforderungen in deinem Bereich zu erkundigen.

Mehr dazu findest du auch im Artikel: Torten verkaufen ohne Meister

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Mit der Rezeptrechner Software helfen wir Hobby Konditoren und kleinen Gewerbekunden Zeit und Kosten zu sparen bei der Kalkulation ihrer Rezepte. Das betrifft sowohl die Mengenkalkulation, die Kennzeichnung ohne Lebensmittelanalyse, die Nährwertberechnung aber auch die Kosten- und Preiskalkulation. Es handelt sich um eine webbasierte Software. Die Nutzer können somit von überall auf ihre Rezepte zugreifen. Außerdem kann man auch Rezeptblätter erstellen und als PDF ausdrucken. Das ist enorm praktisch als Arbeitsanweisung für die Küche. Über folgenden Link kannst du die Preiskalkulation kostenlos ausprobieren.

Torten Preise privat

Mit der Rezeptrechner Software kannst du die Materialkosten und vollständigen Preise für den privaten und gewerblichen Verkauf ermitteln.

Mindesthaltbarkeitsdatum Tabelle

Mindesthaltbarkeitsdatum Tabelle

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) spielt eine zentrale Rolle in der Lebensmittelindustrie, insbesondere für Produzenten verpackter Waren. Es dient als wichtiger Indikator dafür, bis zu welchem Datum ein Lebensmittel seine spezifischen Eigenschaften wie Geschmack, Farbe und Nährwert unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen mindestens behält. Lebensmittel Betriebe, die verpackte Ware verkaufen, sind zur Angabe vom MHD auf dem Etikett verpflichtet. In diesem Artikel gebe ich Lebensmittelproduzenten praktische Anhaltspunkte und Beispiele, die bei der Festlegung des MHD unterstützen sollen. Dazu gehört nicht nur eine kleine Tabelle mit Beispielen vom Mindesthaltbarkeitsdatum für verschiedene Lebensmittel. Ich erläutere zudem auch die Vorschriften zur Angabe vom Mindesthaltbarkeitsdatum.

Lebensmittelkennzeichnung leicht gemacht

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir Lebensmittelproduzenten Zeit und Kosten zu sparen bei der Kennzeichnung ihrer Lebensmittel. Dazu werden Rezepte (Zutaten und Mengen) in die Software eingegeben. Im Ergebnis wird automatisch eine Nährwertabelle mit allen Pflichtangaben berechnet auf Grundlage vom Bundeslebensmittelschlüssel. Ebenso wird die Zutatenliste in die richtige Reihenfolge gebracht und Vorschläge zur Allergenkennzeichnung gemacht. Nutzer können dann Nährwerttabellen oder vollständige Etiketten als Bilddatei (JPG, PNG) oder PDF herunterladen und ausdrucken. Mehr zur Software erfährst du unter www.rezeptrechner.de.

Mindesthaltbarkeitsdatum auf Etikett mit Tabelle

Mit der Rezeptrechner Software kann man viel Zeit und Kosten sparen beim Lebensmittel Etikett erstellen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum muss zwar nach wie vor manuell ermittelt und eingetragen werden, aber die Nährwerte Tabelle und die Zutatenliste sowie das vollständige Layout der Etiketten wird automatisch generiert. Dazu müssen lediglich die Rezepte in die Software eingegeben werden.

Mindesthaltbarkeitsdatum Tabelle

Die folgende Mindesthaltbarkeitsdatum Tabelle zeige einige Beispiele für das MHD von verschiedenen Lebensmittelkategorien.

MHD Tabelle

Wie stark beeinflusst der Verarbeitungsgrad das MHD?

Der Zusammenhang zwischen dem Verarbeitungsgrad und dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) innerhalb derselben Lebensmittelkategorie kann allgemein so zusammengefasst werden: Je höher der Verarbeitungsgrad, desto länger ist in der Regel das MHD. Dies liegt daran, dass bei der Verarbeitung von Lebensmitteln häufig Methoden angewendet werden, die darauf abzielen, die Haltbarkeit zu verlängern, indem die Faktoren, die zu Verderb führen, minimiert oder eliminiert werden. Hier sind einige konkrete Beispiele, wie der Verarbeitungsgrad innerhalb derselben Kategorie das MHD beeinflussen kann:

Milchprodukte

  • Frische Milch (geringer Verarbeitungsgrad): Muss gekühlt aufbewahrt werden und hat ein MHD von etwa 7-10 Tagen.
  • UHT-Milch (Ultra-Hocherhitzung, hoher Verarbeitungsgrad): Kann bei Raumtemperatur gelagert werden und hat ein MHD von mehreren Monaten bis zu einem Jahr.

Obst und Gemüse

  • Frisches Obst und Gemüse (geringer Verarbeitungsgrad): Je nach Art variiert das MHD von einigen Tagen bis zu zwei Wochen.
  • Konserviertes oder getrocknetes Obst und Gemüse (hoher Verarbeitungsgrad): Kann ein MHD von einem Jahr oder länger haben.

Fleischprodukte

  • Frisches Fleisch (geringer Verarbeitungsgrad): Hat typischerweise ein MHD von wenigen Tagen.
  • Geräuchertes oder gepökeltes Fleisch (hoher Verarbeitungsgrad): Kann mehrere Wochen bis Monate haltbar sein.

Brot und Backwaren

  • Frisches Brot ohne Konservierungsstoffe (geringer Verarbeitungsgrad): Oft nur wenige Tage haltbar.

Brot mit Konservierungsstoffen oder gefriergetrocknete Backwaren (hoher Verarbeitungsgrad):

Kann ein MHD von Wochen bis Monaten haben.

Der höhere Verarbeitungsgrad führt oft zur Reduzierung von Wasseraktivität, zur Hemmung des mikrobiellen Wachstums durch Konservierungsstoffe oder zur Stabilisierung gegenüber oxidativem Verderb, was insgesamt die Haltbarkeit der Produkte verlängert. Jedoch ist es wichtig zu beachten, dass ein langes MHD nicht zwangsläufig bedeutet, dass das Lebensmittel in Bezug auf Nährstoffgehalt und Geschmack überlegen ist. Manche Verarbeitungsmethoden können auch wertvolle Nährstoffe reduzieren oder die sensorischen Eigenschaften der Lebensmittel verändern.

Lebensmittelkennzeichnung – das solltest du beachten

In diesem Video erläutere ich die wichtigsten Aspekte der Lebensmittelkennzeichnung. Die gesetzliche Grundlage hierfür ist die Lebensmittelinformationsverordnung. Dieses Gesetz verlangt unter anderem auch die Angabe vom Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung von Lebensmitteln. Welche weiteren Pflichtangaben auf einem Etikett abgebildet sein müssen und wie man diese Angaben ermitteln kann, erfährst du in dem folgenden Video.

Effiziente Etiketten: Zeit und Kosten sparen

Mit der Rezeptrechner Software kannst du viel Zeit und Kosten sparen bei der Kennzeichnung deiner Lebensmittel. Dazu musst du lediglich die Rezepte in die Software eingeben. Im Ergebnis bekommst du nicht nur die Nährwertangaben berechnet, sondern beispielsweise auch die Zutatenliste automatisch in der richtigen Reihenfolge generiert. Ebenso erhältst du Vorschläge zur Allergenkennzeichnung. Auch die QUID Kennzeichnung kannst du automatisch vornehmen. Über folgenden Link kannst du den Etiketten Generator kostenlos ausprobieren.

Lebensmittel Etiketten Software

Was beeinflusst sonst noch das Mindesthaltbarkeitsdatum?

Abgesehen vom Verarbeitungsgrad beeinflussen noch weitere Faktoren das MHD. Nicht alle Einflussfaktoren können in der Mindesthaltbarkeitsdatum Tabelle abgedeckt werden. Teilweise handelt es sich auch um Faktoren, die durch den Verbraucher beeinflusst werden.

Verpackung: Die Art der Verpackung kann das Wachstum von Mikroorganismen hemmen oder Sauerstoff und Licht abschirmen, was wiederum die Haltbarkeit beeinflusst. Vakuumverpackungen und modifizierte Atmosphärenverpackungen können die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängern. Mehr dazu findest du auch im Abschnitt Lebensmittelverpackung.

Lagerbedingungen: Temperatur, Feuchtigkeit und Lichtexposition spielen eine wesentliche Rolle bei der Bestimmung des MHD. Lebensmittel, die gekühlt oder gefroren gelagert werden müssen, haben unter optimalen Bedingungen ein spezifisches MHD.

Mikrobielle Stabilität: Lebensmittel mit einem niedrigen pH-Wert, geringem Wassergehalt oder hohem Zuckergehalt sind generell weniger anfällig für mikrobielles Wachstum und haben daher oft ein längeres MHD.

Mindesthaltbarkeitsdatum Vorschriften

Wer vorverpackte Lebensmittel verkaufen möchte, ist zur Angabe vom Mindesthaltbarkeitsdatum verpflichtet und sollte die entsprechenden Vorschriften beachten (siehe auch Pflichtangaben auf Lebensmittelverpackungen). Im folgenden findest du eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Vorschriften:

Verbrauchsdatum: Muss bei leicht verderblichen Lebensmitteln angegeben werden, die nach kurzem Zeitraum ein gesundheitliches Risiko darstellen könnten. Bei diesen Produkten ist es wichtig, dass das Verbrauchsdatum, oft formuliert als „zu verbrauchen bis“, ein konkretes Datum inklusive Tag, Monat und ggf. Jahr umfasst. Beispiele sind frisches Fleisch, Fisch und einige Milchprodukte.

Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): Bei Produkten mit einer Haltbarkeit von mehr als 3 Monaten kann das MHD in der Regel mit Monat und Jahr angegeben werden, da hier der genaue Tag weniger kritisch ist. Wenn die Haltbarkeit der Lebensmittel jedoch 3 Monate unterschreitet, sollte das MHD genauer, d.h. mit Tag, Monat und Jahr angegeben werden, um eine präzise Information über die Haltbarkeit zu bieten.

MHD Tabelle und Vorschriften

Diese Unterscheidung sorgt dafür, dass bei Lebensmitteln, bei denen das Risiko eines schnellen Verderbs und damit eines gesundheitlichen Risikos besteht, eine genauere Datumsangabe erforderlich ist. Bei Produkten, deren Qualität sich über einen längeren Zeitraum weniger kritisch verändert, genügt eine weniger spezifische Angabe. Diese Vorschriften tragen dazu bei, die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten und Verbraucher korrekt zu informieren.

Einige weitere Beispiele für das Mindesthaltbarkeitsdatum findest du in diesem Artikel: Mindesthaltbarkeitsdatum Vorschriften.

Wie kann man das Mindesthaltbarkeitsdatum ermitteln?

Es gibt für das Ermitteln vom MHD keine ganz eindeutige Handlungsempfehlung und leider auch keine mathematische Berechnungslogik (siehe auch MHD Rechner).

Man kann für die Bestimmung vom MHD eine Laboranalyse beauftragen. Dann wird im Labor unter höherer Temperatur ein schnellerer „Verlauf“ der Zeit simuliert und man schaut sich an, wann ein Lebensmittel ungenießbar wird (oder einfach „fault“). Das ist aber natürlich sehr zeitaufwendig und auch nicht erforderlich:

Von vielen Nutzern, die schon lange in dem Bereich unterwegs sind, weiß ich aber, dass es auch gängige Praxis ist,

  1. a) „zu testen“ (sprich Lebensmittel länger aufbewahren und beobachten) und/ oder
  2. b) sich an ähnlichen Lebensmitteln und deren Haltbarkeit orientieren.

Siehe dazu auch folgenden Link vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit:

https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/01_Lebensmittel/03_Verbraucher/17_FAQ/FAQ_MHD/FAQ_MHD_node.html