Lebensmittelkennzeichnung: Belegte Brötchen verkaufen

Lebensmittelkennzeichnung: Belegte Brötchen verkaufen

Wenn du als Betrieb unter anderem belegte Brötchen verkaufst, solltest du deine Pflichten zur Lebensmittelkennzeichnung verstehen. Oft entscheiden Details darüber, ob du lose Ware anbietest (andere Anforderungen) oder ob das Produkt als vorverpackt gilt – und damit deutlich mehr Kennzeichnungspflichten nach sich zieht. Manchmal reicht schon: eingeschweißt, zugeklebt, im Voraus verpackt, für den Selbstbedienungsverkauf bereitgestellt.

Typische „unsichtbare“ Stolperfallen sind:

  • Allergene: Wechsel bei Brot, Käse oder Dressing → plötzlich ist ein Allergen neu drin oder anders zu kennzeichnen.

  • Zutatenliste: Bei zusammengesetzten Zutaten (Schinken, Brötchen, Saucen) brauchst du Unterzutaten aus Spezifikationen – ohne System wird das schnell komplex, und selbst Excel stößt an Grenzen.

  • Nährwerte: Je nachdem, wie du verkaufst und verpackst, besteht eine Pflicht oder eine Ausnahme greift – „einfach weglassen“ ist riskant.

  • Datierung/Haltbarkeit: Bei kurzer Haltbarkeit muss klar sein, wie du MHD bzw. Verbrauchsdatum handhabst und prozesssicher absicherst.

In diesem Artikel schauen wir uns an, wer verantwortlich ist für die Kennzeichnung, wann ein Produkt als vorverpackt gilt, welche Kennzeichnungspflichten typischerweise relevant werden (Nährwerte, Allergene, Datierung) – und wie man das Thema so löst, dass es im Alltag wirklich funktioniert.

Kennzeichnung leicht gemacht | Rezeptrechner

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir, Zeit und Kosten zu sparen bei der Lebensmittelkennzeichnung, Kalkulation und Rezeptverwaltung. Es handelt sich um eine webbasierte Software.

Unser Fokus liegt auf Manufakturen/ Deli/ Feinkost, aber auch Catering- und Gastronomie Betriebe (Restaurants, Bistros, Tankstellen etc) sowie Cafés und Konditoreien nutzen unsere Software. 

Einige Funktionen kann man kostenlos ausprobieren, indem man sich hier kostenlos registriert.

Lebensmittelkennzeichnung belegte Brötchen

Mit der Rezeptrechner Software kann man schnell & einfach für eigene Rezepturen die Lebensmitteletiketten erstellen inkl. Nährwertberechnung und Zutatenliste.

Wer ist für die Kennzeichnung verantwortlich?

Grundsätzlich gilt: Verantwortlich ist der Lebensmittelunternehmer, der das Produkt unter seiner Verantwortung in den Verkehr bringt – also der Betrieb, der entscheidet, wie das Produkt angeboten wird und mit welchen Informationen es verkauft wird.

In der Praxis sieht das meist so aus:

  • Du stellst das Produkt selbst her bzw. lässt es in deinem Auftrag herstellen (z. B. im Café, in der Bäckerei-Filiale, in der Kantine, im Kiosk – oder auch in der Tankstellen-Theke).
    → Dann liegt die Kennzeichnungs-Verantwortung bei dir.

  • Du kaufst das Produkt fertig vorverpackt ein und verkaufst es nur weiter.
    → Die Kennzeichnung kommt grundsätzlich vom Hersteller/Lieferanten. Trotzdem solltest du als Verkaufsstelle eine Plausibilitätsprüfung machen (z. B. fehlen Allergene oder Datumsangaben, wirkt etwas offensichtlich falsch).

  • Eigenmarke / deine Adresse steht auf dem Etikett (auch wenn ein anderer produziert).
    → Dann bist du in der Regel der Inverkehrbringer – und damit derjenige, der zunächst einmal verantwortlich ist. Dafür brauchst du saubere Spezifikationen und klare Prozesse.

Ist die Verantwortung geklärt, geht’s mit der nächsten Frage weiter: Welche Kennzeichnungspflicht greift eigentlich?
Die Kernfrage hier lautet: (vor)verpackt oder lose Ware? Das ist entscheidend, weil das Anforderungsprofil für vorverpackte Ware deutlich höher ist.

Kennzeichnungspflicht vorverpackte Lebensmittel

Viele Betriebe unterschätzen, wie stark die Verpackungsart die Pflichtangaben beeinflusst.

Grob gesagt: Ein Lebensmittel gilt als vorverpackt, wenn es vor dem Verkauf in eine Verpackung gebracht wird, die es umschließt, sodass der Inhalt nicht verändert werden kann, ohne die Verpackung zu öffnen oder zu verändern – und es so zum Verkauf bereitliegt.

Wichtig ist außerdem die Abgrenzung zu Produkten, die erst auf Wunsch verpackt werden (z. B. „Bitte einmal einpacken“). Das ist in der Regel anders zu bewerten als ein bereits eingeschweißtes Produkt in der SB-Vitrine.

„Zum unmittelbaren Verkauf vorverpackt“

Ein häufiger Praxisfall bei belegten Brötchen ist die Einordnung als „zum unmittelbaren Verkauf vorverpackt“:
Wenn du belegte Brötchen im Betrieb vorbereitest, verpackst und typischerweise am selben oder nächsten Tag verkaufst, wird das in der Praxis häufig so eingeordnet.

Merksatz fürs Tagesgeschäft: Je „fertiger“ und „verschlossener“ das Produkt in der Auslage liegt, desto eher bist du im vorverpackten Bereich – und desto eher brauchst du saubere Lebensmitteletiketten.

Das Etikett muss nahe am Lebensmittel angebracht sein und bestimmte Pflichtangaben enthalten (z. B. Zutatenliste, Allergenkennzeichnung, ggf. Nährwerttabelle, Adresse, MHD/Verbrauchsdatum, Nettogewicht).

Lebensmittel Kennzeichnung für belegte Brötchen
Handelt es sich um (vor)verpackte Lebensmittel, so braucht es ein Lebensmitteletikett mit allen Pflichtangaben. Die Adresse zeigt, wer für die Kennzeichnung verantwortlich ist. Die Nährwerttabelle kann unter gewissen Umständen noch weggelassen werden. Mehr zu den Ausnahmen im nächsten Abschnitt.

Nährwertkennzeichnung: Ausnahmen für belegte Brötchen

Für verpackte Lebensmittel ist eine Nährwertkennzeichnung grundsätzlich verpflichtend.

Bei belegten Brötchen gibt es aber zwei Praxis-Ausnahmen, die viele Betriebe betreffen:

  • Ausnahme 1: Nicht vorverpackte Lebensmittel, auf Wunsch am Verkaufsort verpackte Produkte sowie „zum unmittelbaren Verkauf“ vorverpackte Lebensmittel sind von der verpflichtenden Nährwertkennzeichnung ausgenommen. Das ist bei belegten Brötchen oft der Standardfall, wenn sie im Betrieb frisch hergestellt und kurzfristig verkauft werden.

  • Ausnahme 2 (LMIV „kleine Mengen / lokal“): Es gibt eine Ausnahme für Hersteller, die Lebensmittel direkt in kleinen Mengen an Endverbraucher oder an lokale Einzelhandelsgeschäfte abgeben. In der behördlichen Auslegung wird „lokal“ häufig als Umkreis von bis zu 50 km verstanden (im Einzelfall ggf. mehr), und „kleine Mengen“ werden u. a. über den Produktionsmaßstab eingeordnet. Wichtig: Diese Ausnahme greift nur, wenn der Betrieb tatsächlich Hersteller ist – reines Zukaufen/Weiterverkaufen fällt nicht darunter. Mehr dazu auch unter LMIV – Nährwerttabelle.

Und selbst wenn Nährwerte nicht verpflichtend wären: Viele Betriebe entscheiden sich trotzdem dafür, weil es professioneller wirkt, Rückfragen reduziert und bei wiederkehrenden Produkten Prozesse stabilisiert. 

Aber selbst wenn die Ware nicht als (vor)verpackt gilt und man von der Nährwertkennzeichnung ausgenommen ist, so gibt es dennoch die Pflicht zur Allergenkennzeichnung. 

Allergene & Zutatenliste bleibt dennoch Pflicht

Viele Betriebe hören „Nährwerttabelle ist ausnahmsweise nicht nötig“ und denken unbewusst: „Dann ist Kennzeichnung insgesamt entspannter.“
Leider nein. In der Praxis gilt:

Die Ausnahme betrifft meist nur die Nährwertkennzeichnung – nicht Allergene und nicht automatisch die Zutatenliste.

Die Allergenkennzeichnung bleibt fast immer relevant – auch wenn du keine Nährwerttabelle angeben musst. Entscheidend ist, dass Kund:innen die Info klar, leicht zugänglich und aktuell bekommen.

Für ein klassisches Käse-Schinken-Brötchen heißt das typischerweise:

  • Gluten (Brötchen)
  • Milch (Käse/Butter)
  • ggf. Sesam (Sesambrötchen)
  • ggf. Senf/Ei/Sellerie (bei Saucen/Dressings)

Lebensmittelkennzeichnung ohne Nährwerttabelle

MHD vs. Verbrauchsdatum

Sobald du belegte Brötchen vorverpackt anbietest (z. B. eingeschweißt/zugeklebt in der SB-Vitrine), brauchst du in der Regel eine Datumskennzeichnung direkt auf der Verpackung: meist ein MHD („mindestens haltbar bis: TT.MM.JJJJ“). Ein Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis: TT.MM.JJJJ“) ist dann notwendig, wenn das Produkt als sehr leicht verderblich eingestuft wird und nach kurzer Zeit eine Gesundheitsgefahr entstehen kann – das sollte idealerweise über deine HACCP-Beurteilung/betriebliche Festlegung sauber entschieden werden. Da die Haltbarkeit bei belegten Brötchen praktisch immer von Kühlung abhängt, gehört in der Praxis fast immer auch ein Lagerhinweis dazu (z. B. „gekühlt lagern bei 2–7 °C“). Das Datum muss gut sichtbar, lesbar und dauerhaft auf dem Etikett stehen und am Produkt angebracht sein (nicht nur am Regal).

Bei loser Ware in der Bedientheke (erst auf Wunsch eingepackt) ist ein MHD/Verbrauchsdatum auf dem einzelnen Brötchen in der Regel nicht erforderlich – trotzdem brauchst du intern klare Regeln zur Haltbarkeit (Produktionstag/-zeit, „tagesfrisch bis …“, Entsorgungszeitpunkt) und eine saubere Kühlkette, damit nichts „zu lange“ in der Auslage bleibt.

Praxisbeispiele (inkl. Allergene, Zutatenliste und MHD/Verbrauchsdatum)

Im folgenden haben wir noch einmal die typischen beiden Fälle für belegte Brötchen zusammengefasst im Hinblick auf Lebensmittelkennzeichnung. 

Beispiel 1: Eingeschweißtes Brötchen

in der Vitrine (Selbstbedienung)

  • Nährwerttabelle: kann je nach Einordnung entfallen

  • Allergene: ja

  • Zutatenliste: in der Regel ja (weil vorverpackt angeboten)

  • Datum: ja – i. d. R. MHD oder ggf. „zu verbrauchen bis“ (betriebsintern festlegen)

  • Lagerhinweis: sinnvoll/üblich: „gekühlt lagern …“

Typischer Alltag: Brötchen werden morgens belegt, verpackt, datiert und in die SB-Theke gelegt. Wenn sich Brot/Schinken/Sauce ändert, müssen Allergenhinweis, Zutatenliste und Datumssystem trotzdem stabil bleiben.

Lebensmittelkennzeichnung Beispiel belegte Brötchen verkaufen

Beispiel 2: „loses“ Brötchen

Brötchen wird auf Wunsch eingepackt

  • Nährwerttabelle: in der Regel nicht verpflichtend

  • Allergene: ja (z. B. über Aushang/Zutatenmappe)

  • Zutatenliste: häufig nicht als „vollständige Etiketten-Zutatenliste“ nötig

  • Datum: nicht auf dem Einzelprodukt, aber intern brauchst du trotzdem klare Regeln zur Haltbarkeit/Charge (z. B. „tagesfrisch“, Produktionszeitpunkt, Entsorgungszeit)

Typischer Alltag: Du verkaufst über Bedienung. Das reduziert Etikettenpflichten, aber du brauchst trotzdem eine saubere interne Haltbarkeitslogik – sonst werden „alte“ Brötchen schnell zur Grauzone.

Lebensmittelkennzeichnung Beispiel Belegte Brötchen lose

Unterschätzte Komplexität für belegte Brötchen: Unterzutaten, Lieferanten, Rezeptänderungen

Auch wenn die Rezepturen selbst für belegte Brötchen oftmals gar nicht so komplex sind, führt die Kennzeichnung in der Praxis doch immer wieder zu Komplexität. 

Bei belegten Brötchen hast du fast immer zusammengesetzte Zutaten:

  • Brötchen (Unterzutaten, oft wechselnd je nach Bäcker)
  • Schinken (Unterzutaten + ggf. Zusatzstoffe)
  • Käse (je nach Sorte unterschiedlich)
  • Sauce/Dressing (Unterzutaten + oft neue Allergene)

Für zusammengesetzte Zutaten muss die sub-Zutatenliste in Klammern mit angezeigt werden auf dem Etikett. Ändern sich Zutaten oder Lieferanten, so muss auch die sub-Zutatenliste ausgetauscht werden. 

Rezepturen ändern sich ständig – oft ohne dass es jemand als „Rezeptänderung“ wahrnimmt. Typische Änderungen:

  • anderes Brot (neuer Lieferant → neue Unterzutaten/Allergene)
  • Käse gewechselt
  • anderes Dressing („heute schnell eins aus dem Großhandel“)
  • Grammaturen angepasst („mehr Käse, weniger Schinken“)
  • Garnitur ersetzt („Tomate aus, Gurke rein“)

Ändert man selbst die Rezeptur (weil man beispielsweise eine Zutat von einem anderen Lieferanten nutzt), so kann sich ebenfalls die Zutatenliste und Allergenkennzeichnung ändern. 

Lösungswege: Laboranalyse, Eigenberechnung oder Rezeptrechner

Wenn es um Nährwerte, Zutatenliste und Allergene geht, landen Betriebe in der Praxis meist bei drei Wegen. Zwei sind „machbar“, aber teuer oder fehleranfällig.

A) Laboranalyse

Eine Laboranalyse liefert sehr genaue Werte. Das ist attraktiv, wenn du ein Produkt lange unverändert verkaufst (standardisiert, hohe Stückzahl).

Der Haken: Rezepturen ändern sich ständig (Brotlieferant, Grammaturen, Sauce). Labor ist teuer und langsam – und löst außerdem nicht automatisch die Zutatenliste/Allergenlogik aus Unterzutaten.

B) Eigenständige Berechnung (Excel & Co.)

Viele starten mit Excel – verständlich. Es kostet erstmal wenig.

Das Problem: Sobald Unterzutaten, Rundungen, Roh-/Endgewichte, Portionsumrechnungen, Lieferantenwechsel und Varianten dazu kommen, wird Excel zum Dauerprojekt. Fehler passieren leise: geändertes Brot → neue Allergene → irgendwo bleibt ein Feld unverändert → Etikett/Aushang ist falsch.

C) Rezeptrechner: Nährwerte + Kennzeichnung + Etikettenausgabe in einem Workflow

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir, die Alltagsprobleme der Lebensmittelkennzeichnung strukturiert anzugehen. Wir helfen Betrieben, Zeit und Kosten zu sparen bei der Kennzeichnung und Rezeptverwaltung. 

Software hat den Vorteil gegenüber Excel, dass man Zusammenhänge viel dynamischer darstellen kann. Da es sich um eine webbasierte Software handelt, können Nutzer von überall auf die Rezepturen zugreifen.

Wichtig: Wir verwalten nicht nur fertige Rezepturen, sonderen ermöglichen eigene Rezepte (Zutaten und Mengen) einzugeben. Für die Zutaten stehet eine zentrale Datenbank zur Verfügung mit Nährwerten und Allergenkennzeichnung. Eigene Produkte vom Lieferanten mit sub-Zutatenliste (Textform)  können im eigenen Konto hinterlegt werden. 

„Wir haben doch ein PIM-System“

Viele größere Betriebe nutzen bereits ein PIM-System (Product Information Management). Das ist stark für Produktstammdaten: Artikelnummern, Bezeichnungen, Bilder, Packmittel, Texte, Kanäle, Konsistenz über Sortimente hinweg.

Der Knackpunkt: Ein PIM denkt meist in Produkten, nicht in Rezepturen. Es kann Kennzeichnungsinfos speichern – aber berechnet in der Regel nicht automatisch aus der Rezeptlogik:

  • Nährwerte (aus Zutaten + Mengen)

  • Zutatenliste in Reihenfolge (aus Gewichtsanteilen)

  • Allergene (aus Zutaten/Unterzutaten)

  • Varianten („heute anderes Brot“, „ohne Sauce“, „extra Käse“)

Das führt schnell zu manueller Pflege: Nach jeder Rezeptänderung müssten die Daten im PIM nachgezogen werden. Genau dort entstehen dann die typischen Fehler.

Praxis-Fazit: PIM ist super für Produktdaten. Für Rezeptlogik und Kennzeichnungsableitung brauchst du meist ein rezepturnahes System – und kannst die finalen Angaben bei Bedarf ins PIM übernehmen.

So funktioniert’s mit dem Rezeptrechner in der Praxis

Zunächst benötigt man einen Zugang zur Rezeptrechner Software. Hierzu registriert man sich. Nach der Registrierung können Nutzer einige Funktionen auch kostenfrei ausprobieren. Für die vollständige Nutzung benötigt man eine Jahreslizenz. Diese kann man direkt online buchen. Hier geht’s zur Preisübersicht.

Schritt 1: Zutaten anlegen 
Du hast zwei Wege (und kannst sie kombinieren):

  • Nährwertdatenbank nutzen: Standardzutaten sind bereits verfügbar in der Software und direkt nutzbar.

  • Eigene Lieferantenzutaten pflegen: Zutaten von bestimmten Lieferanten (z. B. genau dieser Schinken / dieses Baguette / dieser Käse) legst du mit den Nährwerten aus dem Datenblatt an – optional inkl. Zutatenlisten/Unterzutaten.

Schritt 2: Rezept eingeben – Mengen, Komponenten, Varianten
Du erfasst dein Rezept mit Grammangaben (z. B. „Baguette, Butter, Schinken, Käse, Salat, Tomate“). Varianten lassen sich strukturiert abbilden (z. B. „ohne Butter“, „mit Gurke statt Tomate“).

Komponenten (z.b. Saucen, Dressings etc.) können zunächst als Rezeptur eingegeben werden und im Anschluss in eine Zutat umgewandelt werden. Das hat den Vorteil, dass man die gleiche Rezeptur dann mehrfach in verschiedenen Rezepturen einsetzen kann.

Schritt 3: Etiketten Generator öffnen
Sobald das Rezept steht, berechnet Rezeptrechner automatisch:

  • Nährwerttabelle pro 100 g (Standard); optional auch pro Portion/Stück (je nach Bedarf)

  • Zutatenliste in der richtigen Reihenfolge (nach Gewichtsanteil)

  • Allergenkennzeichnung (auf Basis der gepflegten Zutaten)

  • und – wenn Unterzutaten vorhanden sind – eine deutlich belastbarere Zutatenliste als „Brot, Schinken, Käse“.

Schritt 4: Etikett im gewünschten Layout erstellen
Etikettenfelder (Produktname, Gewicht, Datum/MHD bzw. „zu verbrauchen bis“, Lagerhinweis, Herstellerdaten usw.) gibst du im gewünschten Layout aus – kompakt für Tagesware oder ausführlicher, wenn nötig.

Schritt 5: Drucken: Etikettendrucker für den Alltag oder professioneller Druck
Für belegte Brötchen mit kurzer Haltbarkeit ist oft ein einfaches weißes Etikett ideal: schnell, sauber, günstig. Deshalb lohnt sich häufig ein eigener Etikettendrucker.
Wir arbeiten hier mit Brother zusammen und können passende Drucker empfehlen. Professioneller Druck lohnt sich eher für Produkte mit längerer Laufzeit und stabilen Rezepturen.

Mehr dazu auch im Artikel: Welcher Etikettendrucker für Lebensmittel 

Etikettendrucker Brother für Lebensmittel 4 Zoll

Kalkulation für belegte Brötchen

Mit der Rezeptrechner Software kannst du auch die Kalkulation für belegte Brötchen durchführen. Das heißt, du kannst sowohl den Wareneinsatz als auch die Verkaufspreise kalkulieren. Dazu kann man zentral Rohstoffpreise für die einzelnen Zutaten in der Software erfassen. Es wird automatisch der Wareneinsatz berechnet. Außerdem kann man FixkostenAufschläge hinterlegen oder per Deckungsbeitragsquote den gewünschten Verkaufspreis auf Profitabilität prüfen. Eine Schritt für Schritt Anleitung für die Kalkulation von belegten Brötchen findest du in diesem Artikel. 

Anleitung Kalkulation belegtes Brötchen Gastronomie
Speiseeis Kennzeichnung

Speiseeis Kennzeichnung

Speiseeis Kennzeichnung & Etiketten erstellen – so geht’s!

Die Herstellung von hochwertigem Speiseeis ist für viele Manufakturen eine echte Herzensangelegenheit. Doch während Rezepturen sorgfältig perfektioniert werden, sorgt das Thema „Lebensmittelkennzeichnung“ oft für Kopfschmerzen. Gerade beim Verkauf von verpacktem Speiseeis gelten in Deutschland und der EU strenge Vorschriften. In diesem Artikel erläutere ich, welche Pflichtangaben bei der Speiseeis Kennzeichnung auf dem Etikett abgebildet sein müssen, wie man diese Daten generieren kann und welche Lösung sich gut eignet um Etiketten für das Speiseeis zu erstellen und zu drucken.

Speiseeis Kennzeichnung & Etiketten erstellen

Mehr Sicherheit bei der Kennzeichnung

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir Manufakturen, Zeit & Kosten zu sparen bei der Lebensmittelkennzeichnung, Nährwertberechnung und Rezeptverwaltung. Es handelt sich um eine webbasierte Software zur Rezeptverwaltung. Man kann Rezepte (Zutaten und Mengen) in die Software einpflegen. Durch die Anbindung eine eine entsprechende Nährwertdatenbank können automatisch Nährwerte berechnet werden. Außerdem wird direkt eine Nährwerttabelle generiert und die Zutatenliste mit Inhaltsstoffen erstellt. So kann in wenigen Minuten das erste Etikett zur Kennzeichnung vom Speiseeis erstellt werden. Einige Funktionen können auch kostenlos ausprobiert werden, wenn man sich entsprechend registriert.

Speiseeis Pflichtangaben auf dem Etikett

Gemäß der Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) müssen zahlreiche Angaben auf dem Etikett enthalten sein:

  • Zutatenliste: Alle Zutaten müssen in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils aufgeführt werden.
  • Allergene: Allergene Zutaten (z.B. Milch, Eier, Nüsse) müssen hervorgehoben, meist durch Fettdruck oder Unterstreichung, deutlich erkennbar sein.
  • Nährwertangaben: Verpflichtend sind Angaben zu Energie, Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz je 100 g oder 100 ml. Die Nährwerte pro 100g sind Pflicht. (siehe auch Nährwertangaben Tabelle)
  • Nettofüllmenge: Die genaue Menge des Produkts (in Gramm oder Milliliter) muss angegeben werden.
  • Herstellerangaben: Name und Anschrift des Herstellers oder des verantwortlichen Unternehmens sind verpflichtend.
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: Angabe bis zu welchem Datum das Produkt mindestens haltbar ist.

Wie kann man die Pflichtangaben ermitteln?

Die Pflichtangaben für das Etikett lassen sich grundsätzlich auf zwei Wegen ermitteln: durch Laboranalysen oder durch rechnerische Ermittlung. Bei Laboranalysen muss man locker mit 60 – 100€ pro Analyse rechnen. Wer viele verschiedene Eis-Sorten anbietet, muss hier also mit erheblichen Kosten rechnen. Die LMIV erlaubt aber auch ausdrücklich die eigenständige rechnerische Ermittlung der Nährwerte auf Basis der verwendeten Zutaten. Die eigenständige Nährwertberechnung, Allergenkennzeichnung und Zutatenlisten-Sortierung ist natürlich ebenfalls mit Aufwand verbunden. Genau hier setzt unsere Rezeptrechner Software an. Wir helfen, Zeit & Kosten zu sparen bei der Ermittlung der Kennzeichnung. Statt mühsam Excel-Tabellen zu jonglieren, gibt man einfach seine Rezepte inklusive Zutaten und Mengen in die webbasierte Software ein. Die Software erledigt dann automatisch die Nährwertberechnung, erstellt eine übersichtliche Zutatenliste mit Allergenen in korrekter Reihenfolge und ermöglicht die unkomplizierte Erstellung LMIV-konformer Etiketten. Wie genau das funktioniert, erfährst du im nächsten Abschnitt.

So funktioniert’s in der Praxis mit dem Rezeptrechner

Bei der Rezeptrechner Software handelt es sich um eine webbasierte Software zur Kennzeichnung, Rezeptverwaltung und Kalkulation. Du kannst damit also neben der Kennzeichnung auch direkt Kosten und Preise für deine Produkte kalkulieren. Der Vorteil ist außerdem, dass du deine Rezepte strukturiert alle an einem Ort hast. Da es sich um eine webbasierte Software handelt, kannst du jederzeit überall darauf zugreifen. Mit deinen Online Zugangsdaten meldet man sich an und kann die Rezepte am PC, IPad oder auch mobile aufrufen.

Einige Funktionen für den Desktop kann man auch kostenlos ausprobieren, indem man sich hier registriert. Für die Nutzung der Vollversion benötigt man eine Jahreslizenz, die sich nach 365 Tagen immer verlängert. Man kann natürlich dennoch jederzeit kündigen. Die Jahreslizenz zur Vollversion kann ebenfalls direkt online gebucht werden. Die Preise sind sehr fair gestaltet und richten sich insbesondere an kleine und mittlere Betriebe, die keine komplexe Warenwirtschaftssysteme nutzen wollen.

Im nächsten Schritt gibt’s eine Anleitung, die Schritt für Schritt erläutert, wie man mit der Rezeptrechner Software die Kennzeichnung für Speiseeis erstellen kann. Dies setzt also vorraus, dass man bereits einen Rezeptrechner PRO Business Zugang hat.

Schritt 1: Rezepteingabe

Zunächst gibt man die Rezepte in die Software ein. Man bekommt automatisch Zugang zu einer Zutaten- und Nährwertdatenbank, die die Rohstoffe und die Nährwertangaben enthält (Bundeslebensmittelschlüssel). Man wählt passende Zutaten aus der Datenbank aus und gibt die Menge für ein Basisrezept dazu ein (z.B. 400g Erdbeeren frisch). So verfährt man, bis das Basisrezept vollständig ist. Findet man bestimmte Zutaten nicht in der Datenbank, so kann man auch eigene Artikel mit Nährwerten vom Lieferanten im Konto mit eingeben und verwenden.

Rezeptverwaltung Speiseeis & Kennzeichnung

Schritt 2: Rezept speichern

Nun speichert man das Rezept. Wer möchte kann noch die Anzahl der Portionen mit angeben.

Beim Speiseeis gilt es zudem, den sogenannten Reduktionsfaktor zu beachten: Anders als beim Kochen, wo ein Flüssigkeitsverlust eintritt und der Reduktionsfaktor kleiner als 1,0 ist, erhöht sich beim Gefrieren von Eis das Volumen, während das Gewicht gleich bleibt. Somit bleibt bei der Kennzeichnung der Nährwerte pro 100 g der Reduktionsfaktor bei 1,0. Wenn allerdings eine Angabe pro 100 ml gewünscht ist, liegt der Reduktionsfaktor etwas über 1,0. Gesetzlich erlaubt sind bei Speiseeis beide Kennzeichnungen, also Nährwertangaben pro 100 g oder pro 100 ml.

Schritt 3: Etiketten Generator öffnen

Nachdem man sein Rezept gespeichert hat, kann bereits der Etiketten Generator geöffnet werden. Es wird automatisch ein Standard-Etikett mit den typischen Pflichtangaben erstellt. Man kann aber auch Angaben ausblenden, weitere Angaben (z.B. die BIO Kennzeichnung) ergänzen und das Layout vom Etikett ändern. Ebenso kann man die Nährwerttabelle vom Speiseeis ausblenden. Das ist besonders dann praktisch, wenn man das Speiseeis als lose Ware in der Eisdiele verkauft und nur einen kleinen Zettel mit den Inhaltsstoffen und/ oder Allergenkennzeichnung angeben möchte.

Die Angaben auf dem Etikett können auch noch angepasst werden. So kann man beispielsweise die Zutatenliste noch etwas überarbeiten. Wichtig ist, dass man außerdem ggf. noch die QUID Kennzeichnung auswählt. Für bestimmte Zutaten wie z.B. die Erdbeeren im Erdbeereis muss angegeben werden, wie viel Prozent Erdbeeren im Eis enthalten sind. Die Prozentangabe (QUID) wird automatisch berechnet, aber man muss manuell einmal die Zutaten auswählen, für die die QUID-Angabe erscheinen soll.

Speiseeis Kennzeichnung & Etiketten erstellen

Schritt 4: Etiketten drucken

Sobald man mit dem Layout vom Etikett zufrieden ist, kann man dieses als Bilddatei (PNG, JPG) oder PDF herunterladen und ausdrucken. Eine PNG Datei ist vor allem praktisch, wenn man einen transparenten Hintergrund benötigt, weil man das Bild auf ein vorgedrucktes Etikettenpapier drucken möchte. Das PDF ist das kompatibelste für die meisten Etikettendrucker. JPG ist sehr gut geeignet, wenn man vorher einen farbigen Hintergrund für sein Etikett gewählt hat.

Im nächsten Abschnitt gehe ich auch nochmal etwas genauer darauf ein, wie man das Etikett am besten drucken kann. Vorher jedoch nochmal ein kurzer Schweif zur Kennzeichnung und eine Frage, die viele Betriebe und Eisdielen beschäftigt.

Was passiert, im Falle einer Prüfung der Kennzeichnung?

Die eigenständige rechnerische Ermittlung der Nährwerte ist laut LMIV explizit erlaubt und stellt neben einer Laboranalyse eine absolut zulässige Methode dar. Entscheidend ist letztlich nicht, wie die Daten ermittelt wurden, sondern ob diese den tatsächlichen Werten entsprechen. Im Falle einer amtlichen Prüfung werden Deklarationen durch Laborproben überprüft. Dabei sind kleinere Abweichungen völlig normal, denn natürliche Zutaten schwanken in ihren Nährwerten immer etwas. Die LMIV berücksichtigt dies und definiert bestimmte Toleranzen, innerhalb derer sich solche Abweichungen bewegen dürfen. Weitere Informationen dazu finden sich im Leitfaden zum Prüfverfahren nach LMIV.

Etiketten selber drucken oder professionell drucken lassen?

Sind die Etiketten mit der Software erstellt, lassen sich diese unkompliziert als Bilddateien (PNG oder JPG) oder auch als PDF-Dateien herunterladen. Je nach Bedarf können Manufakturen diese Vorlagen anschließend entweder selbst drucken (siehe Etiketten selber drucken) oder an eine professionelle Druckerei weitergeben.

Entscheiden sich Eisproduzenten für den Etikettendruck vor Ort, ist die Wahl des richtigen Druckverfahrens entscheidend. Thermotransfer- oder Thermodirekt-Drucker sind hier die beste Wahl, denn sie verhindern das Verwischen der Etiketten durch Feuchtigkeit oder Kondensation, wie es bei Eisverpackungen häufig vorkommt. Ein herkömmlicher Tintendrucker ist aufgrund der Verwischgefahr nicht optimal geeignet. Ebenfalls wichtig: die Wahl zwischen Endlos-Etikettenpapier oder vorgestanzten Etikettenrollen sowie die richtige Auflösung in den Druckeinstellungen für ein perfektes Druckergebnis. Bei diesem Thema findest du vertiefende Informationen in diesem Artikel: Welcher Etikettendrucker für Lebensmittel?

Alternativ besteht natürlich die Möglichkeit, die Etikettendateien direkt an eine professionelle Druckerei weiterzugeben. Hier lassen sich die Bilddateien einfach hochladen und dann Papierqualität, Formate und weitere Details individuell bestimmen. Diese Option eignet sich besonders, wenn größere Mengen benötigt werden oder ein besonders hochwertiges Finish gewünscht ist. Mehr dazu findest du auch im Artikel Lebensmitteletiketten drucken.

Fazit: Die Lebensmittelkennzeichnung für Speiseeis-Manufakturen muss keine Herausforderung sein. Mit dem Rezeptrechner erhalten Eisproduzenten eine einfache, effiziente und vor allem sichere Möglichkeit, ihre Produkte LMIV-konform zu etikettieren – und können sich so wieder ganz auf das Wesentliche konzentrieren: Das Kreieren einzigartiger Eiskreationen.

Zutatenliste Reihenfolge

Zutatenliste Reihenfolge

Zutatenliste Reihenfolge

Die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) regelt die Kennzeichnung von Lebensmitteln in der EU. Sie stellt sicher, dass Verbraucher alle relevanten Informationen zu einem Lebensmittel erhalten. Ein zentrales Element der Kennzeichnungspflicht ist die Zutatenliste. Unternehmen in der Lebensmittelbranche müssen die Zutatenliste Reihenfolge korrekt angeben, um Transparenz zu schaffen und den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. Wie man viel Zeit sparen kann beim Zusammenfassen von komplexen Zutatenlisten erfährst du hier am Beispiel Pralinen Mischung: Zutatenliste für Pralinen zusammenfassen.

Zeit sparen beim Zutatenliste erstellen

Mit der Rezeptrechner Software können Lebensmittelproduzenten viel Zeit und Kosten zu sparen beim Erstellen der Zutatenliste. Die Zutatenliste wird automatisch in die richtige Reihenfolge gemäß LMIV gebracht. Außerdem wird auch auf die weitere Formatierung geachtet. So bekommt man Vorschläge zur Kennzeichnung der Allergene. Diese werden fett hervogehoben. Ebenso kann man die QUID-Prozentangabe direkt berechnen lassen. Im Anschluss kann man die Zutatenliste oder ein vollständiges Lebensmittel Etikett mit allen Pflichtangaben herunterladen und ausdrucken.

Zutatenliste für Lebensmittel Etikett erstellen

Das sollten Lebensmittelhersteller bei der Zutatenliste beachten

Lebensmittelhersteller müssen bei der Kennzeichnung ihrer Lebensmittel viele Details beachten, um die LMIV-Vorgaben zu erfüllen. Die wichtigsten Punkte im Überblick (siehe auch LMIV Zutatenliste):

  • Zutatenliste Reihenfolge: Die Zutaten müssen nach ihrem Gewichtsanteil im Produkt absteigend aufgelistet werden. Die Hauptzutat steht an erster Stelle, die am wenigsten enthaltene Zutat an letzter.
  • Allergene hervorheben: Allergene wie Gluten, Milch oder Nüsse müssen in der Zutatenliste fettgedruckt oder anderweitig deutlich hervorgehoben sein.
  • Zutaten: Die Kennzeichnung der Zutatenliste beginnt immer mit den Worten „Zutaten:“
  • Kennzeichnung als Zusatzstoffe: Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel, Farbstoffe oder Geschmacksverstärker müssen entweder mit ihrem Funktionsnamen und der E-Nummer (z. B. „Antioxidationsmittel E300“) oder dem genauen Namen (z. B. „Ascorbinsäure“) angegeben werden.
  • QUID-Kennzeichnung: Angabe des prozentualen Anteils bestimmter Zutaten, wenn diese in der Bezeichnung des Produkts, auf der Verpackung hervorgehoben oder charakteristisch für das Lebensmittel sind
     

Durch Einhaltung dieser Punkte erfüllen Hersteller die gesetzlichen Anforderungen an die Zutatenliste.

Zutatenliste generieren mit der Rezeptrechner Software

Automatische Zutatenliste erstellen

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir Lebensmittel Herstellern und Direktvermarktern Zeit & Kosten zu sparen bei der Lebensmittelkennzeichnung. Dazu muss man lediglich die Rezepte (Zutaten und Mengen) in die Software eingeben.

Die Reihenfolge der Zutatenliste und die Menge vom Basisrezept spielen dabei keine Rolle. Die Software generiert die richtige Reihenfolge der Zutatenliste im nächsten Schritt automatisch (siehe auch Zutatenliste erstellen).

Außerdem bekommt man auch sofort Vorschläge zur Allergenkennzeichnung in fett markiert. Auf Knopfdruck kann für bestimmte Zutaten die QUID-Prozentangabe ermittelt werden. Mehr dazu auch unter Zutatenliste für Lebensmittel erstellen.

Zutatenliste aus Rezept erstellen

Endlose Zutatenliste zusammenfassen

Tauchen Zutaten mehrfach auf oder hat man komplexe Zusammensetzungen (z.B. Sushi Kennzeichnung oder Pralinenschachtel), so entstehen oftmals endlose Zutatenlisten. Diese enlosen Zutatenlisten kann man zusammenfassen mit der Rezeptrechner Software. Die Reihenfolge der Mengenangabe wird dabei weiterhin berücksichtigt und auch die Allergenkennzeichnung bleibt erhalten. Mehr dazu auch unter Pralinen herstellen und verkaufen.

Etiketten erstellen & Drucken

Mit der Rezeptrechner Software werden auch automatisch die Nährwertangaben berechnet. Man kann dann ein Etikett für das Lebensmittel erstellen. Dabei entscheidet man selbst, ob nur die Zutatenliste oder auch die Nährwerttabelle auf dem Lebensmitteletikett zu sehen sein soll (siehe auch Nährwerttabelle Rechner). Das Etikett kann man dann als Bilddatei (PNG, JPG) oder PDF herunterladen. Mit einem passenden Etikettendrucker kann die Zutatenliste dann auch direkt ausgedruckt werden.

Zutatenliste für Lebensmittel Etikett erstellen

Umgang mit Sub-Zutatenlisten

Wenn ein Lebensmittelbestandteil selbst aus mehreren Zutaten besteht, spricht man von einer Sub-Zutatenliste. In solchen Fällen müssen die Unterzutaten des Bestandteils ebenfalls in der Zutatenliste aufgeführt werden, um vollständige Transparenz zu gewährleisten. Hier einige Grundregeln:

  • Detaillierte Auflistung: Die Sub-Zutaten werden direkt nach der Hauptzutat in Klammern angegeben. Beispiel: „Schokolade (Zucker, Kakaobutter, Kakaomasse, Milchpulver)“.
  • Reihenfolge beachten: Auch in der Sub-Zutatenliste gilt die Mengenreihenfolge. Die Zutaten innerhalb des Bestandteils müssen also ebenfalls absteigend nach Gewicht geordnet sein.
  • Kennzeichnung von Allergenen: Allergene in Sub-Zutaten müssen ebenfalls hervorgehoben werden (z. B. fettgedruckt), um sie für Verbraucher leicht erkennbar zu machen.
  • Ausnahmen für kleine Anteile: Bei einigen Zutaten, die in sehr kleinen Mengen im Endprodukt vorkommen (meist unter 2 %), kann die Sub-Zutatenliste entfallen. Dies gilt insbesondere, wenn die Zutaten keinen nennenswerten Einfluss auf das Endprodukt haben. Die genauen Ausnahmen variieren jedoch je nach Produkt und nationalen Vorschriften

Sub-Zutatenliste taucht in Klammern auf

Die Rezeptrechner Software erleichtert die Erstellung komplexer Zutatenlisten mit Sub-Zutatenlisten. Man kann eigene Zutaten (Lebensmittel) mit eigener sub-Zutatenliste in seinem Konto hinterlegen. Nutzt man diese für Rezepturen, so taucht im Etikett vom Lebensmittel die jeweilige sub-Zutatenliste automatisch hinter der Zutaten in Klammern auf. 

Sie sortiert automatisch nach Gewicht und hebt Allergene hervor, sodass die Sub-Zutaten korrekt und übersichtlich dargestellt werden.

Reihenfolge von zusammengesetzten Zutaten

Was gilt es neben der Reihenfolge der Zutatenliste noch zu beachten?

Neben der Zutatenliste gibt es noch mehrere wichtige Angaben, die auf dem Etikett eines verpackten Lebensmittels verpflichtend sind, um den Vorgaben der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) zu entsprechen:

  • Bezeichnung des Lebensmittels: Eine klare, allgemeine Bezeichnung, die das Produkt beschreibt (z. B. „Erdbeerjoghurt“ oder „Vollkornbrot“), damit der Verbraucher sofort weiß, um welches Lebensmittel es sich handelt.
  • Nettogewicht bzw. Füllmenge: Die Menge des Produkts muss in Gramm (g), Kilogramm (kg), Millilitern (ml) oder Litern (L) angegeben werden, damit Verbraucher den Inhalt abschätzen können.
  • Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum: Gibt an, bis wann das Produkt mindestens haltbar ist oder verzehrt werden sollte. Ein Verbrauchsdatum ist verpflichtend bei leicht verderblichen Lebensmitteln.
  • Name und Anschrift des Herstellers oder Importeurs: Diese Angabe ermöglicht es, den Hersteller oder Importeur zu identifizieren und zu kontaktieren.
  • Nährwertdeklaration: Pflicht bei den meisten verpackten Lebensmitteln. Sie gibt Aufschluss über den Energiegehalt und Nährstoffe wie Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz.
  • Allergenkennzeichnung: Allergene müssen hervorgehoben und gut sichtbar in der Zutatenliste dargestellt werden.
  • Los- oder Chargennummer: Diese ist wichtig für die Rückverfolgbarkeit und erlaubt es, das Produkt im Falle eines Rückrufs eindeutig zu identifizieren.
  • Gebrauchsanweisung: Wenn für den Verzehr eine spezielle Zubereitung erforderlich ist, muss eine Anleitung vorhanden sein.

Diese Angaben sollen den Verbraucher umfassend informieren und bei der Kaufentscheidung unterstützen. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist für Lebensmittelhersteller Pflicht, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden und Transparenz für die Verbraucher zu gewährleisten.

Wer muss eine Zutatenliste erstellen?

Alle Unternehmen, die verpackte Lebensmittel in der EU herstellen oder verkaufen, sind verpflichtet, eine vollständige und korrekte Zutatenliste zu erstellen. Diese Pflicht gilt für Hersteller von Fertigprodukten ebenso wie für kleinere Betriebe wie Bäckereien, Konditoreien oder Cafés, wenn sie Produkte verpackt anbieten (siehe auch Kuchenverkauf Zutatenliste). Auch Importeure, die Lebensmittel aus Nicht-EU-Ländern einführen, müssen sicherstellen, dass die Zutatenliste den europäischen Standards entspricht. Die Zutatenliste dient der Transparenz und ermöglicht Verbrauchern, Inhaltsstoffe und potenzielle Allergene schnell zu erkennen. Wer Lebensmittel verkauft, trägt somit eine Verantwortung für eine klare und gesetzeskonforme Deklaration der Zutaten.

Jetzt Rezepte Digitalisieren

Mit der Rezeptrechner Software erhalten Lebensmittelproduzenten ein Programm zum Rezepte digitalisieren. Man spart sich damit viel Zeit und Kosten bei der Kennzeichnung, Nährwertberechnung und Verwaltung der Rezepte. Da es sich um eine webbasierte Software handelt, kann man von überall auf die Rezepte zugreifen. Außerdem gibt’s auch eine App, über die man unterwegs auf dem Smartphone Zutatenlisten ansehen kann, Rezeptmengen umrechnen kann und ebenfalls die Nährwertangaben sehen kann.

Zutatenlisten verwalten für Rezepte und Lebensmittel
Nährwertanalyse

Nährwertanalyse

Lebensmittelbetriebe wie Manufakturen, Catering-Unternehmen, Feinkosthersteller, Hofläden und Gastronomen stehen vor der Herausforderung, die Nährwertanalyse ihrer Produkte und Gerichte gemäß der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) durchzuführen. Diese Verordnung schreibt vor, dass Lebensmittelbetriebe genaue Angaben zu den Nährwerten ihrer Produkte auf Verpackungen oder in Speisekarten bereitstellen müssen. Die Frage, die sich viele Betriebe stellen: Wie können diese Nährwertangaben korrekt ermittelt werden, ohne hohe Kosten durch Laboranalysen zu verursachen?

Jetzt Nährwertanalyse ohne hohe Labor Kosten

Mit der Rezeptrechner Software können Lebensmittel Betriebe hohe Kosten für die Nährwertanalyse im Labor sparen. Mit der Rezeptrechner Software ist die eigenständige Nährwertberechnung LMIV-konform möglich. Während eine Nährwertanalyse im Labor locker 70 € pro Analyse kosten kann, gibt’s eine Jahreslizenz für die Rezeptrechner Software bereits ab 150 € zzgl. Mwst. Damit können Betriebe für eine Vielzahl von Rezepten die Nährwerte berechnen und im Anschluss direkt eine Nährwerttabelle oder vollständige Lebensmitteletiketten generieren.

Nährwertanalyse ohne Labor gemäß LMIV

Mit der Rezeptrechner Software kann man automatisch einen Produktpass inklusive Nährwertanalyse als PDF erstellen und ausdrucken. Damit spart man sich hohe Kosten für die Nährwertanalyse im Labor.

Video: Nährwertanalyse für Rezepte

In diesem Video zeige ich dir im Schnelldurchlauf, wie du mit Hilfe der Rezeptrechner Software schnell & einfach die Nährwertanalyse für Rezepte erstellen kannst – ganz ohne Labor. Damit spart man sich hohe Kosten und stellt dennoch eine LMIV-konforme Lebensmittelkennzeichnung sicher. 

Möglichkeiten der Nährwertanalyse gemäß LMIV

Gemäß der LMIV haben Unternehmen grundsätzlich zwei Optionen, die Nährwertangaben ihrer Produkte zu ermitteln:

  1. Laboranalyse
    Eine klassische Methode ist die chemische Analyse der Lebensmittel durch ein Labor (siehe auch Nährwertanalyse im Labor). Diese Methode bietet eine präzise Bestimmung der Nährwerte, wie Fett-, Zucker- oder Eiweißgehalt. Allerdings hat sie zwei wesentliche Nachteile:
    • Hohe Kosten: Die Durchführung von Labortests ist kostenintensiv, insbesondere für kleine und mittlere Betriebe. Für jedes einzelne Produkt oder Rezept muss eine Probe eingesendet und analysiert werden, was schnell mehrere Hundert Euro pro Analyse kosten kann.
    • Momentaufnahme: Eine Laboranalyse spiegelt lediglich die Nährwerte der konkreten Probe wider, die eingeschickt wird. Kleine Änderungen an der Rezeptur oder den Zutaten können das Ergebnis verändern, was bedeutet, dass bei jeder Abwandlung erneut eine Analyse nötig wäre. Dies verursacht zusätzliche Kosten und bietet nicht immer einen nachhaltigen Nutzen. Warum die Laboranalyse auch keineswegs genauer ist, erfährst du im Artikel Genauigkeit Lebensmittel Etiketten
  2. Eigenständige Berechnung der Nährwerte
    Eine wirtschaftlichere und flexiblere Alternative zur Labormethode ist die Berechnung der Nährwerte auf Grundlage von Durchschnittswerten. Hierfür stehen Nährwertdatenbanken zur Verfügung, in denen durchschnittliche Werte für gängige Zutaten hinterlegt sind. Diese Methode gilt gemäß LMIV als zulässig und liefert Ergebnisse, die sich in vielen Fällen kaum von Laboranalysen unterscheiden. Dies liegt daran, dass:
    • Toleranzen großzügig definiert sind. Die LMIV erlaubt eine Abweichung der angegebenen Nährwerte, solange diese innerhalb der festgelegten Toleranzen bleibt. Somit ist eine Berechnung basierend auf Durchschnittswerten in der Regel ausreichend genau, um den Anforderungen der Verordnung zu entsprechen (siehe auch Toleranzen bei der Nährwertdeklaration)

Genauigkeit der Nährwertanalyse

Auch wenn die Laboranalyse als „präziser“ gilt, ist sie aufgrund der beschriebenen Momentaufnahme oft nicht viel genauer als die Berechnung auf Basis von Durchschnittswerten. Zutaten wie Obst, Gemüse oder Fleisch können ohnehin natürliche Schwankungen in ihrem Nährstoffgehalt aufweisen, was bedeutet, dass selbst Laborergebnisse oft nur einen Richtwert darstellen. Die Nutzung von Nährwertberechnungs-Software, die auf umfassenden Datenbanken basiert, ermöglicht es Betrieben, ähnliche Ergebnisse zu erzielen wie mit einer Laboranalyse – jedoch zu deutlich geringeren Kosten und mit mehr Flexibilität.

Wie die Rezeptrechner-Software hilft, hohe Laborkosten zu sparen

Hier kommt die Rezeptrechner-Software ins Spiel. Diese Software ermöglicht es Lebensmittelbetrieben und Gastronomen, die Nährwertanalyse ihrer Produkte eigenständig und LMIV-konform durchzuführen. Anstatt für jede Rezeptur eine teure Laboranalyse durchführen zu müssen, können die Nährwerte direkt im Programm berechnet werden. Die Software bietet folgende Vorteile:

  • Schnelle und einfache Berechnung: Durch die Eingabe der verwendeten Zutaten und deren Mengen können Betriebe innerhalb weniger Minuten die Nährwerte eines Gerichts oder Produkts berechnen (siehe auch Nährwertinformationen berechnen).
  • Datenbanken mit Durchschnittswerten: Die Software greift auf umfangreiche Datenbanken mit den Nährwerten gängiger Lebensmittel zu, sodass die Berechnungen auf geprüften und anerkannten Durchschnittswerten basieren.
  • Flexibilität bei Rezeptänderungen: Wenn ein Rezept angepasst oder neue Zutaten verwendet werden, können die Nährwerte ohne zusätzliche Kosten neu berechnet werden. Dies spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld, das sonst für wiederholte Laboranalysen ausgegeben würde.
  • Kostenersparnis: Die Software ermöglicht es Betrieben, die hohen Kosten für Laboranalysen zu vermeiden und stattdessen auf eine wirtschaftliche und dennoch genaue Methode zur Ermittlung der Nährwerte zurückzugreifen.

Für kleine und mittlere Unternehmen, die Kosten sparen und dennoch die gesetzlichen Anforderungen der LMIV erfüllen möchten, bietet die Nährwertberechnung mit der Rezeptrechner-Software eine ideale Lösung. Mit der Fähigkeit, präzise Nährwertangaben basierend auf Durchschnittswerten zu liefern, ermöglicht die Software eine effiziente, flexible und kostengünstige Alternative zur traditionellen Laboranalyse.

So können Lebensmittelbetriebe und Gastronomen nicht nur ihre LMIV-Pflichten erfüllen, sondern auch ihre Prozesse optimieren und wertvolle Ressourcen sparen.

Lebensmittelkennzeichnung leicht gemacht – mit der Rezeptrechner-Software

Neben der Nährwertanalyse ist die korrekte Lebensmittelkennzeichnung ein wesentlicher Bestandteil der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV). Die LMIV schreibt vor, dass Lebensmittelbetriebe umfassende und transparente Angaben zu ihren Produkten bereitstellen müssen. Dazu zählen neben den Nährwerten auch Informationen wie Zutatenlisten, Allergene, Mindesthaltbarkeitsdaten und Herkunftshinweise. Für viele Lebensmittelproduzenten und Gastronomen stellt diese umfassende Kennzeichnungspflicht eine Herausforderung dar. Hier bietet die Rezeptrechner-Software eine einfache und effiziente Lösung.

Anforderungen an die Lebensmittelkennzeichnung

Laut LMIV müssen verpackte Lebensmittel in der EU mit bestimmten Pflichtangaben gekennzeichnet werden, um Verbraucher über die Zusammensetzung und Eigenschaften des Produkts zu informieren. Zu den Pflichtangaben zählen:

  1. Bezeichnung des Lebensmittels: Der Name oder die Beschreibung, die das Produkt eindeutig kennzeichnet.
  2. Zutatenliste: Alle im Produkt enthaltenen Zutaten in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils.
  3. Allergene: Besonders relevante Allergene müssen in der Zutatenliste hervorgehoben werden (z.B. durch Fettdruck oder Unterstreichung). Mehr dazu unter Lebensmittelkennzeichnung – Allergene.
  4. Nährwertangaben: Kalorien, Fette, Kohlenhydrate, Eiweiß und andere Nährstoffe müssen pro 100 g bzw. 100 ml angegeben werden. siehe auch Big 8 Nährwerte
  5. Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): Eine Angabe, bis wann das Lebensmittel mindestens haltbar ist.
  6. Nettofüllmenge: Die Angabe der Menge oder des Volumens des Produkts.
  7. Verantwortlicher Lebensmittelunternehmer: Name und Adresse des Herstellers oder Vertreibers müssen auf dem Produktetikett vermerkt sein.

Für Unternehmen kann es zeitaufwändig und kompliziert sein, all diese Informationen korrekt zu erstellen und auf die Etiketten zu bringen. Besonders bei Produkten mit variierenden Rezepturen oder häufig wechselnden Angeboten, wie sie in der Gastronomie oder bei kleinen Manufakturen häufig vorkommen, erfordert die korrekte Kennzeichnung viel Flexibilität.

Wie die Rezeptrechner-Software bei der Lebensmittelkennzeichnung hilft

Die Rezeptrechner-Software bietet eine umfassende Lösung, um nicht nur die Nährwerte zu berechnen, sondern auch vollständige Lebensmittelkennzeichnungen inklusive Produktpässen und Lebensmitteletiketten zu erstellen. Die Software spart Zeit und Kosten, indem sie die relevanten Informationen automatisiert generiert und dabei alle LMIV-Vorgaben erfüllt.

Automatisierte Erstellung von Produktpässen:
Mit der Rezeptrechner-Software können Unternehmen auf einfache Weise Produktpässe erstellen, die alle wichtigen Informationen zum jeweiligen Lebensmittel enthalten. Die Software erfasst dabei die Zutatenlisten, berechnet die Nährwerte und stellt sicher, dass Allergene korrekt ausgewiesen werden. Unternehmen können flexibel auf Änderungen bei Rezepturen reagieren, da die Software die Daten dynamisch aktualisiert.

Lebensmitteletiketten:
Die Software ermöglicht es, die vollständigen Lebensmitteletiketten direkt aus den Rezeptdaten zu generieren. Dies bedeutet, dass alle erforderlichen Angaben – von der Nettofüllmenge bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum – zentral in einem System gepflegt und direkt auf Etiketten übertragen werden können. Betriebe sparen dadurch Zeit bei der manuellen Erstellung der Etiketten und reduzieren das Risiko von Fehlern. Mit dem passenden Etikettendrucker für Lebensmittel können die Etiketten auch eigenständig ausgedruckt werden.

Einbindung von Allergenen und Zusatzstoffen:
Ein weiteres wichtiges Feature ist die automatische Erkennung und Auszeichnung von Allergenen. Dies gewährleistet, dass Verbraucher sofort sehen können, ob ein Produkt beispielsweise Gluten, Laktose oder Nüsse enthält. Auch Zusatzstoffe oder Verarbeitungshilfsstoffe, die deklariert werden müssen, lassen sich mit der Rezeptrechner-Software leicht kennzeichnen.

Effizienz und Flexibilität für Lebensmittelbetriebe und Gastronomen

Die Rezeptrechner-Software gibt Lebensmitteln und Gerichten nicht nur einen rechtlichen Rahmen in Bezug auf die Nährwerte, sondern unterstützt Betriebe auch dabei, die komplette Lebensmittelkennzeichnung gemäß LMIV professionell und effizient zu gestalten. Für Manufakturen, Caterer, Hofläden und Gastronomen bedeutet dies, dass sie alle gesetzlichen Vorgaben zur Produktkennzeichnung einhalten können, ohne dabei auf teure externe Dienstleistungen zurückgreifen zu müssen. Insbesondere für kleine und mittelständische Betriebe, die flexibel auf Änderungen im Sortiment reagieren müssen, bietet die Software einen enormen Mehrwert.

Mit der Rezeptrechner-Software haben Betriebe die Kontrolle über ihre Lebensmittelkennzeichnung in der eigenen Hand, was Kosten spart, die Flexibilität erhöht und die gesetzlichen Anforderungen problemlos erfüllt.

Mindesthaltbarkeitsdatum Tabelle

Mindesthaltbarkeitsdatum Tabelle

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) spielt eine zentrale Rolle in der Lebensmittelindustrie, insbesondere für Produzenten verpackter Waren. Es dient als wichtiger Indikator dafür, bis zu welchem Datum ein Lebensmittel seine spezifischen Eigenschaften wie Geschmack, Farbe und Nährwert unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen mindestens behält. Lebensmittel Betriebe, die verpackte Ware verkaufen, sind zur Angabe vom MHD auf dem Etikett verpflichtet. In diesem Artikel gebe ich Lebensmittelproduzenten praktische Anhaltspunkte und Beispiele, die bei der Festlegung des MHD unterstützen sollen. Dazu gehört nicht nur eine kleine Tabelle mit Beispielen vom Mindesthaltbarkeitsdatum für verschiedene Lebensmittel. Ich erläutere zudem auch die Vorschriften zur Angabe vom Mindesthaltbarkeitsdatum.

Lebensmittelkennzeichnung leicht gemacht

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir Lebensmittelproduzenten Zeit und Kosten zu sparen bei der Kennzeichnung ihrer Lebensmittel. Dazu werden Rezepte (Zutaten und Mengen) in die Software eingegeben. Im Ergebnis wird automatisch eine Nährwertabelle mit allen Pflichtangaben berechnet auf Grundlage vom Bundeslebensmittelschlüssel. Ebenso wird die Zutatenliste in die richtige Reihenfolge gebracht und Vorschläge zur Allergenkennzeichnung gemacht. Nutzer können dann Nährwerttabellen oder vollständige Etiketten als Bilddatei (JPG, PNG) oder PDF herunterladen und ausdrucken. Mehr zur Software erfährst du unter www.rezeptrechner.de.

Mindesthaltbarkeitsdatum auf Etikett mit Tabelle

Mit der Rezeptrechner Software kann man viel Zeit und Kosten sparen beim Lebensmittel Etikett erstellen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum muss zwar nach wie vor manuell ermittelt und eingetragen werden, aber die Nährwerte Tabelle und die Zutatenliste sowie das vollständige Layout der Etiketten wird automatisch generiert. Dazu müssen lediglich die Rezepte in die Software eingegeben werden.

Mindesthaltbarkeitsdatum Tabelle

Die folgende Mindesthaltbarkeitsdatum Tabelle zeige einige Beispiele für das MHD von verschiedenen Lebensmittelkategorien.

MHD Tabelle

Wie stark beeinflusst der Verarbeitungsgrad das MHD?

Der Zusammenhang zwischen dem Verarbeitungsgrad und dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) innerhalb derselben Lebensmittelkategorie kann allgemein so zusammengefasst werden: Je höher der Verarbeitungsgrad, desto länger ist in der Regel das MHD. Dies liegt daran, dass bei der Verarbeitung von Lebensmitteln häufig Methoden angewendet werden, die darauf abzielen, die Haltbarkeit zu verlängern, indem die Faktoren, die zu Verderb führen, minimiert oder eliminiert werden. Hier sind einige konkrete Beispiele, wie der Verarbeitungsgrad innerhalb derselben Kategorie das MHD beeinflussen kann:

Milchprodukte

  • Frische Milch (geringer Verarbeitungsgrad): Muss gekühlt aufbewahrt werden und hat ein MHD von etwa 7-10 Tagen.
  • UHT-Milch (Ultra-Hocherhitzung, hoher Verarbeitungsgrad): Kann bei Raumtemperatur gelagert werden und hat ein MHD von mehreren Monaten bis zu einem Jahr.

Obst und Gemüse

  • Frisches Obst und Gemüse (geringer Verarbeitungsgrad): Je nach Art variiert das MHD von einigen Tagen bis zu zwei Wochen.
  • Konserviertes oder getrocknetes Obst und Gemüse (hoher Verarbeitungsgrad): Kann ein MHD von einem Jahr oder länger haben.

Fleischprodukte

  • Frisches Fleisch (geringer Verarbeitungsgrad): Hat typischerweise ein MHD von wenigen Tagen.
  • Geräuchertes oder gepökeltes Fleisch (hoher Verarbeitungsgrad): Kann mehrere Wochen bis Monate haltbar sein.

Brot und Backwaren

  • Frisches Brot ohne Konservierungsstoffe (geringer Verarbeitungsgrad): Oft nur wenige Tage haltbar.

Brot mit Konservierungsstoffen oder gefriergetrocknete Backwaren (hoher Verarbeitungsgrad):

Kann ein MHD von Wochen bis Monaten haben.

Der höhere Verarbeitungsgrad führt oft zur Reduzierung von Wasseraktivität, zur Hemmung des mikrobiellen Wachstums durch Konservierungsstoffe oder zur Stabilisierung gegenüber oxidativem Verderb, was insgesamt die Haltbarkeit der Produkte verlängert. Jedoch ist es wichtig zu beachten, dass ein langes MHD nicht zwangsläufig bedeutet, dass das Lebensmittel in Bezug auf Nährstoffgehalt und Geschmack überlegen ist. Manche Verarbeitungsmethoden können auch wertvolle Nährstoffe reduzieren oder die sensorischen Eigenschaften der Lebensmittel verändern.

Lebensmittelkennzeichnung – das solltest du beachten

In diesem Video erläutere ich die wichtigsten Aspekte der Lebensmittelkennzeichnung. Die gesetzliche Grundlage hierfür ist die Lebensmittelinformationsverordnung. Dieses Gesetz verlangt unter anderem auch die Angabe vom Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung von Lebensmitteln. Welche weiteren Pflichtangaben auf einem Etikett abgebildet sein müssen und wie man diese Angaben ermitteln kann, erfährst du in dem folgenden Video.

Effiziente Etiketten: Zeit und Kosten sparen

Mit der Rezeptrechner Software kannst du viel Zeit und Kosten sparen bei der Kennzeichnung deiner Lebensmittel. Dazu musst du lediglich die Rezepte in die Software eingeben. Im Ergebnis bekommst du nicht nur die Nährwertangaben berechnet, sondern beispielsweise auch die Zutatenliste automatisch in der richtigen Reihenfolge generiert. Ebenso erhältst du Vorschläge zur Allergenkennzeichnung. Auch die QUID Kennzeichnung kannst du automatisch vornehmen. Über folgenden Link kannst du den Etiketten Generator kostenlos ausprobieren.

Lebensmittel Etiketten Software

Was beeinflusst sonst noch das Mindesthaltbarkeitsdatum?

Abgesehen vom Verarbeitungsgrad beeinflussen noch weitere Faktoren das MHD. Nicht alle Einflussfaktoren können in der Mindesthaltbarkeitsdatum Tabelle abgedeckt werden. Teilweise handelt es sich auch um Faktoren, die durch den Verbraucher beeinflusst werden.

Verpackung: Die Art der Verpackung kann das Wachstum von Mikroorganismen hemmen oder Sauerstoff und Licht abschirmen, was wiederum die Haltbarkeit beeinflusst. Vakuumverpackungen und modifizierte Atmosphärenverpackungen können die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängern. Mehr dazu findest du auch im Abschnitt Lebensmittelverpackung.

Lagerbedingungen: Temperatur, Feuchtigkeit und Lichtexposition spielen eine wesentliche Rolle bei der Bestimmung des MHD. Lebensmittel, die gekühlt oder gefroren gelagert werden müssen, haben unter optimalen Bedingungen ein spezifisches MHD.

Mikrobielle Stabilität: Lebensmittel mit einem niedrigen pH-Wert, geringem Wassergehalt oder hohem Zuckergehalt sind generell weniger anfällig für mikrobielles Wachstum und haben daher oft ein längeres MHD.

Mindesthaltbarkeitsdatum Vorschriften

Wer vorverpackte Lebensmittel verkaufen möchte, ist zur Angabe vom Mindesthaltbarkeitsdatum verpflichtet und sollte die entsprechenden Vorschriften beachten (siehe auch Pflichtangaben auf Lebensmittelverpackungen). Im folgenden findest du eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Vorschriften:

Verbrauchsdatum: Muss bei leicht verderblichen Lebensmitteln angegeben werden, die nach kurzem Zeitraum ein gesundheitliches Risiko darstellen könnten. Bei diesen Produkten ist es wichtig, dass das Verbrauchsdatum, oft formuliert als „zu verbrauchen bis“, ein konkretes Datum inklusive Tag, Monat und ggf. Jahr umfasst. Beispiele sind frisches Fleisch, Fisch und einige Milchprodukte.

Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): Bei Produkten mit einer Haltbarkeit von mehr als 3 Monaten kann das MHD in der Regel mit Monat und Jahr angegeben werden, da hier der genaue Tag weniger kritisch ist. Wenn die Haltbarkeit der Lebensmittel jedoch 3 Monate unterschreitet, sollte das MHD genauer, d.h. mit Tag, Monat und Jahr angegeben werden, um eine präzise Information über die Haltbarkeit zu bieten.

MHD Tabelle und Vorschriften

Diese Unterscheidung sorgt dafür, dass bei Lebensmitteln, bei denen das Risiko eines schnellen Verderbs und damit eines gesundheitlichen Risikos besteht, eine genauere Datumsangabe erforderlich ist. Bei Produkten, deren Qualität sich über einen längeren Zeitraum weniger kritisch verändert, genügt eine weniger spezifische Angabe. Diese Vorschriften tragen dazu bei, die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten und Verbraucher korrekt zu informieren.

Einige weitere Beispiele für das Mindesthaltbarkeitsdatum findest du in diesem Artikel: Mindesthaltbarkeitsdatum Vorschriften.

Wie kann man das Mindesthaltbarkeitsdatum ermitteln?

Es gibt für das Ermitteln vom MHD keine ganz eindeutige Handlungsempfehlung und leider auch keine mathematische Berechnungslogik (siehe auch MHD Rechner).

Man kann für die Bestimmung vom MHD eine Laboranalyse beauftragen. Dann wird im Labor unter höherer Temperatur ein schnellerer „Verlauf“ der Zeit simuliert und man schaut sich an, wann ein Lebensmittel ungenießbar wird (oder einfach „fault“). Das ist aber natürlich sehr zeitaufwendig und auch nicht erforderlich:

Von vielen Nutzern, die schon lange in dem Bereich unterwegs sind, weiß ich aber, dass es auch gängige Praxis ist,

  1. a) „zu testen“ (sprich Lebensmittel länger aufbewahren und beobachten) und/ oder
  2. b) sich an ähnlichen Lebensmitteln und deren Haltbarkeit orientieren.

Siehe dazu auch folgenden Link vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit:

https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/01_Lebensmittel/03_Verbraucher/17_FAQ/FAQ_MHD/FAQ_MHD_node.html

Lebensmittel online verkaufen

Lebensmittel online verkaufen

Der Schritt vom traditionellen Verkauf in deinem gemütlichen Hofladen hin zum Lebensmittel online verkaufen ist eine große Herausforderung. Es gibt viele neue Dinge zu beachten und zu meistern. In diesem Artikel gehe ich auf einige wichtige Aspekte der Kennzeichnung deiner Lebensmittel genauer ein. Zudem erläutere ich aber auch andere Dinge und Vorschriften, die du beachten solltest. In einem anderen Artikel habe ich bereits einige generelle Aspekte zum selbstgemachte Lebensmittel verkaufen, erläutert.

Einige spezifische Anwendungsfälle mit Schritt für Schritt Anleitung zum Etiketten und Kennzeichnung erstellen findest du hier:

Lebensmittelkennzeichnung leicht gemacht

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir Lebensmittelproduzenten viel Zeit und Kosten bei der Lebensmittelkennzeichnung zu sparen. Das betrifft insbesondere die Kennzeichnung, egal die man die Lebensmittel online oder offline (beispielsweise im Hofladen) verkaufen möchte. Für die Lebensmittelverpackung können Nutzer direkt die vollständige Etiketten mit allen Pflichtangaben erstellen. Für die online Kennzeichnung kann man die Angaben als Text Datei kopieren oder einen digitalen Produktpass als PDF generieren.

Software zum Etikett erstellen

Mit der Rezeptrechner Software kann man alle erforderlichen Angaben zur Kennzeichnung eines Lebensmittels erstellen (inkl. Nährwertberechnung). Die Angaben können in Textform kopiert werden, es kann ein digitaler Produktpass (PDF) zum Lebensmittel online verkaufen erstellt werden. Darüber hinaus können aber auch Etikett für die Verpackung generiert werden.

Lebensmittel online verkaufen – Nährwertkennzeichnung ist Pflicht

Wer bisher vor allem im Hofladen Lebensmittel verkauft hat, ist vermutlich von der Nährwertkennzeichnung befreit gewesen. So ist das in der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) geregelt.

Kleine Betriebe mit weniger als 10 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von weniger als 1 Mio €, die nur im lokalen Umfeld Lebensmittel verkaufen, benötigen keine Nährwerttabelle auf verpackten Lebensmitteln.

Wer sich jedoch dafür entscheidet, Lebensmittel online zu verkaufen, der wird auch im Fernabsatz tätig. Und hierfür sieht die LMIV vor, dass auch die Nährwertkennzeichnung erfolgen muss. Hierfür bieten wir mit der Rezeptrechner Software eine einfache Lösung. Man kann sofort loslegen und die Nährwerte für eigene Rezepte und Lebensmittel online berechnen (siehe auch Nährwertberechnungsprogramm). Im Anschluss kann man nicht nur die Nährwertkennzeichnung, sondern die vollständige Lebensmittelkennzeichnung (sowohl für das Etikett, als auch den digitalen Produktpass) erstellen.

Nährwertkennzeichnung leicht gemacht

Mit dem Rezeptrechner Programm können Hersteller für eigene Rezepte automatisch auch die Nährwerte berechnen. Dazu werden die Rezepte (Zutaten und Mengen) in die online Software eingegeben. Es werden automatisch die Nährwerte pro 100g, pro Portion und pro Rezept berechnet. Ein Flüssigkeitsverlust bei der Zubereitung kann auch mit berücksichtigt werden über einen sogenannten Reduktionsfaktor. PRO Business Nutzer erhalten automatisch Zugang zum Bundeslebensmittelschlüssel mit einer Datenbank von über 10.000 Zutaten mit Nährwertangaben.

Nährwertkennzeichnung online

Die Pflicht zur Nährwertkennzeichnung gilt für alle, die online Lebensmittel verkaufen wollen. Mit dem Rezeptrechner Nährwertberechungsprogramm können online für Rezepte und Lebensmittel die Nährwerte pro 100g berechnet werden. Im Anschluss können die Angaben als Text kopiert oder als Nährwerttabelle (PDF) zum ausdrucken heruntergeladen werden.

Lebensmittel online verkaufen – Kennzeichnung Vorschriften

Für Hersteller, die verpackte Lebensmittel online verkaufen wollen, ist sowohl die Kennzeichnung auf dem Etikett (der Lebensmittelverpackung) als auch die digitale Produktkennzeichnung wichtig (siehe auch Lebensmittelkennzeichnung). Die Pflichtangaben gemäß LMIV sind ähnlich für beide Fälle, aber es gibt auch einige Unterschiede. Im folgenden findest du die Pflichtangaben, die in beiden Fällen abgebildet sein müssen.

Die Kennzeichnung auf der Lebensmittelverpackung (Etikett)

Auf der Lebensmittelverpackung selbst muss ein Etikett angebracht sein (siehe auch verpackte Lebensmittel verkaufen). Auf dem Etikett sollten folgende Angaben gemacht werden.

  • Lebensmittelbezeichnung: Die Lebensmittelbezeichnung sollte klar und prägnant sein und den Inhalt des Lebensmittels genau beschreiben.
  • Zutatenliste: Die Zutatenliste sollte alle Inhaltsstoffe in absteigender Reihenfolge ihres Gewichts enthalten. Zudem ist wichtig, dass die Allergene und Zusatzstoffe markiert werden. Allergene sollten besonders hervorgehoben werden, entweder durch Fettdruck oder eine separate Liste am Ende der Zutatenliste. Dies ermöglicht es Verbrauchern mit Allergien, die Informationen schnell zu finden.
  • Haltbarkeitsdatum: Das Verfallsdatum oder das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) sollte deutlich auf der Verpackung angegeben werden.
  • Nettogewicht oder -volumen: Die Menge des enthaltenen Produkts sollte in Gewicht oder Volumen auf der Verpackung angegeben sein. Dies ermöglicht es den Verbrauchern, den Preis pro Einheit zu vergleichen.
  • Nährwerttabelle: Die Nährwertangaben sollten auf der Verpackung in der Nähe der Zutatenliste erscheinen. Dabei ist die Angabe der Nährwerte je 100g in Form einer Tabelle verpflichtend.
  • Herstellerinformationen: Der Name und die Kontaktdaten des Herstellers oder Vertreibers sollten auf der Verpackung aufgeführt sein. Dies ermöglicht es Verbrauchern, bei Bedenken oder Fragen den Hersteller zu kontaktieren.

Das Etikett wird allerdings erst für den Verbraucher sichtbar, nachdem die Lebensmittel Lieferung erfolgt ist. Damit der Verbraucher sich bereits vor dem Kauf über die Inhaltsstoffe vom Lebensmittel informieren kann, muss die Kennzeichnung einiger Angaben bereits online erfolgen. Im folgenden siehst du, welche Angaben schon online gemacht werden müssen.

Software zum Etikett erstellen

Mit dem Rezeptrechner Programm können PRO Business Nutzer auch automatisch Lebensmitteletiketten für die Verpackung generieren. Die Etiketten können als Bilddatei (PNG, JPG) oder PDF heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Die Kennzeichnung online (digitaler Produktpass):

  • Lebensmittelbezeichnung: Jedes Lebensmittel sollte eine klare und detaillierte Bezeichnung auf der Website haben.
  • Zutatenliste (Inhaltsstoffe): Auch hier müssen die Zutaten in absteigender Reihenfolge bereits online aufgeführt werden. Die QUID Kennzeichnung muss erfolgen und Allergene und Zusatzstoffe müssen markiert werden.
  • Nährwertangaben: Die Nährwertangaben pro 100 Gramm des Lebensmittels sollten auf der Produktseite angezeigt werden. Dies umfasst Angaben der Big7 Nährwerte in Form einer Nährwerttabelle.
  • Adresse vom Hersteller: Falls zutreffend, solltest du auch Informationen zur Herkunft der Hauptzutaten bereitstellen. Dies ist besonders relevant, wenn du regionale oder lokale Produkte betonst.
  • Nettogewicht: Du muss den Verbraucher bereits online informieren, wie groß das Nettogewicht ist.
  • Zusatzinformationen: Je nach Art des Lebensmittels können weitere Informationen erforderlich sein, z.B. ob es sich um ein Bio-Produkt handelt, besondere Zubereitungshinweise oder Anregungen zur Verwendung.

Im Gegensatz zum Etikett ist auf dem digitalen Produktpass keine Angabe vom Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum erforderlich. Mehr dazu findest du auch in meinem Beispiel Produktpass Bäckerei.

Digitaler Produktpass für Lebensmittelkennzeichnung online

Mit dem Rezeptrechner Programm können PRO Business Nutzer auch automatisch einen digitalen Produktpass generieren und als PDF herunterladen. Dieses PDF kann dann auf einem eigenen Server hochgeladen werden oder direkt als Bilddatei im Webshop oder E-Commerce Shop eingebunden werden. 

Praktische Umsetzung der Online Kennzeichnung: Digitaler Produktpass

Wer sich fragt, wie oder wo man die Kennzeichnung seiner verpackten Lebensmittel online platziert, dem empfehle ich in der Regel 2 Lösungsansätze:

Einbindung in der Produktbeschreibung

Wer mit einer E-Commerce Plattform arbeitet, der hat entweder vordefinierte Felder für Nährwerte, Zutatenliste etc. oder ein Feld zur Beschreibung vom Produkt. Hier kann die Kennzeichnung in Textform eingegeben werden.

Wichtig ist jedoch, dass du auf die Formatierung achtet. Wenn nur reiner Text ohne Formatierung eingegeben werden kann, wird möglicherweise die Fettkennzeichnung deiner Allergene eliminiert. In solch einem Fall, kannst du einfach eine neue Zeile hinzufügen „Enthält Allergene: …“ und dort die enthaltenen Allergene noch einmal aufführen.

Produktpass als PDF

Viele Hersteller arbeiten alternativ mit einem PDF. Das PDF kann auf dem Server abgelegt und verlinkt werden. Wenn der Kunden einen Link klickt, kann er automatisch den jeweiligen Produktpass mit allen Angaben herunterladen. Das hat den Vorteil, dass man beim Aktualisieren nur das PDF und nicht die vollständige Produktbeschreibung ändern muss. Das wohl bekannteste Beispiel findet man bei vielen Bäckereien. Deswegen wechseln heute auch viele Bäckereien auf die Rezeptrechner Software um hiermit ihre Lebensmittelkennzeichnung zu erstellen. Mehr dazu auch unter:

Lebensmittel online verkaufen – weitere Aspekte

Abgesehen von den rechtlichen Anforderungen, fallen mir jedoch noch einige weitere Aspekte ein, die beim Online Verkaufen wichtig sind:

  • Qualität und Sicherheit: Die Qualität und Sicherheit der Lebensmittel sollten stets gewährleistet sein. Dies erfordert eine sorgfältige Auswahl von Lieferanten, die Einhaltung von Hygienepraktiken und die ordnungsgemäße Lagerung der Lebensmittel.
  • Online-Präsenz: Eine professionelle und benutzerfreundliche Online-Präsenz ist entscheidend. Dies umfasst eine gut gestaltete Website oder Plattform, auf der die Kunden Lebensmittel auswählen und bestellen können. Ein einfacher Bestellprozess und klare Informationen zu Produkten und Preisen sind unerlässlich.
  • Zahlung und Lieferung: Stelle sicher, dass du sichere Zahlungsmethoden anbietest und eine zuverlässige Lieferung der Lebensmittel gewährleistest. Kunden sollten ihre Bestellungen verfolgen können und klare Informationen über Lieferzeiten erhalten.
  • Kundenservice: Ein effektiver Kundenservice ist wichtig, um Fragen und Anliegen der Kunden zu klären. Reagiere schnell auf Anfragen und Beschwerden, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen und zu erhalten.
  • Marketing und Werbung: Um Kunden anzuziehen, ist Marketing und Werbung unerlässlich. Nutze soziale Medien, Online-Werbung und andere Marketingstrategien, um deine Produkte bekannt zu machen.
  • Rückgaberecht und Garantie: Es ist wichtig, klare Richtlinien für Rückgaben und Garantien festzulegen und diese auf deiner Website oder Plattform zu veröffentlichen.
  • Buchführung und Steuern: Führe genaue Aufzeichnungen über deine Einnahmen und Ausgaben. Beachte, dass du möglicherweise Steuern auf den Verkauf von Lebensmitteln online entrichten musst. Konsultiere einen Steuerberater, um die steuerlichen Verpflichtungen zu klären.

Im nächsten Abschnitt möchte ich noch einmal etwas konkreter auf die Vermarktung eingehen.

Lebensmittel online verkaufen – Tipps zur Vermarktung

Den online Shop zu eröffnen ist der erste Meilenstein. Doch viele Nutzer fragen sich im nächsten Schritt, warum Sie keine Verkäufe erzielen. Nur weil der Online Shop verfügbar ist, bedeutet dies noch lange nicht, dass man auch Reichweite generiert. Im folgenden findest du einige Tipps, wie du die Vermarktung richtig anstellst, um den Verkauf deiner Lebensmittel online zu steigern.

  • Professionelle Produktfotografie: Investiere in hochwertige Produktfotografie, die die Lebensmittel ansprechend präsentiert. Bilder sind ein entscheidender Faktor beim Online-Verkauf von Lebensmitteln, da sie Kunden dazu verleiten, zuzugreifen.
  • Mobile Optimierung: Stelle sicher, dass deine Website oder dein E-Commerce-Shop für mobile Geräte optimiert ist. Immer mehr Kunden kaufen über Smartphones und Tablets ein, und eine benutzerfreundliche mobile Erfahrung ist entscheidend.
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO): Nutze SEO-Techniken, um sicherzustellen, dass deine Produkte in den Suchergebnissen prominent platziert sind. Verwende relevante Keywords, um die Sichtbarkeit zu erhöhen.
  • Soziale Medien: Nutze soziale Medien, um deine Produkte zu bewerben. Teile ansprechende Bilder, Rezepte und Inhalte, die deine Zielgruppe ansprechen. Überlege auch, bezahlte Werbung auf Plattformen wie Facebook oder Instagram zu schalten.
  • E-Mail-Marketing: Baue eine E-Mail-Liste auf und nutze E-Mail-Marketing, um Kunden über neue Produkte, Angebote und Veranstaltungen zu informieren. Personalisierte E-Mails können die Kundenbindung fördern.
  • Online-Marketplaces: Verkaufe deine Produkte auf beliebten Online-Marktplätzen wie Amazon, eBay oder Etsy, um eine größere Reichweite zu erzielen. Dies kann auch das Vertrauen der Kunden erhöhen.
  • Kundenbewertungen und -bewertungen: Bitte Kunden um Bewertungen und Bewertungen deiner Produkte. Positive Bewertungen können das Vertrauen potenzieller Käufer stärken.

Die Online-Vermarktung von Lebensmitteln erfordert eine durchdachte Strategie und kontinuierliche Anstrengungen. Indem du diese Tipps berücksichtigst und dich auf die Bedürfnisse deiner Zielgruppe konzentrierst, kannst du erfolgreich sein und deine Produkte online erfolgreich verkaufen.